Lassi und Co.: Erfrischend und verdauungsfördernd

Wenn es im Sommer die heißen Temperaturen unmöglich machen zu essen und/oder zu kochen und man Grüne Smoothies (siehe: Grünes Smoothies – Fit in den Frühling) einfach nicht mehr sehen kann, sind Lassis und Co. eine gute Alternative, die lecker schmeckt, erfrischt und Prä- und Probiotika liefert.

Bild 130477565 copyright mama_mia, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com

Die Grundlage: Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch

Die Grundlage: Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch

Verdauungsfördernde Milchprodukte, die in kleinen bunten Portionsfläschchen im Supermarkt angeboten werden, sind häufig mit probiotischen Milchsäurebakterien angereichert. Mit den positiven Auswirkungen, die der regelmäßige Konsum auf die Darmflora haben kann, wird seit Jahren geworben – und eine Menge Geld gemacht. Die Wirksamkeit dieser Functional Foods (funktionellen Nahrungsmittel) ist allerdings umstritten. Und wieso sollte man für diese teuren Designerprodukte ungleich viel mehr Geld bezahlen, wenn herkömmliche milchsauervergorene Lebensmittel ebenso Probiotika (siehe: Prä- und Probiotika für die Verdauung) enthalten, wenn auch nicht in der gleichen Menge?

Fest steht: Joghurt und Obst bzw. Kräuter liefern Milchsäurebakterien und Ballaststoffe, die beide für eine geregelte Verdauung sorgen und unterstützend auf die Darmflora einwirken können.

Lassi wird gesalzen...

Lassi wird gesalzen…

Getränke auf Basis milchsauervergorener Produkte (z. B. Lassi, Kefir oder Tan) werden traditionell in Osteuropa, dem Nahen Osten und Teilen von Asien konsumiert. Herzustellen sind Lassis, Ayran und Co. ganz einfach; zudem haben die hausgemachten Joghurtdrinks im Vergleich zu den fertig gekauften den Vorteil, dass sie nicht nur besser schmecken, sondern dass man auch selbst die Kontrolle darüber hat, welche Zutaten in den Mixer kommen (Wasser, Joghurt und Obst bzw. Kräuter) und welche nicht rein sollen, in den Fertigprodukten aber fast immer enthalten sind (Zucker, Verdickungs- und Konservierungsmittel, etc.).

Lassis…

Das Joghurtgetränk, das man in Deutschland am ehesten kennt, ist der Lassi, der ursprünglich in Indien und Pakistan beheimatet ist und eine lange Geschichte hat.  In früheren Zeiten galt Lassi als wertvolles Lebensmittel und somit geeignet als Opfer für die Götter. Adelige ließen Lassi als Erfrischung oder in einer süßen Variante zum Nachtisch reichen; dem einfachen Volk blieben sie zunächst vorenthalten.

... oder gesüßt...

… oder gesüßt…

Ein Lassi mischt man aus Wasser oder fettarmer Milch und Joghurt im Verhältnis 1:1 oder 1:2. Für salzige Lassis werden  Joghurts mit stark säuernden Kulturen (Streptococcus thermophilus und Lactobacillus bulgaricus) verwendet; für süße Lassis nimmt man eher milde Joghurts.

  • Salziges Lassi (Namkin-Lassi)

Der herzhafte Lassi wird mit Salz und Gewürzen wie Kreuzkümmel, Kardamom oder Ingwer abgeschmeckt. Es können aber auch wässrige Gemüsesorten wie z. B. Gurken und Gemüsesäfte verwendet werden.

  • Süßes Lassi

Dem süßen Lassi wird etwas Zucker, Honig oder Süßstoff sowie ein Spritzer Zitronen- oder Limettensaft zugegeben. Hinzu kommen z. B. pürierte Beerenfrüchte, feine Mango- oder
Ananasstücke, Melone, Kokosmilch oder asiatische Gewürze wie Safran, Kardamom oder auch
Rosenblütensirup.

... und gewürzt.

… und gewürzt.

Für die optimale Erfrischung und den besten Geschmack sollten bei der Verarbeitung alle Zutaten möglichst kalt sein. An besonders heißen Tagen kann man auch ein paar Eiswürfel ins Glas geben. Frisch zubereitet sollten Joghurtgetränke noch am selben Tag aufgebraucht werden.

Für traditionelle Rezepte und Neuinterpretationen siehe: Lassi

 

 

…. und Co.

Gurke: Lecker in herzhaftem Joghurtgetränk.

Gurke: Lecker in herzhaftem Joghurtgetränk.

Nicht nur in Indien sondern auch überall im Nahen Osten scheint man eine eigene Version des Joghurtdrinks zu kennen.  Hier heißen sie Ayran (Türkei), Dugh (Afghanistan/ Iran) oder Laban (Arabien).

  • Ayran

Ayran wird aus zwei Teilen natursaurem Vollmilchjoghurt von Schaf oder Kuh und einem Teil Mineralwasser zubereitet. Es wird mit einer Prise Salz schaumig aufgeschlagen und mit Pfeffer  und/oder frischen Kräutern gewürzt. Ayran wird in der Türkei und in arabischen Ländern meist zu scharf gewürzten Speisen serviert.

  • Dugh

Die persische Variante des Joghurtdrinks ist Dugh, für das man Joghurt mit Molke und Mineralwasser mischt. Gewürzt wird mit Salz und klein gehackten Kräutern wie Minze, Dill, Petersilie oder Estragon sowie trockene Gewürze wie Muskat, Pfeffer oder Kardamom.

Netzmelone für süße Varianten.

Netzmelone für süße Varianten.

  • Laban

Laban ist ein Sauermilchprodukt, das aus der Milch von Kühen, Kamelen, Schafen und Ziegen hergestellt wird und im arabischen Raum den Stellenwert eines Grundnahrungsmittels einnimmt. Wie Ayran wird es meist mit Salz und Kräutern gewürzt, es gibt aber auch süße Varianten mit Früchten.

 

 

Für noch mehr Erfrischung siehe: Eispops: Gefrorene Cocktails.

 

 

 

 

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