Viel trinken an heißen Sommertagen

Große Hitze stellt für unseren Organismus einen Stressfaktor dar, denn er leistet Schwerstarbeit, um den Körper konstant auf seiner optimalen Betriebstemperatur von 36 Grad zu halten. Eine angepasste Trinkmenge trägt dazu bei, dass man sich auch bei tropischen Temperaturen fit und gesund fühlt. 

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Ernährungsexperten empfehlen ca. 2 – 3 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen. Etwa 1 bis 1,5 Liter werden dem Körper über Getränke zugeführt, der Rest über die Nahrung. Bei starker Hitze oder körperlicher Anstrengung, nicht nur im Freien (!), sollte es entsprechend mehr sein, denn über das Schwitzen geht Flüssigkeit verloren. Im Falle einer Querschnittlähmung kommt hinzu, dass sowohl Blasen- als auch Darmmanagement vom Trinkverhalten beeinflusst werden. Die empfohlene Ausscheidungsmenge in Anlehnung an Befürwortungen aus neurourologischer Sicht beträgt 1.500 ml täglich. Um diese Menge zu erreichen, müssen täglich ca. 1.500 – 2.000 ml Flüssigkeit aufgenommen werden. Hohe Temperaturen erhöhen den Flüssigkeitsbedarf (siehe: Der Hitze trotzen). Dieser Umstand darf nicht ignoriert werden, da ein Dehydrieren des Körpers zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen kann.

Warnzeichen des Körpers sind u. a.

  • Körperliche Schwäche
  • Müdigkeit
  • Kreislaufprobleme
  • Kopfschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Muskelkrämpfe

Weiter ist zu beachten, dass einerseits vermehrtes Schwitzen und andererseits ein vermindertes Hungergefühl und die dadurch verringerte Nahrungsaufnahme zu einer Unterversorgung mit Mikronährstoffen führen kann. D. h. der Körper erhält über die Nahrung nicht mehr oder zu wenige der Vitamine und Mineralien, die er zur optimalen Erfüllung seiner Aufgaben braucht.

Zudem kann eine ballaststoffreiche Ernährung, wie sie Querschnittgelähmten empfohlen wird, bei heißem Wetter zu Verstopfung führen, wenn die Trinkmenge nicht entsprechend, d. h. im Vergleich zur Trinkmenge bei normalen Temperaturen (siehe: Trinkverhalten bei Querschnittlähmung), erhöht wird.

Das richtige Getränk wählen

Um verlorene Flüssigkeit und Mineralien zu ersetzen, spielt das richtige Getränk eine entscheidende Rolle.

Dass man um gezuckerte Getränke wie Cola und Limonade einen Bogen machen sollte, dürfte bekannt sein. Sie enthalten Zucker, Süß-, Farb- und Aromastoffe und führen dem Körper keine wertvollen Mineralien zu. Im Gegenteil. Von koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken (wie Cola, Cola-Mixgetränke, aber auch Eistee oder Eiskaffee) ist bekannt, dass sie das Ausscheiden von u. a. Kalzium fördern und sich negativ auf den Knochenstoffwechsel auswirken können (siehe: Osteoporose bei Querschnittlähmung).

Besonders zu empfehlen sind hingegen:

Wer bei hochsommerlichen Temperaturen eine Mahlzeit durch ein Getränk ersetzen möchte, kann dies z. B. mit Lassis (siehe: Lassis und Co: Erfrischend und verdauungsfördernd) oder auch mit Smoothies (Grüne Smoothies – Fit in den Frühling) tun. Vor allem die Versorgung mit Mikronährstoffen kann mit diesen Varianten zu einem großen Teil gewährleistet werden. Tatsächlich ist es so, dass ca. die Hälfte des täglichen Flüssigkeitsbedarfs nicht über Getränke, sondern über die Nahrungsaufnahme gedeckt wird. Die meisten Obst- und Gemüsesorten haben einen hohen Wasseranteil. Manche Sorten bestehen zu 90-95% aus Wasser, wie z. B. Papaya, Rettich und die meisten Speisepilze, die noch mit weiteren Vorteilen für die Gesundheit im Sommer aufwarten (siehe: Pilze essen und ab in die Sonne). Für eine kurze Darstellung der Gemüse mit besonders hohem Wassergehalt siehe: Trinkverhalten bei Querschnittlähmung. Allerdings gibt es noch andere Gründe, wieso bei großer Hitze bevorzugt Obst und Gemüse verzehrt werden sollten. Zum einen sind viele Sorten reich an wasserlöslichen Ballaststoffen, was die Verdauung (siehe: Ballaststoffe für die Verdauung) regulieren kann, zum anderen bieten verschiedene Sorten einen hohen Anteil an antioxidativen Vitalsoffen, die den Körper in der Abwehr von freien Radikalen unterstützen. Besonders effektiv sind die Vitamine C und E zusammen mit Beta-Karotin in Kombination mit sekundären Pflanzenstoffen.

  • Besonders reich an Vitamin C sind z. B. Paprika, Grünkohl und Hagebutte. Für eine Hitliste der Vitamin-C-reichsten Lebensmittel siehe: Verblüffend vitaminreich.
  • Sehr viel Vitamin E ist in Pflanzenölen, wie Sonnenblumen-, Distel-, Oliven- und Rapsöl, Mandeln, Haselnüssen, Butter, Leinsamen, Kokosnuss und Pistazien enthalten.
  • Beta-Carotin ist die Vorstufe von Retinol (Vitamin A) und wird deshalb auch als Provitamin A bezeichnet. Die besten Quellen für Beta-Carotin sind gelbe, orange und dunkelgrüne Früchte und Gemüse, aber auch dunkelgrüne Gemüsesorten wie Papaya, Süßkartoffeln, Mango, Aprikosen, Spinat, Kressesorten, Mais und Kürbis.

Weitere Informationen

Wem es schwer fällt, auf die empfohlene tägliche Trinkmenge zu kommen, kann sich von seinem Smartphone helfen lassen. Siehe hierzu: Trinken nicht vergessen mit Smartphone-Apps

Und für Menschen, die kein Smartphone haben, gibt es Trinkerinnerer in Armbandform (zu haben ab ca. 45 Euro zu beziehen z. B.: hier).

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