Trinken nicht vergessen mit Smartphone-Apps

Wenn aus der Handtasche das Geräusch von tosenden Wasserfällen oder plätschernden Gebirgsbächen ertönt, kann das nur eins bedeuten: Es ist Zeit etwas zu trinken. Und das Smartphone erinnert uns daran.

Bild 104530874 Copyright Tatiana Kostenko, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com

Experten empfehlen eine Flüssigkeitszufuhr von ca. 2 Liter pro Tag (siehe: Trinkverhalten bei Querschnittlähmung). Bei heißen Außentemperaturen und/oder großer körperlicher Anstrengung sollte es entsprechend mehr sein (siehe: Viel trinken an heißen Sommertagen). Aber wer schafft es schon in der Hektik des Alltags darauf zu achten, zur richtigen Zeit die richtige Menge zu trinken?

Smartphone-Apps können dabei helfen, einen an das gewünschte Trinkverhalten angepassten Plan zu erstellen. Von morgens bis abends ertönt immer mal wieder ein wählbarer Signalton, der den Nutzer erinnert: Jetzt trinken, bitte. So kann man für eine individuell ausreichende Getränkeaufnahme sorgen und einer Dehydrierung und all ihren Begleiterscheinungen entgegenwirken.

Zur Auswahl stehen die Apps* verschiedener Anbieter, die auf der Website beste-apps.chip.de ausführlich besprochen werden:

Carbodroid

  • Kostenlose Android App mit netter Grafik
  • Erinnert in Intervallen daran zu trinken
  • Überwacht tägliche Trinkmenge
  • Keine Werbung
  • Verlangt keinen Zugriff auf persönliche Daten
  • Eingabemöglichkeiten nicht in Millilitern, sondern ausschließlich in „Glas, klein“ und „Glas, groß“
  • Keine Speichermöglichkeit
  • Zu einer ausführlichen Beurteilung geht es hier: Carbodroid

Drinking Water

  • Kostenlose, leicht zu bedienende Android App
  • Erinnert in Intervallen daran zu trinken
  • Überwacht die tägliche, selbst festgelegte Trinkmenge
  • Applaudiert, wenn Trinkziel erreicht wird
  • Diagramme des Trinkverhaltens über Tage und Wochen können angelegt werden
  • Die ProVersion für ca. 0,79 Euro ist werbefrei
  • Eingabemöglichkeiten nicht in Millilitern, sondern ausschließlich in „Portionen“, wie groß eine Portionsgröße ist, bleibt dem Nutzer überlassen
  • Verbraucht viel Akku
  • Zu einer ausführlichen Beurteilung geht es hier: Drinking Water

Drink Water – Trink Wecker

  • Kostenlose Android App
  • Erinnert in Intervallen daran zu trinken
  • Überwacht die tägliche Trinkmenge
  • Trinkmenge wird nicht vom Nutzer selbst festgelegt, sondern von der App anhand verschiedener Daten (Alter, Größe, Gewicht, etc.); wer gesundheitliche Aspekte kennt, kann diese miteinfließen lassen
  • Erstellt Statistik über Trinkmenge
  • Zu einer ausführlichen Beurteilung geht es hier: Drink Water – Trink Wecker

Hydro: Wasser trinken (und helfen)

  • Kostenlose Android App
  • Kostenpflichtige Version für ca. 5 Euro unterstützt mit der Hälfte des Betrages gemeinnützige Organisationen in Afrika
  • Erinnert in Intervallen daran zu trinken
  • Überwacht die tägliche Trinkmenge; erstellt Statistik über Trinkmenge
  • Auch der Wassergehalt von Lebensmitteln fließt in die Auswertung mit ein
  • Möglich sind:
    • Verschiedene Mengenangaben
    • Übersichtliche Diagramme und Trendanalyse
    • Umfangreiche Einstellungsoptionen
    • Sonderangeben, die Wetter und Aktivitätsumfang berücksichtigen
  • Zu einer ausführlichen Beurteilung geht es hier: Hydro App

Water your Body

  • Kostenlose Android App
  • Errechnet Wasserbedarf anhand der Körpergröße des Nutzers
  • Erinnert in festgelegten Intervallen daran zu trinken
  • Schöne optische und akustische Umsetzung (Erinnerung erfolgt über Wassergeräusche)
  • Diagramm und Speicherfunktion
  • Überwacht tägliche Trinkmenge: Möglich ist ein sehr genaues Erfassen der Trinkmenge bis hin zu wenigen Millimetern
  • Zu einer ausführlichen Beurteilung geht es hier: Water your Body

Trink-App in der Pflege

Auch in der Pflege könnten Smartphone-Apps bald eine tragende Rolle spielen, wenn es darum geht die Pflegekräfte bei der Flüssigkeitsversorgung ihrer Patienten zu unterstützen. Im vergangenen Jahr testete das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg eine Software, mit der Pflegekräfte die Trinkmengen ihrer Bewohner ermitteln und dokumentieren können.

  • TrinkTracker
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    Mit der „TrinkTracker“-App zur Unterstützung des Trinkmanagements können Pflegekräfte die Trinkmengen der einzelnen Bewohner genau und mit geringem Zeitaufwand erfassen sowie automatisiert Trinkprotokolle mit Datum und Uhrzeit generieren. Die Pflegekräfte haben dabei die Möglichkeit, Getränkearten und Trinkmengen auszuwählen und mithilfe eines Smartphones zu dokumentieren.

Die App ist hervorgegangen aus dem vom  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt „TrinkTracker“. Es soll langfristig in der professionellen Pflege zur Unterstützung der Pflegekräfte, aber auch in der häuslichen Pflege zur Motivation des Nutzers und zur Unterstützung pflegender Angehöriger eingesetzt werden. Für mehr Informationen siehe: www.trinktracker.de

Der Trinkerinnerer: Ganz ohne Smartphone

Für Menschen, die kein Smartphone haben, gibt es Trinkerinnerer als kleine tragbare Gadgets (zu haben ab ca. 45 Euro zu beziehen z. B.: hier).

Der Trinkerinnerer, der Armband oder Halskette getragen oder einfach an die Kleidung angeklippt werden kann, erinnert durch eine leichte Vibration (nicht über einen Signalton) daran ein Glas Wasser zu trinken. Hierbei kann der Nutzer zwischen neun verschiedenen Erinnerungsintervallen wählen

Preis: Ab ca. 45 Euro (Stand: Juli 2015)

 

*Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; Hinweise zu weiteren Apps nimmt die Redaktion gerne entgegen.

 

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