Kräuter und Gewürze

Seit jeher spielen Kräuter und Gewürze eine wichtige Rolle für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit des Menschen. Mit ihren ätherischen Ölen, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen beeinflussen sie zahlreiche Körperfunktionen, sind beruhigend oder anregend und haben nicht selten auch eine antibakterielle Wirkung.

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Kräuter und Gewürze sind daher auch durchaus entscheidende Komponenten in der Ernährung bei Querschnittlähmung. Ein hoher Salzkonsum etwa kann durch gezieltes Würzen eingeschränkt werden, und auch, was die heilende Wirkung von Kräutern und Gewürzen angeht, gibt es sehr gute Erfahrungen. Besonders Magen-Darm-Beschwerden werden positiv beeinflusst.

Gewürze, die sich wohltuend auf die Verdauung auswirken

  •  Fenchelsamen (Foeniculum vulgare) hilft bei:
    • Magen-Darm-Beschwerden
    • Krämpfen
    • Blähungen
    • Appetitlosigkeit

Die beste Wirkung von Fenchelsamen wird durch Kauen erreicht (ca. 10 bis 15 Stück). Eine weitere Möglichkeit ist die Zubereitung als Tee.

  •  Ingwer  (Zingiber officinalis) hilft bei:
    • Appetitlosigkeit
    • Verdauungsstörungen
    • Blähungen

Frischer Ingwer kann geschält und in Scheiben geschnitten gekaut werden. Eine Alternative ist auch hier die Zubereitung als Tee, dem sogenannten Ingwerwasser. Siehe: Ingwer – Wohltuende Schärfe

  •  Salbei (Salvia officinalis) wirkt beruhigend, schweißhemmend und hilft bei:
    • Magen-Darm-Beschwerden
    • Appetitlosigkeit
    • Blähungen
    • Durchfall
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  •  Zimt (Cinnamomum) hilft bei:
    • Durchfall
    • Erbrechen
    • Träger Verdauung
    • Wirkt entzündungshemmend und kreislaufanregend

Kreatives Kochen mit Kräutern und Gewürzen

Folgende Kräuter und Gewürze sind gut verträglich und können daher auch bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt bedenkenfrei verwendet werden:

  • Kurkuma: Pfeffriges Aroma, leicht bitterer Nachgeschmack (siehe: Kurkuma – Gelbwurz für die Darmgesundheit)
  • Kardamom: Süßlich, erinnert an Eukalyptus und Zitrone
  • Koriander: Würzig-mild und leicht süßlich
  • Kreuzkümmel: Würzig-scharf, leicht nussig, aber auch leicht bitter
  • Lorbeerblatt: Herb aromatisch, riecht stark würzig
  • Melisse: Zitronen-säuerlich, würzig-aromatisch
  • Muskat: Streng, etwas feurig, leicht bitter
  • Nelken: Etwas streng, gleichzeitig süßlich-aromatisch
  • Oregano: Angenehm scharf-würzig und leicht bitter-herb
  • Paprika: Von mild bis scharf, von süßlich bis leicht bitter
  • Pfefferminze: Menthol-frisch, anfangs erwärmend, dann kühlend
  • Piment: Leicht pfeffrig-scharf, duftet nach Gewürznelken, etwas Zimt und Muskat
  • Rosmarin: Stark aromatisch, leicht harzig
  • Schwarzkümmel: Anfangs leicht nach Sesam, später leicht pfeffrig
  • Thymian: Aromatisch, nelkenwürzig und sehr intensiv

Der richtige Umgang mit Gewürzen und Kräutern

Ein intensiver, aromatischer Duft und eine kräftige Farbe sind Frischehinweise bei Kräutern und Gewürzen. Hat man die Wahl, sollte man ganze Stücke in kleinen Mengen den fertigen Gewürzpulvern vorziehen, da die meisten Gewürze Aroma, Würz- und Heilkraft nur dann voll entfalten, wenn man sie erst unmittelbar vor Verwendung mahlt oder im Mörser zerkleinert (Brockhaus, 2008). Gewürze können sehr unterschiedlich zerkleinert werden. Ob klassisch mit dem Messer hacken, mit der Reibe reiben, der Mühle mahlen oder dem Mörser zerstoßen, hängt von der Verwendung ab. Es gilt zu beachten, dass pulverisierte Gewürze schneller den Geschmack verlieren als Gewürze in ihrem Originalzustand und sie daher nicht auf Vorrat zerkleinert werden sollten (Geng/Hess, 2012). Gewürze, die man bereits in Pulverform einkauft, besitzen deutlich weniger gesundheitsfördernde Eigenschaften, vor allem wenn sie länger aufbewahrt werden. Zerkleinerte Gewürze sollten nicht länger als ein Jahr gelagert und verwendet werden (angebrochen maximal sechs Monate), wohingegen ganze Gewürze mehrere Jahre haltbar sind.

Gewürze und getrocknete Kräuter sollten licht- und luftgeschützt an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt werden. (Nicht über dem Herd aufhängen. Die Wärme und Feuchtigkeit dort würde sie schnell verderben lassen.) Nach dem Kauf sollten sie aus den Papier- oder Plastikverpackungen genommen und stattdessen in lichtundurchlässigen, gut verschließbaren Gefäßen aus Keramik, Weißblech, Holz oder Aluminium gelagert werden (Brockhaus, 2008).

Kräuter und Gewürze in der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM)

In der TCM wird folgenden Gewürzen eine wärmende Wirkung zugeschrieben:

  • Cayennepfeffersh_104190407 gewürze  Melpomene klein
  • Chili
  • Curry
  • Essig
  • Fenchelsamen
  • Ingwer (frisch und getrocknet)
  • Kakao
  • Kardamom
  • Knoblauch
  • Koriander
  • Kreuzkümmel
  • Kümmel
  • Mohn
  • Muskat
  • Nelke
  • Paprika
  • Pfeffer
  • Piment
  • Senf
  • Sternanis
  • Tabasco
  • Vanille
  • Wacholderbeere
  • Zimt

Auch frische Kräuter können laut TCM eine wärmende Eigenschaft haben:

  • Basilikum sh_70012870 Volosina klein
  • Beifuß
  • Dill
  • Knoblauch
  • Koriander
  • Liebstöckel
  • Lorbeer
  • Majoran
  • Oregano
  • Petersilie
  • Rosmarin
  • Schnittlauch
  • Thymian

Siehe auch: Wärmende Ernährungsstrategien nach der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM)

Fragen & Kommentare

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  1. Lilly 08.06.2013, 13:49 Uhr

    Toller Artikel für Kräuterliebhaber!