Lunge, eiserne

Um 1920 entwickeltes klinisches Gerät, das die maschinelle Beatmung ermöglichte. Bei der Behandlung mit einer eisernen Lunge liegt der Körper des Patienten bis zum Hals komplett im Inneren eines Hohlzylinders, während der Kopf außen bleibt. Das Gerät schließt am Hals luftdicht ab und erzeugt einen Unterdruck. Dadurch drückt der Umgebungsdruck Außenluft durch Nase und Mund des Patienten in die Lungen. Entsprechend geschieht die Ausatmung durch den Aufbau eines Überdrucks in der Kammer.

Die eiserne Lunge ist seit Einführung moderner Methoden, z. B. der Tracheotomie, nicht mehr notwendig.

(Quelle: Eiserne Lunge, auf: Wikipedia.org, Abrufdatum: Nov. 2014)