Rehabilitationsziele bei Querschnittlähmung

Rehabilitation umfasst den koordinierten Einsatz medizinischer, sozialer, beruflicher, pädagogischer und technischer Maßnahmen sowie Einflussnahmen auf das physische und soziale Umfeld zur Funktionsverbesserung zum Erreichen einer größtmöglichen Eigenaktivität zur weitest gehenden Partizipation in allen Lebensbereichen, damit der Betroffene in seiner Lebensgestaltung so frei wie möglich wird“ (WHO, 1981). Um dies zu erreichen wurden Rehabilitationsziele festgelegt, die in der interdisziplinären Teamarbeit leitend waren.

 

Bild 116678425 copyright Reji, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com

Aus diesem Zeitrahmen stammen die rehabilitativen Zielsetzungen bei Querschnittlähmung anhand der Lähmungshöhen, die 2013 nochmals überarbeitet wurden.

Die Funktionsbereiche wurden unterteilt in persönliche Pflege, Kommunikation und Mobilität, Hilfsmittel sowie Versorgung und Pflegesituation, siehe Download. Das Schema stellt eine allgemeine Orientierungshilfe dar und entbindet nicht von der Notwendigkeit einer individuellen Einschätzung der Gesamtsituation jedes Einzelfalles. Die Ausgangslage für die Einteilung richtet sich nach der Klassifikation der erworbenen Querschnittlähmung nach Lähmungsausmaß (ASIA-Impariment Scale) (ASIA, 1991).

Seit 2001 wird zunehmend mit der Internationalen Klassifikation zur Beschreibung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen Beeinträchtigung sowie der relevanten Umweltfaktoren des Menschen, gearbeitet (ICF = international Classification of Functioning, Disability and Health) (WHO, 2001).

Mit Hilfe dieser Klassifikation kann die aktuelle Funktionsfähigkeit jedes Menschen, oder ihre Beeinträchtigung, beschrieben und klassifiziert werden. Beschrieben wird der Gesundheitszustand und die mit dem Gesundheitszustand verbundenen Zustände. Die ICF „klassifiziert nicht Personen“; die Beschreibung einer Behinderung bezieht sich explizit sowohl auf den Körper einer Person als auch auf die spezifische Situation, z.B. einen bestimmten Arbeitsplatz, den aktuellen Wohnort oder die häusliche Umgebung, wo die funktionalen Behinderungen einer Person stattfinden (ICF, 2005). Die rehabilitativen Zielsetzungen können zur Arbeit mit der ICF Klassifikation hilfreich sein.

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