Sozialverband VDK Deutschland

1950 unter dem Namen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschland“ gegründet, versteht sich der VDK heute als Instanz für soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung. Er vertritt fast 2 Millionen Menschen in ihren politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Anliegen und ist damit der größte Sozialverband Deutschlands.

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Damit ist der Sozialverband VDK Deutschland e.V. der größte Sozialverband Deutschlands. Er finanziert sich über die Beiträge seiner Mitglieder, die je nach Bundesland variieren: In Baden-Württemberg etwa kostet die Mitgliedschaft 72 Euro im Jahr (Stand: April 2019). Die Leistungen hingegen sind für jedes Mitglied gleich:

  • Rechtsberatung

Allen Mitgliedern steht die kostenlosen Beratung in Fragen des Sozialrechts offen. In etwa 400 Geschäftsstellen in ganz Deutschland (nicht am Telefon oder per E-Mail) helfen Fachleute bei dem Ausfüllen von Anträgen, Widersprüchen und Klagen im Sozialrecht. Dazu gehören folgende Rechtsgebiete:

    • ? Gesetzliche Rentenversicherung
    • ? Gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung
    • ? Behinderung, Schwerbehinderung, Teilhabe behinderter Menschen, Gleichstellung behinderter Menschen
    • ? Prävention und Rehabilitation
    • ? Grundsicherung für Arbeitssuchende („Hartz IV“)
    • ? Grundsicherung im Alter
    • ? Soziales Entschädigungsrecht

Der VDK führt immer wieder Musterstreitverfahren, um sozialrechtlichte Fragen von grundsätzlicher Bedeutung klären zu lassen.

  • Politische Interessenvertretung

Wer Mitglied wird, stärkt den Verband in seinen politischen Aktivitäten gegen Sozialabbau und soziale Benachteiligung. In politischen Gremien und Arbeitsgruppen regt der VDK Diskussionen zu konkreten sozialpolitischen Forderungen an, führt Gespräche mit Politikern oder Vertretern von Leistungsträgern wie Renten- oder Krankenversicherungen und verdeutlicht die Position seiner Mitglieder.

  • Berufliche Rehabilitation

Der VDK ist Gesellschafter zweier Berufsförderungswerke: In Nürnberg und Dresden bietet er Qualifizierungsangebote für Erwachsene mit Behinderungen und Menschen, die ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.

  • Selbsthilfe

Eine Reihe von Selbsthilfegruppen ist über den VDK organisiert.

Über seine Mitgliederzeitung informiert der Verband zehnmal im Jahr über Entwicklungen, aktuelle Rechtsprechung oder Aktivitäten der Ortsverbände. Informationen stellt er auch auf seine Internetplattform, wo zum Schwerpunkt „Behinderung“ z. B. Themen wie Inklusion, virtuelle und räumliche Barrierefreiheit oder berufliche Eingliederung behandelt werden sowie aktuelle Broschüren, Bücher, Studien oder Gerichtsurteile.

Weitere Informationen:

www.vdk.de