Alternative Methoden zur Vorbeugung und Heilung von bakteriellen Harnwegsinfekten

Harnwegsinfekte werden gewöhnlich mit Antibiotika behandelt. Wie im Beitrag Harnwegsinfektion: erkennen – behandeln – vorbeugen beschrieben, wird bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen eine Behandlungsdauer von sieben bis zehn Tagen und länger einer einmaligen oder kurzzeitigen Einnahme von Antibiotika vorgezogen. Dies stellt eine nicht unerhebliche Belastung für u. a. die Darmflora des Patienten dar. Es gibt aber auch alternative Behandlungsmethoden.

 

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Carla Bernasocchi lebt seit 34 Jahren mit inkompletter Tetraplegie. Ihre Querschnittlähmung hält sie nicht davon ab, jeden beliebigen Winkel der Erde zu bereisen, Freunde zu gewinnen und Eindrücke und Erkenntnisse zu sammeln. Mit den folgenden Mitteln und Präparaten, die alternativ zur Vorbeugung und Heilung von bakteriellen Harnwegsinfektionen eingesetzt werden können, haben sie selbst und eine kleine Gruppe von Menschen mit der ihren ähnlichen Diagnosen sehr positive Erfahrungen gemacht.

Die Heilkraft von Pflanzen

Die Phytotherapie, d. h. die Pflanzenheilkunde, gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Verschiedene pflanzliche Mittel werden traditionell gegen Erkrankungen der Harnwege eingesetzt und sind uns als Hausmittel überliefert. Kritiker der Phytotherapie bemängeln häufig, dass keine oder nur ungenügend wissenschaftliche Untersuchungen vorliegen, die die Wirksamkeit von pflanzlichen Wirkstoffen belegen; die Erfahrungsberichte sprechen in vielen Fällen für sich.

  • Apfelessig
    Apfelessig ist ein Speiseessig aus Apfelwein. In der Naturheilkunde findet er Anwendung in der Körper- und Mundhygiene und soll als Essigtrunk angewendet für Entgiftung und Entschlackung sorgen. Wie genau Apfelessig wirkt, ist nicht bekannt, doch seine antibakterielle Wirkung wurde in Studien belegt. Bei Harnwegsinfektionen sollen täglich 2 cl Apfelessig mit einem Glas lauwarmem Wasser getrunken helfen.

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  • Bärentraube (Arctostaphylos uva ursi)
    Bild 83644828 copyright bärentraube Madlen, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.comDie Bärentraube ist die bekannteste Kräutermedizin gegen Blasenentzündungen und wurde schon im Mittelalter verwendet. Die in den Blättern enthaltenen Wirkstoffe, Hydrochinon und Methylhydrochinon, wirken stark antibiotisch, wodurch Krankheitserreger erfolgreich bekämpft werden können. Bei einem empfindlichen Magen kann die Einnahme von Bärentraubenblättertee allerdings zu Magenschmerzen und/oder Übelkeit führen (kräuterverzeichnis.de, 2013).

 

  • Bild 101047141 copyright isak55, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.comBirkenblätter (Betula pendula)
    In der Naturheilkunde werden Birkenblätter traditionell gegen Harnwegsinfekte eingesetzt. Sie regen aber auch den Hautstoffwechsel an, weshalb sie in Finnland oft beim Saunabaden verwendet werden. Ihre Hauptinhaltstoffe sind ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, Vitamin C, Harz, Saponine, Flavone und Triterpene. Birkenblätter wirken entzündungshemmend, entwässernd und schmerzlindernd (kräuterverzeichnis.de, 2013).
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  • Cranberry (Vaccinium macrocarpon)
    Bild 109666859 copyright Kati Molin, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com
    Die Cranberry, deutsch: Großfrüchtige Moosbeere oder Kranichbeere, ist das Flaggschiff der phytotherapeutischen Behandlung und Prophylaxe von Harnwegsinfekten. Sie enthält neben den wichtigen Mirkonährstoffen Vitamin C, Zink und Phosphor verschiedene Stoffe (Zitronensäure, Eugenol, Hyperosid, Oleanolsäure, Oxalsäure, Parasorbinsäure, etc.), die sie zu einem extrem basischen Lebensmittel machen (kräuterverzeichnis.de, 2013). Belegt ist, dass Cranberrys der Gehalt an entzündungshemmender Salicylsäure im Urin und Plasma erhöht, zugleich wird durch die Salicylsäure und andere wieder ausgeschiedene organische Säuren der Harn angesäuert, was die Vermehrung von Keimen hemmen kann, erhöhte Flüssigkeitszufuhr führt gleichzeitig zur raschen Ausschwemmung bzw. Verdünnung der Keimkonzentration (Wikipedia, 2013). Ihre Inhaltstoffe können zudem an die Fimbrien von Kolibakterien andocken, wodurch diese daran gehindert werden, sich an die Blasenwände anzuhaften. Stattdessen werden sie mit dem Urin ausgeschwemmt (phytochemicals.info, 2013). Die Cranberry ist eine nahe Verwandte der heimischen Preiselbeere, jedoch nicht mit ihr identisch.
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  • Goldrute (Solidago vigaurea)
    Schon im Mittelalter wurde Goldrute bei Blasen- und Nierenerkrankungen verwendet. Sie enthält Saponin, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide und Bitterstoffe und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie die Harnmenge bei Infektionen der Blasen und/oder der Nieren erhöht (kräuterverzeichnis.de, 2013).
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  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
    Bild 110233037copyright Taiftin, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com
    Heidelbeeren sind reich an Mikronährstoffen, die das Immunsystem und die Körperzellen gegen Bakterien und freie Radikale schützen. Das in ihnen enthaltene Vitamin C wirkt gegen Infektionen, Erkältungen und Stressbelastung. Außerdem enthalten sie Gerbstoffe – vor allem Tannen. Hauptwirkstoff der Heidelbeere aber ist der blaue Farbstoff Anthocyan (auch: Myrtillin), ein natürliches Antibiotikum, das zusätzlich zu seiner keimtötenden Wirkung die Blutgefäße elastisch hält und die Blutbildung unterstützt. Ein Tee aus getrockneten Heidelbeerblättern wird traditionell als Hausmittel bei Blasenschwäche eingesetzt (kräuterverzeichnis.de, 2013).
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  • Ingwer (Zingiber officinale)
    In Ingwer stecken viele wertvolle Wirkstoffe: Vitamine, Mineralien ( Calzium, Kalium, Eisen) und verschiedene ätherische Öle mit den Hauptkomponenten Zingiberen und Zingiberol und die Scharfstoffe Gingerole und Shoagole. Traditionell wird Ingwer gegen Übelkeit, Menstruations- und Verdauungsbeschwerden eingesetzt und auch eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung wird ihm zugeschrieben (kräuterverzeichnis.de, 2013).
    (Siehe: Ingwer – Wohltuende Schärfe)
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  • Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
    Kapuzinerkresse enthält Vitamin C und Senföle. Sowohl die Blätter als auch die Blüten wirken antibiotisch, blutreinigend, pilztötend und schleimlösend. Wegen ihrer harntreibenden und desinfizierenden Eigenschaften kann Kapuzinerkresse gegen Harnwegsinfekte helfen. Hauptsächlich wirkt sie jedoch vor allem gegen Husten, Bronchitis, Hals- und Rachenentzündungen; zudem stärkt sie das Immunsystem (heilkräuter.de, 2014). o
  • Meerrettich (Armoracia rusticana)
    Meerrettich enthält eine Vielzahl an Mikronährstoffen (z. B. Vitamin C, Vitamine B1, B2 und B6, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor) sowie Stoffe mit antibiotischer Wirkung wie Senfölglykoside, Allicin, Flavone und ätherische Öle, aus denen sich Senföle bilden. Wissenschaftlich belegt ist die antimikrobielle und antivirale Wirkung des Meerrettichs; je nach Dosis kann er auch bakteriostatisch bzw. bakterizid wirken. Kombiniert mit Kapuzinerkressenkraut wird die Meerrettichwurzel in der Phytotherapie zur Behandlung von Harnwegs- (und auch Atemwegs-) infekten eingesetzt. Studien belegen das breite antibakterielle Wirkspektrum der Kombination der beiden Pflanzenstoffe gegenüber 13 klinisch relevanten Bakterienstämmen (Wikipedia, 2013).

Meerrettich und Kapuzinerkresse sind die Bestanteile des pflanzlichen (verschreibungspflichtigen) Arzneimittels Angocin, das gegen Bakterien und Viren wirkt und bei Blasenentzündungen und Atemwegsinfekten eingesetzt wird. Wie man das natürliche Antibiotikum aus Kapuzinerkresse und Meerrettich in einer Tinktur anwendet, zeigt die österreichische Heilpraktikerin Karin Reichel hier: Natürliche Antibiotika selbstgemacht (externer Link).
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  • Bild 41539762 copyright Madlen, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.comPreiselbeere (Vaccinium vitis-idaea)
    In Preiselbeeren enthalten sind Arbutin, Phenolglykoside, Gerbstoffe, organische Säuren, Triterpene und die Vitamine A und C. In der Phytotherapie gilt die Preiselbeere als eines der stärksten natürlichen antiseptischen Mittel im Pflanzenreich. Traditionell wird sie zur Behandlung von Verdauungsproblemen eingesetzt. Im Saft der Preiselbeeren sind sieben Prozent Anthocyan enthalten, ein Wirkstoff, der im Darm gegen Krankheitserreger vorgeht, eine beruhigende Wirkung auf den Darm hat und ihn wieder in sein Gleichgewicht bringt (kräuterverzeichnis.de, 2013). Zudem lässt der hohe Gehalt an Anthocyan vermuten, dass der Genuss der Beeren oder des Saftes vor Nieren- und Harnblaseninfektionen schützt, da dieser möglicherweise das Einnisten der Bakterien in der Schleimhaut verhindert (Wikipedia, 2013).
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  • Salbei (Salvia officinalis)
    Hauptverantwortlich für die virenhemmende, pilztötende und antibakterielle Wirkung von Salbei, sind die enthaltenen ätherischen Öle, u.a. Kampfer, Thujon, Salviol, Salven, Pinen, Cineol, Borneol, Salviol, Glutamin, Saponin, Rosmarinsäure und Urolsäure. In der Phytotherapie wird er hauptsächlich zur Behandlung des Mund- und Rachenraums eingesetzt oder auch bei Wechseljahrbeschwerden (kräuterverzeichnis.de, 2013).
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  • Bild 50933179 copyright Yasonya, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.comZwiebel (Allium cepa)
    Zwiebeln enthalten viel Kalium, Calcium, Magnesium und mit 7 Milligramm pro 100 Gramm eine beachtliche Menge Vitamin C. Vermutlich aufgrund der ebenfalls enthaltenen antioxidativen Schwefelverbindungen, wirkt die Zwiebel nachweislich antibakteriell und kann Blutdruck, Blutfette und Blutzucker leicht senken. Auch Blut verflüssigende und antiasthmatische Eigenschaften wurden nachgewiesen (Wikipedia, 2013). In der Phytotherapie wird sie zur Linderung vieler verschiedener Beschwerden eingesetzt, u. a. zur Stärkung des Immunsystems.

 

Carla Bernasocchis Hausmittel

Prophylaxe von Harnwegsinfekten

  • Vitamin C
    Täglich eine Kapsel Vitamin C 500 mg Retard (eine kontinuierliche Freigabe von Vitamin C wird dadurch während 8 – 12 Stunden gewährleistet).
  • Goldruten-Urtinktur
    15 Tropfen Solidago vigaurea D4 2 x pro Tag vor dem Essen – zwei Monate einnehmen, dann ca. drei Wochen absetzen – danach, bei Bedarf mit der Einnahme fortsetzen.
  • Cranberries bzw. Preiselbeeren
    • 1 Tablette Preiselbeer Plus (Nahrungsergänzungsmittel mit Preiselbeer-, Cranberry- und Meerrettichwurzelpulver – ohne Zucker)
    • 1 Löffel getrocknete, ungezuckerte Cranberries als Zugabe im Müsli, Fruchtsalat, Joghurt, etc.
    • Die Zugabe (im Müsli, etc.) von einer Messerspitze getrockneter, pulverisierter Cranberries, ungezuckert, (zu finden im nördlichen Europa, z. B. Finnland, unter dem Namen KARPALO)

Behandlung von Harnwegsinfekten

Säfte, Tinkturen, Tabletten

  • Preiselbeer Plus bis zu 4 Tabletten, über den Tag verteilt.
  • 250 dl Flaschen 100% Preiselbeer-Direktsaft, Bio, ungezuckert. Nicht unverdünnt trinken.
  • 250 dl Flaschen 100% Wald-Heidelbeer-Direktsaft, Bio, ungezuckert. Ebenfalls nicht unverdünnt trinken.
  • Solidago Goldruten-Urtinktur (z.B. von Ceres) 4 Tropfen unter der Zunge halten und unverdünnt schlucken – 4 -5 Mal pro Tag
  • Sabrinin Nieren- und Blasendragées (pflanzliches Mittel aus Bärentrauben-, Birkenblättern und Goldrutenkraut), 2-3 x täglich 2 Dragées mit reichlich Wasser einnehmen. Eine Packung enthält 20 Tabletten. Nach Beendung der Einnahme dieses Packung-Inhaltes, nicht weiterverfahren ohne einen Arzt zu konsultieren.

Tees

Bei Harnwegsinfektion sollte man viel trinken. Neben stillem Mineralwasser kann man verschiedene Tees wählen, die die Heilung unterstützen:

  • Bärentraubenblättertee
  • Ingwertee bzw. Ingwerwasser (siehe: Ingwer – Wohltuende Schärfe)sh_132106709 Kuttelvaserova Stuchelova klein 2
  • Salbeitee
  • Kräutersud
    • 1 Liter kaltes Wasser in einen Topf geben.
    • 1 Bund Petersilie
    • 2 kleine oder 1 große Zwiebel (geschält, grob geschnitten) und
    • 2 Stück Stangensellerie beifügen und zum Kochen bringen
    • Platte auf kleinste Flamme 1 Stunde köcheln lassen
    • Sud warm trinken; jeder Tasse den Saft ½ Zitrone zugeben; Reste z.B. in einer Thermosflasche aufbewahren.

Wickel für den Unterbauch

  • Zwiebelwickel
    Zwiebel fein schneiden, roh belassen oder kurz dämpfen
    In ein Baumwollbrotsäckchen oder Baumwolltuch geben, Seiten zukleben und dann in ein wolliges Tuch wickeln. Päckchen auf den Unterbauch legen. Ca. 1 Stunde wirken lassen.
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  • Kartoffelwickel
    Kartoffeln mit der Schale dämpfen oder kochen, ganz in einen Säckchen geben (siehe oben), verschließen und mit den Fäusten zermalmen. Zusammen mit einem Wolltuch auf dem Unterbauch liegen lassen (es können einige Stunden sein).

Die genannten Produkte sind alternative Hausmittel, die nicht der klassischen Medizin angehören und ohne ärztliche Verordnung in Apotheken und Reformhäusern erhältlich sind. Sie können vorbeugend und heilend bei Blaseninfektionen wirken, jedoch ersetzen sie auf keinen Fall die Beratung durch einen Arzt.

Wenn sich eine bakterielle Harnwegsinfektion innerhalb von vier Tagen nicht bessert oder sobald Fieber auftritt, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Siehe auch: Mit D-Mannose gegen Bakterien in der Blase

Auch interessant: Alternative Methoden für einen besseren Schlaf und Alternative Behandlungsmethoden bei Gelenkschmerzen

Fragen & Kommentare

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  1. Sylvia Thon 18.07.2018, 00:07 Uhr

    Hallo,

    da Bakterien besonders der E-Coli mittlerweile gegen viele Antibiotika resistent geworden ist, kann man natürlich Heilmittel wie oben aufgeführt genauso vergessen. Denn die Bakterien mal einfach ausgedrückt, sich in der Blasenschleimhaut.

    Ein Mittel dagegen könnte sein, Forskolin (ind. Buntnessel) aus der Ayurveda.

    https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/wie-blasenentzuendungen-dauerhaft-verschwinden/

    Bei mir hat es funktioniert, ich war vorher gegen die meisten Antibiotika resistent bezgl. E-Coli. Jetzt reagieren alle Antibiotika wieder auf den E-Coli. Allerdings sollte man aufpassen woher man Forskolin bezieht, viele Ayurvedische Heilmittel sind mit Schadstoffen belastet. Bitte Laborbefund anfordern von der jeweiligen Firma. Besser noch, wie ich sich Ayurvedisch behandeln lassen.

    Und immer nach der Antibiotika am besten ein leichtes Abführmittel wie Leinsamen oder Flohsamen nehmen (geschrotet) und viel trinken dazu ;-), sonst gibt es Verstopfung, und dann nach der Darentleerung den Darm mit Bakterien wieder aufbauen, die fehlen. Das sollte man in einem Labor per Stuhlprobe untersuchen lassen (muss man selbst bezahlen), gibt auch Onineanbieter für Mikroökologie.

    Und die Frauen schön die Vaginalflora wieder aufbauen mit Milchsäurezäpfenchen.

    Falls auch Biofilm in der Scheide vorhanden ist, den auch auflösen.

    Und an evtl. Pilze durch die Antibiotika denken, die in der Scheide, Leiste oder auch im Darm das Gleichgewicht stören, weil sie überhand genommen haben! Besser auch einen Abstrich bei Frauenarzt machen, wenn man schon öfters Antibiotika eingenommen hat!!

    • DQS Admin 18.07.2018, 09:28 Uhr

      Guten Tag Frau Thon, vielen Dank für Ihren Anmerkungen, die wir gerne Kommentieren möchten.

      Sie schreiben dass E.Coli gegen viele Antibiotika resistent geworden ist, das ist korrekt.

      Sie schreiben aber auch, dass die natürlichen Heilmittel vergessen werden können. Das ist nicht der Fall, da diese natürlichen Heilmittel keine Resistenzen bilden können und mit unterschiedlichen Waffen versuchen gegen Bakterien anzukämpfen. Dass Sie nicht immer wirken kann sein, aber die Wirkmechanismen sind bekannt. Unser Erfahrunswissen bestätigt diese Aussage.
      Betreffend Buntnesser liegen uns bis anhin keine Erfahrungswerte vor.

      Ihre Empfehlung nach Antibiotikagabe ein leichtes Abführmittel zu nehmen, ist leicht irreführend. Wenn Sie die Darmflora wieder aufbauen wollen benötigen Sie Probiotika, Bakterien, die die Darmflora stärken und nähren, und Präbiotika, d. h. Ballaststoffe die Probiotika nähren. Die von Ihnen genannten Leinsamen und Flohsamenschalen sind Ballaststoffe, die Flüssigkeit binden und die Peristaltik anregen und im Hinblick auf das Darmmanagement auf jeden Fall empfehlenswert sind.

      Maßnahmen vorzunehmen, die die Vaginalflora betreffen, sollten aber immer im Vorfeld mit einem Gynäkologen besprochen werden.

      Viele Grüße
      Die Redaktion

  2. Sylvia Thone 18.07.2017, 11:55 Uhr

    Was tun, wenn Preiselbeeren/saft in der Blase wie Feuer brennen?

    • Tanja Konrad 18.07.2017, 12:34 Uhr

      Liebe Sylvia,
      Sie könnten versuchen mit kleinen Mengen Cranbrerrysaft zu beginnen und sich an die empfohlene Menge herantasten. Alternativ könnten Sie auch Cranberry-Kapseln einnehmen.
      Falls Sie damit auch Probleme haben, hilft wohl wirklich nur den Saft wegzulassen und zu einer von den anderen beschriebenen Pflanzen zu greifen.
      Viele Grüße
      Tanja Konrad