Prä- und Probiotika für die Verdauung

Prä- und probiotischen Lebensmitteln werden verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. So sollen sie die Abwehrkräfte stärken und die Verdauung regulieren, indem sie z. B. die Milchzuckerverwertung erleichtern und den Erhalt bzw. Aufbau einer normalen, ausgewogenen Darmflora unterstützen (Hamm, 2000).

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Präbiotika sind Lebensmittelbestandteile, die nicht oder nur teilweise verdaulich sind, die sich aber auf die menschliche Gesundheit günstig auswirken, indem sie aktiv das Wachstum und/oder die Aktivität bestimmter Bakterien im Darm fördern (Geng/Hess, 2012). Präbiotika kommen vermehrt in faserstoffreichen, d. h. ballaststoffreichen Lebensmitteln vor. Die beiden am häufigsten vorkommenden Präbiotika sind Oligofruktose und Inulin, beides Ballaststoffe in Gemüse (z. B. Spargel), Früchten (z. B. Bananen) und Getreide (z. B. Weizen) (Brockhaus, 2008). Siehe auch: Ballaststoffe für die Verdauung

Probiotika sind Mikroorganismen, die in ausreichender Menge in aktiver Form in den Darm gelangen und hierbei die Darmflora passiv unterstützen können (Geng/Hess, 2012). Probiotika sind in der Regel besonders robuste Milchsäurebakterein (v. a. Bifiobakterien und Laktobazillen) von denen ein Großteil die Magenpassage überlebt und durch die Produktion von Milch- und z. T. auch Essigsäure ein lebensfeindliches Milieu für Krankheitserreger schaffen. Probiotika kommen oft in milchsauer vergorenen Lebensmitteln vor (z. B. Buttermilch, milchsauer vergorene Gemüsesäfte) (Brockhaus, 2008). Eine Einnahme kann u. U. während einer Antibiotikatherapie – abhängig davon, welches Antibiotikum eingesetzt wird  – von Nutzen für die Darmflora sein (Geng/Hess, 2012). Unter dem Aspekt, dass die Immunabwehr des Körpers zu großen Teilen im Darm stattfindet, kann der Verzehr von prä- und probiotischen Nahrungsmitteln unter Umständen nötig sein (Hamm, 2000).

Siehe auch: 14 Regeln zur Ernährung Querschnittgelähmter

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