„Wheelchairica – Alles inklusiv” – Das barrierefreie Musical

Wie funktioniert Inklusion? Ein Musical macht es vor. In „Wheelchairica – Alles inklusiv“ tanzen 17 Darsteller, 14 von ihnen auf Rädern, über die Bühne und singen und schauspielern, wie eine Besucherin der Premierenvorstellung im November 2013 findet, auf Broadway-Niveau.

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„Wheelchairica – Alles inklusiv“ übersetzt ein Thema in die Kunst, das eigentlich kein einfaches ist: Es geht um das “anders sein” – das, wenn man genau hinsieht, gar nicht so anders ist. Und es geht um Inklusion – die auf der Bühne auch gleich stattfindet und so dem Zuschauer zeigt wie es geht. Unter der Leitung von Julia Heil und Schauspieltrainerin Sonja Pinter tanzen und singen Rollstuhlfahrer und Fußgänger live und gemeinsam; die Choreografien sind aus bekannten Musicals wie „Tanz der Vampire“, „Der Schuh des Manitu“ und „Elisabeth“ adaptiert und Songs von Poplegenden wie z. B. Michael Jackson haben das Zeug dazu, das Publikum mitzureißen.

Aus dem Inhalt

Wheelchairica ist das El Dorado, die isolierte Welt, einer schrillen Gruppe von Rollstuhlfahrern. Fern von Mitleid und Enttäuschungen leben sie hier abgesondert vom Rest der Gesellschaft. Jeder hat seinen Platz gefunden, jeder weiß was er zu tun hat. Alles könnte so schön sein, wenn Professorin Allmacht doch nur bei klarem Verstand wäre. Ist sie aber nicht und daher sprengt sie beim Versuch, einen neuen Superrollstuhl zu entwickeln, versehentlich Wheelchairica in die Luft. Die Protagonisten stehen vor den Trümmern ihrer Existenz und sehen sich der reellen Gefahr gegenüber, sich nun in die Welt der Fußgänger inkludieren zu müssen.

Um das Geld aufzutreiben, das benötigt wird um Wheelchairica wieder aufzubauen, kommen verschiedene Ideen auf – vom Versuch Spenden zu sammeln über Table Dance bis hin zur Kriminalität. Jeder tut was er kann, doch dann kommt es zu einer dramatischen Wendung…

wheelchairica_pressefoto_1Bild copyright wheelchairica.de, 2013 Quelle: PressedownloadsPraxisnahe Inklusion

Für die Chancen und Schwierigkeiten auf dem Weg zur Inklusion nennt „Wheelchairica“ einige Beispiele: Einerseits nehmen RollstuhlfahrerInnen an einer Casting-Show teil oder treten als Table Dancer auf, andererseits werden menschliche Charakterschwächen wie Größenwahn, Egoismus und Korrumpierbarkeit thematisiert. Außerdem wird schnell klar, dass – als einer der Charaktere im Rollstuhl eine Haftstrafe antreten muss – öffentliche Einrichtungen (hier das Gefängnis) nicht zwangsläufig barrierefrei sind. Ergo: Es ist möglich, jeder Situation etwas Positives abzugewinnen.

Termine und Kartenvorverkauf

Die nächste Aufführung ist derzeit (Okt. 2019) noch in Planung.

Karten gibt es hier.

wheelchairica_pressefoto_3 Bild copyright wheelchairica.de, 2013 Quelle: Pressedownloads

Weitere Informationen

Für mehr Informationen zu „Wheelchairica – Alles Inklusiv“ siehe: wheelchairica.de

Wer schon mal reinhören möchte findet hier einen Ausschnitt, der tontechnisch allerdings nicht verspricht was die Live-Show hält.

 

Siehe auch: Wheelchairica – Julia Heil im Gespräch über das Musical, das rockt und rollt

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