Grüne Smoothies für einen gesunden Darm

Wie in Grüne Smoothies – Fit in den Frühling beschrieben, können die grünen Powerdrinks einiges zu Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Der gesamte Organismus profitiert von den reinigenden Inhaltsstoffen smaragdfarbender Pflanzen, denn Chlorophyll und Ballaststoffe und bedeuten vor allem eins: Grünes Licht für gute Darmbakterien.

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Damit die Verdauung optimal funktionieren kann, müssen ausreichend nützliche Bakterien in der Darmflora vorhanden sein, die den Nahrungsbrei aufschließen und die Nährstoffe verwerten können. Fehlen sie, kommt es zu Verdauungsstörungen, d.h. Blähungen, Verstopfungen und Durchfällen. Im ungünstigsten Fall kommt es auch zu entzündlichen Prozessen, bei denen sich die Darmzotten zurückbilden und/oder sich nicht regenerieren können. Diese Darmzotten sind es aber, die dafür verantwortlich sind, dass Nährstoffe aus dem Darm in den Körper überführt werden können. Bei Entzündungen im Darm gelangen Nährstoffe so – wenn überhaupt –nur noch vermindert ins Blut und der Organismus ist unterversorgt. Das Immunsystem (siehe: Das Immunsystem) wird geschwächt – und auch die Krebsgefahr kann sich erhöhen.

Grüne Smoothies: Randvoll mit Chlorophyll.

Grüne Smoothies: Randvoll mit Chlorophyll.

Im Hinblick auf diese Problematik sind grüne Smoothies ein wahrer Jungbrunnen für den Darm, denn sie sind randvoll mit Ballaststoffen und Chlorophyll.

Dreamteam für die Darmgesundheit: Ballaststoffe und Chlorophyll

Grüne Smoothies erzeugen ein alkalisches Milieu im Darm, was dazu führt, dass sich die Darmschleimhaut optimal regenerieren kann. Fäulnisbakterien und Pilzen im Darm wird die Daseinsgrundlage entzogen und gesunde Darmbakterien können sich neu ansiedeln.

Ballaststoffe in der Nahrung binden Wasser und Giftstoffe, beeinflussen die Stuhlkonsistenz und regen Darmtätigkeit und Peristaltik an. Zudem können sie chronischen Entzündungen vorbeugen und senken indirekt (durch das Binden von Gallensäure) den Cholesterinspiegel.

Chlorophyll hat eine stark darmreinigende Wirkung, wirkt bei regelmäßigem Konsum gegen Körper- und Mundgeruch und kann auch den Geruch des Darminhalts positiv beeinflussen. Bei Patienten mit Colostoma (künstlicher Darmausgang) verringert sich durch die Einnahme von Chlorophyll die Geruchsentwicklung und das Auftreten von Blähungen deutlich und kann so zu einer verbesserten Lebensqualität der Betroffenen führen.

Die Rolle der Magensäure

Eine ausreichende Menge an Magensäure spielt eine wichtige Rolle bei der Aufschlüsselung von Proteinen (siehe: Verdauung und der Verdauungstrakt). Wenn diese nur unvollständig in Aminosäuren zerlegt werden können, gelangen sie als Eiweißketten in den Dünn- und Dickdarm, wo sie Gär- und Fäulnisprozesse auslösen, die zu entsprechenden Verdauungsbeschwerden führen. Ein regelmäßiger Konsum von grünen Smoothies kann die Magensäureproduktion optimieren und so die vollständige Zerlegung von Eiweißen begünstigen.

Rezepte zur Damreinigung – wie eine grüne Dusche für Colon und Co.

Das Autorenteam Guth und Hickisch stellen in ihrem Buch „Grüne Smoothies. Die supergesunde Mini-Mahlzeit aus dem Mixer“ einige Rezepte vor, die ihrer Ansicht und Erfahrung nach sehr gut für eine Kur zur Darmsanierung geeignet sind, da sie besonders reich an Chlorophyll sind. In diesen Originalrezepten kommen Lauch- und Kohlsorten vor, die für Querschnittgelähmte nicht uneingeschränkt zu empfehlen sind. Zwar sagen verschiedene Autoren, dass grüne Smoothies keine Blähungen verursachen, da die Zellwände der verwendeten Pflanzen durch das Mixen so aufgeschlossen sind, dass es zu keinen Gärungsprozessen bei der Verdauung kommen kann – andererseits sind die Rezepte nicht unter Berücksichtigung einer neurogenen Darmfunktionsstörung entwickelt und/oder getestet worden. Im Folgenden werden die Originalrezepte genannt. Wer allerdings das Risiko nicht eingehen möchte, ersetzt Kohl und Lauch jeweils mit der entsprechenden Menge Babyspinat oder Petersilie. Auch in diesen Pflanzen ist in beachtlichen Maßen Chlorophyll (wenn auch etwas weniger Ballaststoffe) enthalten.

Darmreinigung Nr. 1: Ananas meets Löwenzahn

Als ob Baby-Ananas nicht schon entzückend genug wäre, verbündet sie sich hier mit Löwenzahn (Vorsicht: Harntreibend!). Wenn die Blätter in den Smoothie gemixt sind, kann man den Drink mit der Löwenzahnblüte dekorieren. Denn das Auge isst – wie gewöhnlich – mit.

  • 1 Baby-Ananas Bild -55222375 copyright Fotofermer, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com
  • 1 cm Ingwer (ungeschält)
  • ½ Zitrone (geschält)
  • 5 Blatt Löwenzahn
  • 10 Blatt Tatsoi
  • 1 EL Hanfsamen (geschält)
  • ½ l Wasser

Ergibt ca. 1,5 Liter

Darmreinigung Nr. 2: So grün, so süß – durch Datteln!

Heidelbeeren, Banane und vor allem Datteln machen diesen grünen Smoothie zu einer ziemlich süßen Angelegenheit. Zum nötigen Pepp, trägt hier der InBild 119624410 copyright Anna Sedneva, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.comgwer bei.

  • 1 Banane
  • 200 g Heidelbeeren
  • 4 Datteln
  • 1 Handvoll Scharbockskraut
  • 6 Wirsingkohlblätter
  • 2 cm Ingwer (ungeschält)
  • ½ l Wasser

Ergibt ca. 1,5 Liter

Darmreinigung Nr. 3: Ballaststoffe in rauen Mengen

Endlich! Flohsamen und Brunnenkresse in einem Cocktail. Die Brennnesselblätter sind, wie der Löwenzahn, harntreibend. Neben dem Darm freut sich über diesen grünen Smoothie also auch die Blase.

  • 2 Äpfel (Stiel und Blume entfernt) Bild 43493854 copyright Juriah Mosin, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com
  • 200 g Brombeeren
  • 2 EL Flohsamen
  • ½ Zitrone (geschält)
  • 1 Handvoll Brennnesselblätter
  • 1 Handvoll Brunnenkresse
  • 5 Blatt Pak Choi
  • ¾ l Wasser

Ergibt ca. 1,5 Liter

Für weitere Rezepte siehe die Publikation „Grüne Smoothies. Die supergesunde Mini-Mahlzeit aus dem Mixer“

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