Para-Eishockey

Para-Eishockey gehört zur Königsklasse der Sportarten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Es gilt auch in diesem Bereich als die mit Abstand schnellste Mannschaftssportart der Welt. Kraft, Ausdauer, Geschwindigkeit und Geschicklichkeit zeichnen diese Sportart aus. Para-Eishockey ist eine paralympische Sportart, die in den 1970er Jahren in den skandinavischen Ländern entstand und mittlerweile in vielen Wintersportnationen gespielt wird. Bei den Paralympischen Winterspielen ist sie ein Publikumsmagnet und füllt Eisstadien.

So geht’s los

In fast jeder Ecke Deutschlands gibt es Vereine, die am aktiven Spielbetrieb teilnehmen. Auskunft über Trainingszeiten und Möglichkeiten des Einstiegs gibt der Fachbereich Para-Eishockey. Die Vereine bieten regelmäßig Schnuppertrainings zum Testen der Sportart an. Leihausrüstungen und Leihschlitten stehen überall zur Verfügung. Auf der (externer Link)  Vereinslandkarte des DRS können Interessierte nach einem passenden Verein in ihrer Nähe suchen. Der DRS freut sich besonders über junge Spieler, diese können spezielle Unterstützung durch einen Förderverein erhalten. Mehr Infos dazu, aber auch Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Club bei den (externer Link) DRS-Ansprechpartnern.

Klassifizierung

Ob Frau oder Mann, jung oder alt, amputiert oder gelähmt, alle sportbegeisterten Menschen mit Einschränkungen in der Beweglichkeit der unteren Gliedmaßen können diesen Sport ausüben. Es gibt keine weitere Klassifizierung. Grundsätzlich kann man bereits im Kindesalter in diesen Sport einsteigen. Jedoch ist der sichere Umgang mit dem Sportgerät Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme daran. Im nationalen Sportbetrieb steht die Inklusion im Vordergrund. Dort sind auch Menschen ohne Behinderung als Mitspieler willkommen und im Spielbetrieb zugelassen. Voraussetzungen sind nur die Freude am Mannschaftssport und der Bewegung. Der Sport für Menschen mit Behinderung trägt nachhaltig dazu bei, die Mobilität zu verbessern und echte Erfolgserlebnisse zu spüren. Diese sind sowohl für die sportliche Komponente als auch für das emotionale und persönliche Empfinden von unschätzbarem Wert. Eine verbesserte Mobilität und das gestärkte Selbstwertgefühl stellen einen unschätzbaren Gewinn für den Alltag dar!

Liga

IIn Deutschland gibt es seit 2000/2001 eine Para-Eishockey-Bundesliga. Ein regelmäßiger Trainingsbetrieb findet heute in Berlin, Dachau, Bremen, Dresden, Hannover, Freiburg, Iserlohn, Niesky und Wiehl statt. In der Ligasaison 2019/20 nahmen insgesamt fünf Teams bzw. Spielgemeinschaften am Ligaspielbetrieb teil. Der aktuelle Deutsche Meister ist die Spielgemeinschaft Dresden/Dachau.

Erfolge

Zu den größten deutschen Erfolgen bei internationalen Wettbewerben zählt die Teilnahme an den Paralympischen Winterspielen 2006 in Turin, bei denen das deutsche Team nur knapp die Bronzemedaille verpasste. Bei den Weltmeisterschaften 2004 in Schweden belegte Deutschland bei seiner ersten WM-Teilnahme den siebten Rang. Bei den erstmals ausgetragenen Europameisterschaften 2005 in Tschechien wurde Deutschland der erste Europameister. Bei der Verteidigung des EM-Titels 2007 scheiterte Deutschland und wurde hinter Norwegen und dem Überraschungszweiten Tschechien Dritter. Bei der WM 2008 in Boston kam das deutsche Team auf Platz 5.

Weitere Informationen

paraicehockey.de
para-eishockey.de
paralympic.org/ice-hockey
facebook.com/paraeishockey
facebook.com/GermanParaIcehockey