Erste Nationale Stiftungsprofessur „Paralympischer Sport“

Die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) hat als erste Hochschule weltweit eine Stiftungsprofessur für paralympischen Sport eingerichtet. Mit Dr. Thomas Abel, einem ausgewiesenen Experten im Behindertensport, wird die Stelle hochkarätig besetzt.

v.l.n.r.: Errol Marklein, Dr. Thomas Abel, Dr. Joachim Breuer, Prof. Dr. Walter Tokarski, Hans Peter Durst, Friedhelm Julius Beucher

v.l.n.r.: Errol Marklein, Dr. Thomas Abel, Dr. Joachim Breuer, Prof. Dr. Walter Tokarski, Hans Peter Durst, Friedhelm Julius Beucher

Schwerpunkt der auf fünf Jahre ausgelegten Stiftungsprofessur wird es sein, durch wissenschaftliche Untersuchungen sportliche Spitzenleistungen zu fördern sowie Studierende der Sportwissenschaft für den Sport von Menschen mit Behinderung zu begeistern und vermehrt Menschen mit einer Behinderung für ein Studium an der Hochschule zu gewinnen. Besetzt wird sie mit dem Sportwissenschaftler Dr. Thomas Abel, der über jahrelange Erfahrung im Behindertensport sowie über wichtige Kontakte in den paralympischen Sport verfügt. In den vergangenen Jahren hat Abel auch im Rahmen der Paralympischen Spiele deut­sche Athletinnen und Athleten wissenschaftlich betreut. „Ich freue mich sehr auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den starken Partnern, die diese Stif­tungsprofessur möglich gemacht haben“, sagt Abel. „In den letzten 15 Jahren meiner Arbeit habe ich sehr davon profitiert, Menschen mit Behinderungen  zu be­gegnen und mit ihnen arbeiten zu dürfen. Ich hoffe, ich werde hier anknüpfen können und mithelfen, Dinge in Bewegung zu setzen, die unserer Gesellschaft gut tun.“

Die Deutsche Sporthochschule (DSHS) Köln ist Deutschlands einzige Sportuniversität, die sich ausschließlich dem Themenfeld Sport und Bewegung in allen Facetten und Formen widmet. Sie vereint qualifizierte Lehre, internationale Forschung und Spitzensport auf höchstem Niveau. Vor diesem Hintergrund war es nahe­liegend, die erste Nationale Stiftungsprofessur „Paralympischer Sport“ an die Deutsche Sporthochschule Köln anzubinden. „Wir sind begeistert, dass die lange Tradition, auf die unsere Hochschule im Bereich des Sports von Men­schen mit Behinderungen zurückblicken kann, in diese Stiftungsprofessur mündet und damit die exponierte Weiterführung der geleisteten Arbeit in Forschung und Lehre möglich wird“, sagt Rektor Prof. Walter Tokarski.

Forschung im Bereich des Leistungssports, um eine optimale Betreuung von nationalen Athletinnen und Athleten zu gewährleisten, wird dabei ebenso ein Schwerpunkt innerhalb der Ausrichtung der Professur sein, wie auch die Schaffung und Weiterführung von Möglichkeiten in der universitären Lehre in allen Studiengängen der Hochschule. Dabei wird es von großer Bedeutung sein, die nahezu 2.000 Studierenden des Lehramts auf inklusive Lehr- und Lernsituationen vorzubereiten; ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, die Stu­dienmöglichkeiten für Menschen mit einer Behinderung an der Hochschule zu verbessern.

„Diese Stiftungsprofessur ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichbehand­lung und letztlich zur Gleichstellung des Behindertensports innerhalb der deutschen Sportbewegung“, sagte der Präsident des Deutschen Behinderten­sportverbands e.V. (DBS), Friedhelm Julius Beucher. „Nicht nur mit ihrer Exis­tenz, sondern auch mit ihrer exzellenten Besetzung wird sie den nationalen Sport maßgeblich beeinflussen und international beispielhaft ausstrahlen.“ Die vom DBS angeregte und vom DBS-Kooperationspartner, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), geförderte Stiftungsprofessur werde dazu „beitragen, den Gedanken der Inklusion im Sport und in allen anderen Sektoren unseres Alltagslebens voranzubringen und zu verankern“, begründete Beucher die Notwendigkeit dieser Institution an der Deutschen Sporthoch­schule. „Sicher wird die Professur auch ein Anreiz für Menschen mit Behinde­rung sein, an der Deutschen Sporthochschule zu studieren, wofür wir werben werden.“

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