Pilze essen und ab in die Sonne

Der Speisepilz scheint bei jedem Wetter ein Tausendsassa zu sein. In der dunklen Jahreszeit, wenn das Sonnenlicht als Quelle wegfällt, versorgt er uns mit Vitamin D; im Sommer hilft er der Haut sich gegen UV-Strahlen zu schützen und unterstützt die Wundheilung bei Sonnenbrand.

Bild 53185147 copyright mangostock,2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com

Wer gerne ein ausgiebiges Sonnenbad nimmt, muss aufpassen, dass er sich keinen Sonnenbrand zuzieht (siehe: Sonnenschutz bei Querschnittlähmung). Und selbst wenn es nicht zum äußersten kommt, bedeutet eine übermäßige UV-Bestrahlung – je nach Hauttyp – Stress für die Haut.

Austernpilze

Austernpilze

Eine ebenso natürliche wie erfolgreiche Maßnahme der Prophylaxe und auch der Behandlung bei sonnengeschädigter Haut ist der Verzehr von Pilzen, da sie als einziges Nahrungsmittel Ergothionein enthalten. Dieser Stoff soll UV-geschädigte Haut reparieren und sie vor schädlichen freien Radikalen schützen. Ergothionein gilt heute als das stärkste und effizienteste Antioxidans. Zwischen 0,4 mg und 2,0 mg sind pro Gramm Trockengewicht in braunen Champignons, Shiitakepilzen, Austernpilzen und Kräuterseitlingen enthalten.

Der häufige Verzehr von Pilzen kann dem Körper aber nicht nur helfen einen Schutz gegen aggressive UV-Strahlen aufzubauen; auch wenn bereits ein Sonnenbrand aufgetreten ist, eilen Pilze zur Hilfe. Mit dem reichlich enthaltenen Vitamin B5 (Pantothensäure). B-Vitamine – und vor allem Vitamin B5 – fördern die Wundheilung. 100 Gramm Pilze decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Zudem bescheinigen Studien u. a. dem Austernpilz eine starke entzündungshemmende Wirkung. Die Heilung des Sonnenbrandes könnte somit beschleunigt werden (GMH, 2014).

Speisepilze und ihre Inhaltstoffe

Champignons

Champignons

Die Speisepilze, die man frisch und getrocknet am häufigsten in unseren Supermärkten findet, sind neben weißen und braunen Champignons (Egerlingen, Portobello) Austernpilze, Shiitakepilze, Seitlinge, Morcheln und die Wildpilze Steinpilze und Pfifferlinge.  Sie alle sind kohlehydrat-, fett- und kalorienarm, enthalten dafür aber viele essenzielle Aminosäuren (Eiweiße) und Ballaststoffe. Zudem sind Pilze reich an B-Vitaminen (B2, Niacin, Folate, Pantothensäure und Biotin) sowie den Vitaminen D2, E und K und warten mit verschiedenen Mineralstoffen, vor allem Kalium, Eisen, Kupfer, Mangan und Zink, auf. Wegen des relativ hohen Puringehalts sollten jedoch Gichtkranke auf einen übermäßigen Verzehr verzichten.

Pilze zubereiten

Pilze sollte man niemals in Wasser waschen. Sie heißen in Österreich nicht umsonst Schwammerl und saugen sich sehr schnell mit Flüssigkeit voll. Besser sollte eventueller Schmutz mit einer Bürste oder einem feuchten Tuch entfernt werden. Ausnahme: Wildpilze, die sehr sandig sind, dürfen kurz im Sieb unter kaltem Wasser abgebraust werden.

Pfifferlinge

Pfifferlinge

Zuchtpilze kann man prinzipiell roh essen; aber die meisten Pilze enthalten schwer verdauliche Eiweiße, die durch das Garen für den Körper einfacher zu verwerten sind. Anbraten sollte man Pilze auf hoher Stufe; zudem sollte man darauf achten, dass nicht zu viele Pilze auf einmal in die Pfanne kommen, da sonst die Gefahr besteht, dass sie Wasser ziehen und damit an Geschmack verlieren.

Pilze würzt man oft nur mit Salz, Butter und geschmacklich wenig aufdringlichen Kräutern (z. B. Petersilie), sie vertragen sich aber auch gut mit Knoblauch, Kreuzkümmel und Zitronensaft.

Ganz besonders lecker und gut geeignet für die Grillsaison sind Pilze übrigens auch. Zu Rezeptbeispielen von pilzgarten.de geht es hier: Pilze vom Grill

Achtung: Pilze sind schwer verdaulich. Menschen mit neurogenen Darmfunktionsstörungen sollten vorsichtig austesten wie viel sie von welcher Sorte vertragen.

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