Kurkuma – Gelbwurz für die Darmgesundheit

Seit 4.000 Jahren findet Kurkuma in den Heiltraditionen von Ayurveda und der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) vielfältige Verwendung. Heute bescheinigen Studien der Wurzel eine entzündungshemmende Wirkung – und auch der Darmgesundheit soll sie zuträglich sein.

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Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist in Südostasien beheimatet. Er trägt wunderschöne Blüten, weshalb Kurkuma auch als Zierpflanze geeignet ist. Als Gewürz – mit dem charakteristischen bitter-scharfen Geschmack – wird allerdings die Wurzel (Rhizom) verwendet. Wenn man sie aufschneidet, zeigt sich ihre intensive gelb-orangene Farbe, die beim Trocknen nur wenig verblasst.

Dem Gewürz Kurkuma (auch: Gelb-/ Safranwurz) wird in der Naturheilkunde bzw. den östlichen Heiltraditionen, z. B. Ayurveda oder der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM), eine hohe Heilkraft zugeschrieben.

Als nachgewiesen gilt, dass der in Kurkuma enthaltene Stoff Curcumin eine stark entzündungshemmende Wirkung hat, weshalb er in den Fokus der Krebsforschung geraten ist. Zudem wirkt Curcumin als Antioxidiant und könnte den Knochenabbau mindern sowie den Fett- und Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen.

Kurkuma für die Verdauung

Für Menschen mit Verdauungsproblemen ist Kurkuma wegen seiner wohltuenden Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt interessant.

  • Er hilft bei Druck und Schmerz im Oberbauch
  • Schafft Linderung bei Völlegefühl, saurem Aufstoßen und Sodbrennen
  • Hilft bei Blähungen, die auf gestörter Fettverdauung beruhen
  • Sorgt für eine bessere Fettverdauung
  • Wirkt beruhigend und krampflösend auf die Magen- und Darmmuskulatur
  • Wirkt stark antientzündlich
  • Regt den Gallenfluss an

Kurkuma-Tee

Bei akuten Beschwerden kann aus ca. 1,5 cm der Kurkumawurzel oder ½ TL gemahlenem Kurkuma und 150 ml siedendem Wasser ein Tee zubereitet werden. Nach 5 Minuten (bei Verwendung von Pulver) bzw. 15 Minuten (bei Verwendung der Wurzel) wird der Sud abgegossen und schluckweise getrunken. Zur Daueranwendung ohne Rücksprache mit dem Arzt ist die Einnahme von Kurkuma-Tee nicht geeignet; Schwangere und Personen mit Erkrankungen der Gallenblase müssen komplett verzichten.

Da Curcumin schwer wasserlöslich ist, wird es im Magen-Darm-Trakt nur in geringem Maß absorbiert. Durch Erhitzen und/oder Auflösen in Öl wird die Bioverfügbarkeit von in Lebensmitteln enthaltenem Curcumin erhöht. Kurkuma in gekochten, nach indischen Rezepten zubereiteten Speisen zu sich zu nehmen (der erste Schritt in indischen Rezepten besteht fast immer im Rösten der Gewürze in Öl oder Ghee), macht also großen Sinn. Und dies umso mehr, wenn Kurkuma in Topf und Teller auf schwarzen Pfeffer trifft, der die Bioverfügbarkeit des Curcumins erhöht, oder auf einen – ebenfalls der Verdauung zuträglichen – Verwandten: den Ingwer (siehe: Ingwer – Wohltuende Schärfe).

Siehe auch: Kräuter und Gewürze

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