Behindertensportler des Jahres 2014

Anna Schaffelhuber (Paralympicsiegerin im Ski-Alpin), Markus Rehm (Deutscher Meister im Weitsprung) und die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen wurden als Behindertensportler des Jahres 2014 geehrt.

Bild DBS copyright Andreas Joneck, 2014 Quelle: Pressedownload DBS http://www.dbs-npc.de/presse-bildergalerien.html

Monoski-Fahrerin Anna Schaffelhuber nahm die Auszeichnung zur Behindertensportlerin des Jahres zuvor schon zweimal entgegen und kommentiert diesen sensationellen Erfolg mit den Worten: „Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass ich heute zum dritten Mal Behindertensportlerin des Jahres geworden bin und möchte mich bei allen Fans bedanken, die mich gewählt haben.“

  • 2011 konnte sich Schaffelhuber erstmals über den Titel freuen, nachdem sie bei der Alpin-WM in Sestriere dreimal Gold gewann.
  • 2013 holte die heute 21-Jährige bei der Weltmeisterschaft in La Molina (Spanien) Gold im Slalom sowie zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen.
  • 2014 gewann sie bei den Paralympischen Winterspielen in Sotschi in den alpinen Skiwettbewerben gleich fünf Goldmedaillen: im Slalom, im Riesenslalom, im Super-G, in der Abfahrt und in der Superkombination.

Schon im Alter von fünf Jahren hat sich Schaffelhuber das erste Mal auf einen Monoski gesetzt und mit 17 erstmals olympische Bronze geholt. Sport war früh für die von Geburt an inkomplett Querschnittgelähmte ein wesentlicher Teil ihres Lebens, die Familie unterstützte sie in jeder Beziehung. „Seit ich klein bin will und mache ich alles irgendwie genauso wie meine Mitmenschen – nur hin und wieder auf andere Art. Wie das Skifahren“, erklärt Anna Schaffelhuber, „auf dem Ski fühle ich mich unabhängig und beflügelt, und dieses Gefühl möchte ich mir noch lange bewahren“.

Die Wahl zum Behindertensportler des Jahres ist für Leichtathlet Markus Rehm die Krönung eines erfolgreichen Jahres: „Ich freue mich, dass ein für mich herausragendes Jahr 2014 mit dem Titel des Behindertensportlers des Jahres gekrönt wird und danke allen, die mich gewählt haben. Auch diesen Titel werde ich nutzen, um meinen Beitrag zum inklusiven Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Sport und in der Gesellschaft weiter voranzubringen.“

Rehm trat 2014 bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften gegen die nicht behinderten Sportler an und gewann mit einer sensationellen Weite von 8,24 Metern. Damit verbesserte er zudem seinen eigenen paralympischen Weltrekord um 29 Zentimeter und sprang als erster paralympischer Athlet über acht Meter. Weil er vom Deutschen Leichtathletik-Verband aber nicht für die Europameisterschaften nominiert wurde, löste er eine bis heute andauernde Diskussion aus und rückte die Inklusion in das Licht der Öffentlichkeit.

Zum Team des Jahres 2014 wurde die Damennationalmannschaft im Rollstuhlbasketball gewählt, die bei den Weltmeisterschaften in Toronto im Finale nur knapp den Gastgebern unterlag und Silber holte.

„Wir sind in der Weltspitze mit dabei, und ich blicke alles in allem auf eine tolle Saison zuru?ck“, bilanzierte Trainer Holger Glinicki. Das erfolgreiche Team in Kanada bildeten Mareike Adermann, Annabel Breuer, Annegrit Briessmann, Linda Dahle, Laura Fürst, Simone Kues, Maya Lindholm, Marina Mohnen, Edina Müller, Gesche Schünemann, Johanna Welin und Annika Zeyen. Unterstützt wurden sie von Bundestrainer Nicolai Zeltinger, Physiotherapeutin Angelika Jacobi, Mechaniker Timo Bauer und Teamarzt Dr. Jürgen Völpel zur Mannschaft.