Von A nach B: Apps fürs Beet

2015 scheint es kein Hobby unter der Sonne zu geben, für das nicht Smartphone-Apps zur  Verfügung stehen. Auch für Freizeitgärtner gibt es ein paar Applikationen, die z. B. mit Gießplänen, Tipps zur Pflanzenauswahl und Beetgestaltung oder Vorschlägen zum Troubleshooting echte Hilfen sein können.

Bild 55674310 Copyright digitalreflections, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com

Apps helfen an allen Ecken und Enden. Auch für den barrierefreien Garten können sie hilfreich sein, wenn es um die Gartengestaltung oder um das Säen, Pflegen und Ernten geht. Auch erste Hilfe  bei Krankheiten und Schädlingsbefall wird geboten; somit könnte nicht nur für Greenhorns, sondern auch für alte Hasen im Garten etwas Nützliches dabei sein.

Apps für Hobbygärtner

  • Garten Kalender

Vor allem Anfängern erleichtert diese App die Gartenplanung rund ums Jahr. Der Kalender zeigt Monat für Monat die passenden Pflanzen mit Aussaatzeitpunkt und gibt wertvolle Tipps zu deren Pflege. Im Tipps-Bereich werden allgemeine Hilfestellungen zu verschiedenen Themen rund um den Garten gegeben, z. B. zu Rasen, Bäumen, Sträuchern, Rosen, Zwiebeln, Obst und sogar Küchenkräutern.

Der Newsbereich bietet Nachrichten aus verschiedenen Quellen und liefert so Neuigkeiten rund um Pflanzen und deren Pflege.

Kosten*: 0,89 Euro

 

  • Gartenquelle

Diese App bietet ausführliche Informationen und Beschreibungen zu über 900 Pflanzen  aus dem Garten- und Hausbereich. Diese können in den „Mein Garten“-Tab übernommen werden, was hilft den Überblick über die eigenen Pflanzen zu behalten. Die Pflanzenbeschreibungen erklären auch, wann die Pflanze welche Phase erreicht hat und was man dann tun sollte, z. B. wann es Zeit zum pikieren oder ernten ist.

In der App werden auch Balkon-Gärten und Gärten mit thematischen Schwerpunkten, z. B. Kräutergärten unterschieden. Ein zusätzlicher Nutzen für versierte Gärtner: Über ein Formular können nicht aufgeführte Pflanzen für eine Aufnahme in die App vorgeschlagen werden.

Kosten: 1,79 Euro

 

  • Gemüsegärtner

Diese App bietet eine nützliche Orientierung für alle, die auf dem Balkon oder im Beet Gemüse anbauen. Neben Tipps zu Aussaat, Anbau und Dünger liefert die Anwendung eine grafische Übersicht des Anbauzyklus. Es wird Schritt für Schritt erklärt, wann es Zeit für Anzucht bzw. Ernte von verschiedenen Gemüsesorten ist. Farbige Balken verraten, in welchen Monaten man am besten zu Hause anzüchtet und wann das Ergebnis ins Freie verpflanzt werden muss. Außerdem bietet die App detaillierte Informationen zu Pflege, Licht- und Wasserbedarf sowie den häufigsten Schädlingen. Für einen Teil der Gemüsesorten steht der komplette Funktionsumfang des Programms kostenlos zur Verfügung.

Kosten: kostenlos erhältlich / Die Vollversion kostet 2,69 Euro

 

  • Homegrown

Zur Erntezeit kommt diese App gerade recht, denn mit ihr kann man vom Smartphone aus über das geerntete Obst und Gemüse Buch führen. Damit dokumentiert man nicht nur, auf was man mit Recht stolz sein kann, sondern schafft auch eine Grundlage, um die nächste Saison und Ernte effektiver planen zu können. Mit den Daten im Erntetagebuch kann z. B. vermieden werden von einer Sorte zu einer bestimmten Zeit zu viel oder zu wenig anzubauen.

Kosten: kostenlos erhältlich

 

  • Mein Garten

„Gartenarbeit leichtgemacht!“ ist das Versprechen der App „Mein Garten“. Für jeden Zeitpunkt im Jahr bietet diese App Infos zu den im Garten durchzuführenden Arbeiten inkl. konkreter Hilfestellungen zu deren Durchführung. Auch für die Bepflanzung eines Balkons gibt diese App zahlreiche Tipps. Zu jedem Gartenmonat werden verschiedene Pflanzen portraitiert.

Für verschiedene Spezialthemen wie Gartengestaltung, Pflanzenschnitt und Baumpflanzung bietet die App auch Videos.

Kosten: 3,59 Euro

 

  • Pflanzen Doc

Der PflanzenDoc zeigt die gängigsten Gartenpflanzen (inkl. Bild, Beschreibung und Infos zur Pflanze). Detaillierte Schadbilder zeigen, welche Krankheit oder welchen Schädlingsbefall die Pflanze haben könnte. Mögliche Ursachen und Gegenmaßnahmen werden angezeigt (auf die chemische Keule wird meist – aber nicht immer – verzichtet).

Geboten werden zudem Erläuterungen über Schädlinge, die Hinweise darauf geben, ob der aktuelle Befall nur eine optische Störung ist oder eine ernstzunehmende Gefahr für die Pflanze darstellt.

Zusätzlich gibt es Pflegetipps für jede Pflanze, z. B. Lichtbedarf, optimale Temperatur, Anforderungen an Boden, Standort und Wasserbedarf und ob bzw. wann gedüngt werden sollte.

Kosten: kostenlos erhältlich

 

  • Stauden-Ratgeber

Die App richtet sich an Menschen mit einem größeren Garten und umfasst knapp 1.500 Sorten mit Bildern und umfassenden Beschreibungen. Neben der Suche nach deutschem und botanischem Namen, Blütefarbe, Blütezeit, Blattfarbe, Höhe und Standort wird die Möglichkeit geboten, nach 21 verschiedenen Verwendungsbereichen zu suchen. Dies ermöglicht z.B. das Auffinden von pflegeleichten, kaninchenresistenten oder trittfesten Stauden.

Zusätzlich bietet die App durch GPS-Ortung die Möglichkeit, sich Gartencenter in seiner Umgebung anzeigen zu lassen.

Kosten: kostenlos erhältlich

 

  • Waterbot

Die ultimative App für alle, die es schaffen sogar Kakteen vertrocknen zu lassen. Waterbot erstellt einen individuellen Gießplan für Zimmer- und/oder Balkonpflanzen und natürlich auch für das Tischbeet, was die Überlebenschancen von Blumen und Gemüsepflanzen erheblich erhöht.

Kosten: kostenlos erhältlich

 

Weiter Apps für den Garten

Eine detaillierte Auflistung mit weiteren Apps für Garten- und Naturfreunde bietet das Portal Hortipendium.de unter Hortipendium: Gartenbau Apps. Von einer Bienen App, die erklärt welche Pflanzen besonders bienenfreundlich sind, ist hier über weitere Garten-Doktor-Apps und Anbieter-Hilfen bis zu Applikationen zum Bestimmen von Wildkräutern (d. h. Unkräutern) und Beeren alles zu finden, was helfen kann aus einem ganz normalen Daumen einen grünen zu machen.

Siehe auch: Der barrierefreie Garten

 

*Alle Preise Stand März 2015.

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