Zusammenhang zwischen finanziellen Problemen und schlechter Gesundheit bei Querschnittlähmung

Im Jahr 2014 wurden Daten aus der Swiss Spinal Cord Injury Cohort Study (SwiSCI) zum Thema „Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Lebensverhältnissen und Gesundheit bei Menschen mit Querschnittlähmung“ veröffentlicht. Diese Daten wurden 2012 in Form einer Umfrage erhoben. 

Bild 86554282 Copyright Denis Vrublevski, 2013 Mit Genehmigung von Shutterstock.com

An dieser Umfrage nahmen über 1.500 Personen teil. Die Auswertung der Befragung zeigt einen starken Zusammenhang zwischen der subjektiven Einschätzung von finanziellen Schwierigkeiten und allen Indikatoren für Gesundheit.

Personen mit Querschnittlähmung, die ihre finanzielle Situation als problematisch einstuften, berichteten vermehrt von Begleiterkrankungen, Schmerzen, einer eingeschränkten Teilhabe an sozialen Aktivitäten, einer schlechteren psychischen Gesundheit und einer geringeren Lebensqualität. Personen, die ihre finanzielle Situation als unproblematisch betrachteten, schätzten die genannten Faktoren als besser bzw. weniger belastend ein.

Demgegenüber steht die Erkenntnis, dass kein Zusammenhang zwischen Bildung, Einkommen und der Entstehung von Gesundheit oder Krankheit gefunden wurde. Demzufolge, so die Studie, sei die Gesundheit von Betroffenen zwar abhängig von der persönlichen Einschätzung der finanziellen Situation, stehe aber in keinem direkten Zusammenhang mit dem Indikator Einkommen. Dies scheine einzigartig für die Gruppe querschnittgelähmter Personen zu sein, denn für die generelle Bevölkerung gelte das Gegenteil.

Eine Zusammenfassung der Studie und ihrer Ergebnisse ist auf der SwiSCI Webseite veröffentlicht.

Siehe: Können finanzielle Probleme zu einer schlechteren Gesundheit führen? Zum Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Lebensverhältnissen und Gesundheit bei Menschen mit Querschnittlähmung

Über SwiSCI

Die Swiss Spinal Cord Injury Cohort Study (SwiSCI) ist die größte ganzheitliche Studie für Personen mit Rückenmarksverletzungen in der Schweiz. Mit dem Beginn der ersten Umfrage im Jahr 2011 erfasste SwiSCI bislang umfassende Daten von ca. 2.000 Personen. Diese wertvollen Informationen bringen neue Erkenntnisse über die Lebenssituation, Gesundheit und Lebensqualität von rückenmarksverletzten Personen in der Schweiz.

Für mehr Informationen siehe: SwiSCI

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