Kofferpacken für die Reha

Gelegentlich erreichen die Redaktion Anfragen, was bei einem Aufenthalt in einer Reha-Klinik zu beachten sei und wie man gut gerüstet in das starte, was früher „Kur“ hieß. In der Regel beantwortet jede Klinik diese Frage mit einer eigenen Checkliste. Hier ein Überblick über Rüstzeug, das fast immer passt.    Bild 110197463 Copyright Tang Yan Song, 2013. Mit Genbehmigung von Shutterstock.com

Bei einem geplanten Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik, z. B. beim Auftreten von Komplikationen oder Folgeerscheinungen einer Querschnittlähmung, sind manche Unterlagen und andere Dinge unverzichtbar, andere machen einfach die Zeit angenehmer.

Unterlagen für die Aufnahme

  • Personalausweis
  • ärztliche Einweisung
  • Gültige Krankenversicherungskarte bei Kassenpatienten (wenn vorhanden Zuzahlungsbefreiung) bzw. Klinikcard bei Privatpatienten oder bei privater Zusatzversicherung

Für den Arzt

  • Arztberichte/Untersuchungsbefunde/Laborwerte

Wenn vorhanden:

  • Röntgenbilder/Röntgen-Pass
  • Einnahmeplan für Medikamente*
  • Impfausweis
  • Allergie-Pass

Außerdem:

  • Eigene Medikamente für 2-3 Tage
  • Vorhandene Hilfsmittel (Rollstuhl, Rollator, Gehstöcke, Bandagen, orthopädische Schuhe, Strumpfanziehhilfe, Inkontinenzhilfen etc.)
  • Ggf. Lagerungskissen (abklären, ob in der Klinik vorhanden)
  • Geld für persönliche Ausgaben
  • Agenda mit persönlichen Adressen und Telefonnummern

Kleidung

  • sh_303682502_kzenon_kleinNachtwäsche
  • Unterwäsche
  • Strümpfe / Socken
  • Ausreichende bequeme Oberbekleidung
  • Ausreichende bequeme Unterbekleidung
  • Jacke, Regenjacke, ggf. Schlupfsack/Rollstuhldecke
  • Im Winter: Mütze, Schal, Handschuhe
  • Badesachen, ggf. Badeschuhe, Bademantel
  • Sportbekleidung, ggf. Turnschuhe
  • Ggf. Schuhe, Hausschuhe
  • Je nach Klinik: 2 Badetücher

Kosmetik und Körperpflege

  • Zahnbürste / Zahnpasta
  • Seife, Haarshampoo, Duschzeug
  • Haarbürste/Kamm, Haartrockner
  • Rasierzeug
  • Gesichtscreme
  • Deo
  • evtl. Sonnencreme, Lippenpflegestift

Sonstiges

Die meisten Kliniken weisen darauf hin, dass Wertgegenstände, Sparbücher oder höhere Geldbeträge besser zuhause bleiben. Einige stellen auch einen Safe zur Verfügung.

Ob es Möglichkeiten zum Wäschewaschen gibt (ggf. Service gegen Aufpreis), sollte mit der jeweiligen Klinik vorab geklärt werden. Handtücher und Waschlappen werden in der Regel gestellt.

Werden Inkontinenzhilfsmittel benötigt, sollte auch hier besprochen werden, ob die gewünschten Produkte von der Klinik besorgt oder selbst mitgebracht werden müssen.

Für Briefmarken, Zeitschriften, Süßkram und das Nötigste für den täglichen Gebrauch sorgt ansonsten meist auch der obligatorische Klinik-Kiosk.

 

Siehe auch: Kliniken zur Behandlung von Querschnittlähmungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

* Bei Medikamenten die die Blutgerinnung beeinflussen, müssen diese vor einem geplanten invasiven Eingriff (Operation, Myelografie usw.) nach Rücksprache mit dem Hausarzt ab- bzw. umgesetzt werden. Folgende Medikamente gehören u.a. dazu:

  • Durchblutungsförderer (Plavix, Iscover, Trental, Tiklyd)
  • Acetylsalicylsäure (Aspirin, ASS, Thomapyrin, Aggrenox)
  • Marcumar
  • Felden, Mobec
  • Cumarin, Knoblauch (Kwai), Ginko (Tebonin), Ginseng, Johanniskraut
  • Metformin (Siofor, Glucophage)

(Checkliste Werner-Wicker-Klinik, 2016)

 

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