Zukunftstrends: Robotik und Menschen mit Behinderung

Eine Schweizer Studie beschäftigt sich mit den Entwicklungen im Bereich der Robotik und welche Bedeutungen diese für die Behandlung und Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen haben können. Für die Zukunft könnte gelten: I, Robot.

Robotik und digitale Innovationen sind es, die heutzutage dabei helfen sollen, Menschen mit Behinderung eine verbesserte Teilhabe zu ermöglichen. Einfache Gehhilfen und Prothesen müssen sich Konkurrenz aus dem Bereich der Exoskelette und der intelligenten Prothesen stellen, ebenso wie der neuartigen Technologien wie Retina-Implantaten oder Virtual Reality.

Zu diesem Thema werden auf Der-Querschnitt.de in der Kategorie Hilfsmittel verschiedene Hilfsmittel aus dem Bereich der Robotik vorgestellt, die Querschnittgelähmten helfen können. Paradebeispiele sind natürlich die Exoskelette (siehe: Exoskelette – Schritte in die Zukunft) oder gesteuerte Arme (siehe: Sieben Greifhilfesysteme für Tetraplegiker). In der Kategorie Forschung & Entwicklung gibt es z. B. die Beiträge Gehfähigkeit mit Gehirn- und Rückenmarksimplantat wiederhergestellt, Das Bionische Rückgrat und Neuro-Bypass für Tetraplegiker.

Aber damit sind die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft, wie die Schweizer Studie „Robotik und Behinderung“ zeigt.

Die Studie „Robotik und Behinderungen – Wie Maschinen morgen Menschen helfen“ wurde vom Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) im Auftrag der Stiftung Cerebral durchgeführt. Sie entwickelt neue Ideen, wie Technologien das Leben von Menschen mit Behinderung in Zukunft prägen könnten und zeigt, welche gesellschaftlichen, technischen und ethischen Probleme durch die vermehrte Nutzung von Robotik auftauchen. Die Autoren stellen die These auf, dass die „anstehende Robotisierung unseres Lebens auch Menschen mit Behinderungen betrifft. Haushalts-Roboter, Prothesen aus dem 3-D-Drucker oder in den Körper integrierte Nanobots werden das Leben mit Behinderung tiefgreifend verändern. Technologie wird eine immer wichtigere Rolle spielen – und neue Fragen aufwerfen.“

Die Möglichkeiten von heutigen und zukünftigen Robotik-Anwendungen wurden in Zusammenarbeit mit dem «Sensory-Motor Systems Lab» der ETH Zürich erarbeitet. Daneben wurden qualitative Interviews mit Anwendern sowie mit deren Umfeld durchgeführt.

Aus dem Inhalt

Die Studie gliedert sich in drei Teile:

Teil 1 präsentiert eine Übersicht aktueller Technologien und individuelle Hilfsmittel

  • Mobilität und physische Interaktion
  • Wahrnehmung
  • Steuerung/Kommunikation
  • Psyche
  • Monitoring
  • Physiologie
  • Der Weg zum Supermenschen?
  • Das Ende von Behinderungen?

Teil 2 diskutiert, wie Umweltbarrieren durch Technologie abgebaut werden können

  • Barrierefreiheit für Maschinen
  • Virtual Reality – Barrierefreiheit in der Maschine
  • Mainstream statt “behinderter” Technologie
  • 3D-Druck & Vernetzung

Teil 3 zeigt, wie sich technologische Neuerungen auf die Gesellschaft auswirken

  • Hohe Erwartungen (von Individuum und Gesellschaft)
  • Zugänglichkeit
  • Inklusion
  • Stereotype Content Model (Gastbeitrag von Prof. Dr. Bertolt Meyer)

Zum Nachlesen

Die Studie

  • Robotik und Behinderungen – Wie Maschinen morgen Menschen helfen
  • Von: Jakub Samochowiec, Angela Schmidt

ist als pdf Datei unter folgendem Link erhältlich: „Robotik und Behinderung“

Der Download der Studie ist kostenfrei, doch ist eine Registrierung notwendig, die ein Abonnement des Newsletters der Stiftung Cerebral zwingend erfordert.

Siehe auch: Der Cybathlon – Bionische Spiele und Das war der Cybathlon 2016 und Globaler Contest: Wegweisende Technologien für Querschnittgelähmte