Exoskelett Phoenix – Schmaler, leichter, schneller.

Die Welt der Exoskelette ist einem ständigen Wandel unterworfen und die sperrigen Modelle, mit denen alles anfing, gehören längst der Vergangenheit an. Das neue Exoskelett Phoenix ist leichter, schmaler und schneller als alle seine Vorgänger.

Exoskelette haben einen sichtbaren Weg hinter sich. Die ehemals sperrigen Techno-Hosen haben sich innerhalb weniger Jahre zu schmalen, schlanken Konstruktionen entwickelt, die zwar noch nicht ganz unter der Kleidung platzfinden, doch immerhin das Sitzen in Rollstühlen oder Autos zulassen.

Eines der derzeit (März 2017) leichtesten und schnellsten Modelle ist das Exoskelett Phoenix, das 2016 auf den Markt kam. Durch Motoren an Hüfte und Knien gewährleistet es einen sicheren Stand und größtmögliche Reichweite beim Gehen.

Wie bei anderen Exoskeletten auch, braucht ein Nutzer des Phoenix‘ zwei Gehstöcke um beim Gehen die Balance zu halten. Zudem sind auch hier Oberkörperkontrolle und ausreichend Kraft in Händen und Armen notwendig. Für weitere Voraussetzungen zur Nutzung von Exoskeletten, die Ausschlusskriterien sowie Risiken siehe: Exoskelette – Schritte in die Zukunft.

Was das Phoenix-Exoskelett kann:

  • Im Unterschied zu anderen Exoskeletten ist das Phoenix modular aufgebaut, d. h. Nutzer können es leichter selbständig an- und ablegen.
  • Über ein intuitives Interface sind das Hinsetzen, Aufstehen und Gehen einfach zu steuern.
  • Das Phoenix Exoskelett wiegt nur 12,25 kg.
  • Nutzern ist es gelungen eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 1,8 km/h zu erreichen. Diese Höchstgeschwindigkeit hängt allerdings von individuellen Voraussetzungen und Übung ab. (Das ReWalk ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von ca. 2,6 km/h schneller – aber auch hier ist das Übungssache. Siehe: Exoskelett ReWalk: Die neue Generation)
  • Mit voll aufgeladener Batterie kann man vier Stunden am Stück laufen oder acht mit Unterbrechungen. Einen Arbeitstag kriegt man damit immer noch nicht geregelt ohne zwischendurch aufladen zu müssen, aber es ist schon mal eine Verbesserung gegenüber den Vorgängermodellen.
  • Wie bei den meisten neuen Modellen, entfällt die Rucksackkomponente, die den Antrieb beinhaltet, und Nutzer können sich mit dem Phoenix auch in den Rollstuhl, ins Auto oder auf sonstige Sitzmöbel setzen.

Kosten

Ein Phoenix Exoskelett kostet 40.000 US$ (ca. 38.000 Euro) zzgl. MwSt. (Stand: März 2017). Dafür dass es nach wie vor den Rollstuhl nicht überall ersetzen kann, ist das ein stolzer Preis.

Das Phoenix wird zwar in den USA hergestellt, doch um es zu kaufen oder evtl. eine Proberunde damit zu laufen, muss man nicht ganz so weit fahren. Der italienische Vertreter Meccanica per I’Elettronica e Servomeccanismi s.p.a. (MES) regelt den Verkauf in Europa. Zur Händlerseite (in italienischer und englischer Sprache) geht es hier: www.mesroma.it http://www.mesroma.it/eng/index.html

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