Forschungspreis der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung geht an Heidelberger Team

Am 31. März 2017 führt der 15-jährige querschnittgelähmte Pianist Alberto Mancarella aus Los Angeles erstmals eine in Heidelberg entwickelte Funkbeißschiene zur Steuerung des Flügelpedals vor.

Privatdozent Dr. Michael Akbar, Leiter des Wirbelsäulenzentrums am Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie des Universitätsklinikums Heidelberg, wird von der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) mit dem Forschungs-Förderpreis ausgezeichnet. Prämiert werden seine wegweisenden Arbeiten zur Belastung des Schulterbereiches Querschnittgelähmter, die auf den Rollstuhl angewiesen sind. Die Ergebnisse geben wichtige Impulse für zukünftige physiotherapeutische Maßnahmen und tragen damit maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität Querschnittgelähmter bei.

Siehe auch: Rollstuhlfahrer haben drastisch erhöhtes Risiko für Schulterverletzungen

Bereits 2008 erhielt ein Forscher des Heidelberger Querschnittzentrums den Forschungspreis der DSQ, und zwar Dr.-Ing. Rüdiger Rupp, Leiter der Sektion Experimentelle Neurorehabilitation, für seine Entwicklung einer Funkbeißschiene, die querschnittgelähmten Flügelspielern die Bedienung des rechten Fußpedals mit Hilfe der Zunge erlaubt. Viele Musikstücke können nur mit Pedal gespielt werden. Für den 15-jährigen Alberto Mancarella aus Los Angeles wird dank dieser Entwicklung bei der Preisverleihung ein Herzenswunsch in Erfüllung gehen: Der Teenager, der trotz Querschnittlähmung eine stipendien-unterstützte Ausbildung zum Pianisten an einer renommierten Musikschule in L.A. absolviert, wird erstmals vor Publikum mit seiner eigens für ihn in Heidelberg angefertigten Beißschiene spielen. Dank einer Privatspende erhält Alberto Schiene und Motor als Geschenk – was es ihm ermöglichen wird, seine Musikausbildung fortzusetzen.

Siehe auch: Fußheberschiene für querschnittgelähmten Pianisten

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