Infoblatt: Neun Schritte zu individuell angepassten Hilfsmitteln in der Schule

Was ist zu tun, wenn ein Kind mit Handicap die Regelschule besucht? Die Internationale Fördergemeinschaft rehaKIND e.V. hat ein Infoblatt zur Beantragung von Hilfsmitteln für den Schulbesuch herausgegeben.

Der inklusive Schulbesuch kann sowohl Eltern, als auch Therapeuten, Pädagogen, Herstellern und Fachhändler vor viele ungeklärte Fragen stellen. Im Bereich der Hilfsmittelversorgung geht es darum, welche Hilfsmittel benötigt werden und wie sie zu beschaffen sind.

rehaKIND e.V. erklärt in neun Schritten, wie Eltern und Pädagogen vorgehen können, um Hilfsmittel für den Schulalltag zu beantragen und eine gute Versorgung zu erreichen.

Die wichtigsten Stationen in Stichpunkten:

  • Runder Tisch mit allen Beteiligten/Erörterung der Ressourcen und Möglichkeiten
  • Bestandsaufnahme bzw. der Klärung des individuellen Bedarfs
  • Klärung der Kostenübernahme
  • Praxistest verschiedener Hilfsmittel
  • Erprobung im Schulalltag
  • Kostenvoranschlag
  • Auslieferung und Einführung in den Gebrauch
  • Überprüfung der ursprünglichen Versorgungsziele
  • Erneute Anpassung nach sechs Monaten

Eine Orientierung an diesen Schritten soll bei der Organisation des Schulalltages helfen.

Neue Aufgaben für Pädagogen

„Vor allem auf Regelschullehrer kommen ganz neue Aufgaben bei der Betreuung hilfsbedürftiger Kinder zu, auch in Bezug auf deren Hilfsmittel. Hier werden Pädagogen neben ihrem eigentlichen Bildungsauftrag weitere Qualifikationen und Kenntnisse abverlangt werden. Das Wissen und die Erfahrung der Therapeuten, Ärzte, der Hersteller und des Fachhandels sind gefragt, um Lehrer im Bereich der Krankheitsbilder und der entsprechenden Hilfsmittel zu schulen“, heißt es bei rehakind.com Einfache, leicht handhabbare Hilfsmittel, ein Ansprechpartner für Notfälle, Schulungen im Gebrauch der Hilfen, leicht verständliche Anleitungen zur Benutzung und regelmäßige Prüfintervalle seinen nur einige Wünsche der Pädagogen. Diesen Bedarf könnten Hersteller und Fachhandel mit Schulungen vor Ort decken. „Nur individuell angepasste Kinderreha-Hilfsmittel dienen der Inklusion!“

Zum Infoblatt 1/2017 (PDF)

www.rehakind.com