Fotos zu „Menschen-Arbeit-Handicap“

Die Berufsgenossenschaft Gesundheits- und Wohlfahrtspflege (BGW) präsentierte im September 2017 die Gewinner ihres Fotowettbewerbs zum Thema Mensch, Arbeit und Handicap.

 

Am Montag, dem 4. September 2017, kam es im Rahmen der Öffnung des BGW Forum 2017 zur feierlichen Preisverleihung. Aufgerufen waren 2016 alle Fotografen ab 18 Jahren einen Beitrag zumThema einzureichen. Die Jury, zu der auch der renommierte Hamburger Fotograf Peter Bialobtzeski gehörte, hat es sich nicht leicht gemacht aus den 284 Wettbewerbsbeiträgen 15 Preisträger plus einen Sonderpreis auszuwählen.

„Berufliche und gesellschaftliche Teilhabe, diese Themen wollen wir vorantreiben und dazu beitragen, dass Inklusion selbstverständlich wird. Dies soll der Fotowettbewerb „Menschen-Arbeit-Handicap“ unterstützen“, so der Geschäftsführer der Berufsgenossenschaft Professor Dr. Stefan Brandenburg. Die Bilder aller Preisträger des Fotowettbewerbs der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sind noch bis Ende September kostenlos in einer spannenden Installation in Hamburg-Moorweide zu sehen und sollen dann auf Reise durch Deutschland gehen. Zu den Fotos online geht es hier.

Das Projekt „para-normal-lifestyle“ mit dem Fotografen Arne Schöning durfte sich mit seinem Beitrag „Selbst gestalten“ über eine ohne Platzierung freuen. Die Bilder zeigen den querschnittgelähmten Fotografen im Selbstporträt bei seiner Arbeit zu einem Shooting mit dem Thema danceability und soll Menschen mit Behinderung dazu ermutigen, ihr Arbeitsumfeld selbst mitzugestalten und kreativ zu sein.

Durch seine sitzende Position bietet sich Schöning die Möglichkeit Außenstehenden diesen besonderen Blickwinkel zu zeigen. Dadurch kann bei den Betrachtern seiner Fotos und den Studenten seiner Seminare ein Perspektivwechsel erreicht werden. Lässt man Menschen mit einer Behinderung aus ihrem Leben erzählen, kommt dabei viel Spannendes, Ernstes, Skurriles und Nachdenkliches zum Vorschein. Aus diesen Erzählungen bleiben manchmal nur einzelne Worte im Gedächtnis, doch diese können eine gesamte Einstellung verändern. Im Projekt „para-normal-lifestyle – Eine andere Sicht auf Querschnittlähmung“ werden diese Geschichten durch die Professorin Dr. Jessica Lilli Köpcke von der Medical School Berlin und den Fotografen Arne Schöning zusammengetragen und für Betroffene, Profis und die Gesellschaft nutzbar gemacht.

Das Non Profit-Projekt entstand durch den Wunsch die unterschiedlichen Lebenswelten, die Normalität im Alltag und den Lifestyle von Menschen mit Querschnittlähmung einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen und sie als Experten in eigener Sache zu Wort kommen zu lassen. Dies geschieht durch Workshops, Schulung und Vorträge der Initiatoren. Aus den Erfahrungen entsteht darüber hinaus, ein motivierendes, informatives und zugleich leicht zugängliches Buch, das einen tiefen Einblick in das Leben mit Querschnittlähmung gibt.