Schlechte Qualität bei Hilfsmitteln nicht akzeptieren

Die Initiative „Faktor Lebensqualität“ will Menschen mit künstlichem Darmausgang und/oder Blasenfunktionsstörungen über ihre Rechte in der Hilfsmittelversorgung informieren und mit Musteranschreiben unterstützen.

Erhalten Betroffene plötzlich nicht mehr ihre gewohnten Inkontinenzhilfsmittel, sondern eine schlechtere Versorgung oder sollen Zuzahlungen leisten, sollten sie das nicht ohne Weiteres akzeptieren, findet die Initiative Lebensqualität. Vielmehr könnten Patienten auf ein Hilfsmittel bestehen, das aus medizinischer Sicht für sie notwendig ist – und zwar ohne Zuzahlung.

Die Initiative informiert über Patientenrechte und zeigt praktische Wege auf, diese umzusetzen und einer unangemessenen Versorgung zu widersprechen. Sie ist ein Zusammenschluss u. a. folgender Hersteller von Inkontinenzhilfsmitteln:

  • Coloplast GmbH
  • Hollister Incorporated Niederlassung Deutschland
  • Teleflex Medical GmbH
  • Wellspect HealthCare (DENTSPLY IH GmbH)

Sie alle sind Mitglieder im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed). Auf dessen BVMed-Portal können Patienten z.B. Musteranschreiben für eine Beschwerde oder einen Widerspruch gegenüber der Krankenkasse sowie weitere Informationen finden. Die Initiative Faktor Lebensqualität dokumentiert hier außerdem Fallbeispiele zum Thema Hilfsmittelversorgung.

Können die Probleme nicht behoben werden, empfiehlt die Initiative, dass Patienten sich beim Bundesversicherungsamt oder dem Landesministerium  sowie bei der Patientenbeauftragten der Bundesregierung beschweren sollten.

Weitere Informationen

www.faktor-lebensqualitaet.de

Siehe auch:

Medizinische Hilfsmittel

Medizinische Hilfsmittel beantragen (1)

Medizinische Hilfsmittel beantragen (2) – Keine Angst vor Widerspruch

13 Fakten auf dem Weg zum richtigen Hilfsmittel

Urteil zur Hilfsmittelversorung