“Wirklich beste Freunde” erhält Sozialpreis

Der Dokumentarfilm „Wirklich beste Freunde – Eine Clique fürs Leben“ von Simone Grabs ist mit dem Deutschen Sozialpreis ausgezeichnet worden. Erzählt  wird die Geschichte des an Muskeldystrophie Duchenne erkrankten Nico und seiner Freunde.

Der Film

Aufgrund einer fortschreitenden Muskeldystrophie sitzt Nico im Rollstuhl, kann weder Arme, Beine noch Kopf bewegen. Trotzdem führt er dank seiner Freunde ein fast normales Studentenleben. Die jungen Männer haben gemeinsam eine integrative Schule besucht, spielten Fußball und Hockey zusammen. Heute sind größtenteils sie es, die Nico rund um die Uhr betreuen: ihn duschen, anziehen, mit ihm Vorlesungen besuchen, abends beim Ausgehen den Rolli die Treppen der Clubs hochtragen und die Drinks reichen. Sogar gemeinsam in den Urlaub fahren sie.

Die Sendung „37 Grad – Wirklich beste Freunde“ fragt, ob ein schönes Leben trotz großer Einschränkungen überhaupt möglich ist, und zeigt, wie viel Kraft Nico braucht, um seine Ziele zu verfolgen. Ein Film, der deutlich macht, wie Freundschaften entstehen, wenn Menschen mit und ohne Behinderung zusammen aufwachsen.

Der Preis

Seit 1971 verleihen die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege den Deutschen Sozialpreis. Der Medienpreis zur sozialen Lebenswirklichkeit in Deutschland ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und wird in vier Sparten vergeben. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden rund 300 hochwertige Arbeiten von einer unabhängigen Fachjury bewertet.

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