Das sind die Behindertensportler des Jahres 2017

Bereits zum fünften Mal freut sich Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber über die Wahl zur Behindertensportlerin des Jahres. Ebenfalls Grund zur Freude haben Para-Leichtathlet Niko Kappel (Kugelstoßen) sowie die 4×100-Meter-Sprintstaffel der Para Leichtathletik-Weltmeisterschaften.

Anna Schaffelhuber

Die 24-jährige fünffache Paralympicssiegerin im Para Ski alpin ist bereits zum fünften Mal zur Behindertensportlerin des Jahres gewählt worden. Bei den Weltmeisterschaften im italienischen Tarvisio im Januar gewann Schaffelhuber drei Gold- und zwei Silbermedaillen. Sowohl in der Abfahrt, der Super Kombination als auch im Slalom konnte sie die Spitze des Siegertreppchens erklimmen. Damit sicherte sich die Ausnahmeathletin ihre Weltmeistertitel sieben, acht und neun. Im Super-G und Riesenslalom unterlag sie nur knapp und wurde Zweite. Ziel bei den bevorstehenden Paralympics 2018 im südkoreanischen PyeongChang ist es, die Titel von 2014 in allen fünf gewonnenen Disziplinen zu verteidigen.

Niko Kappel

Für Niko Kappel war 2016 das Jahr der Superlative: Gold bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro mit persönlicher Bestleitung, anschließend gekrönt mit der Auszeichnung Behindertensportler des Jahres 2016. Kaum zu glauben, dass das noch zu toppen ist. Doch der 1,40 Meter große Kappel ist auch bei den Para Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 in London seiner Favoritenrolle gerecht geworden und knüpfte an die Leistungen des Vorjahres an. Er verbesserte seinen persönlichen Rekord in der Startklasse F41 auf 13,81 Meter und stellte damit zugleich zum damaligen Zeitpunkt einen neuen Weltrekord auf. In seiner noch jungen Karriere hat der Sindelfinger, der von Peter Salzer trainiert wird, bereits bei den Weltmeisterschaften 2015 und den Europameisterschaften 2016 mit Silbermedaillen geglänzt. Nun wird Kappel zum zweiten Mal für eine hervorragende Saison mit dem Behindertensportler des Jahres ausgezeichnet.

Team des Jahres 2017

Team des Jahres ist die 4×100-Meter-Sprintstaffel mit Johannes Floors , Markus Rehm, Léon Schäfer und Tom-Sengua Malutedi. Nachdem sich die Sprint-Staffel bereits im vergangenen Jahr paralympisches Gold und den Titel „Mannschaft des Jahres 2016“ sicherte, gelang den Leverkusener Sprintern in der Startklasse T42-T47 mit neuer Besetzung in diesem Jahr erneut der Coup. Bei den Para Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London spielte sich ein ähnliches Szenario ab, wie bereits bei den Paralympics 2016. Die aufgrund von Verletzungen neu formierte deutsche Staffel überquerte in 42,81 Sekunden zunächst hinter den USA die Ziellinie. Die Freude über die Silbermedaille  war bereits groß, als etwas verspätet die Meldung kam: Gold für Deutschland. Aufgrund eines Wechselfehlers wurde der Dauerrivale USA nachträglich disqualifiziert und die deutschen Sprinter sicherten sich nach 2015 erneut den Weltmeistertitel. Weil Felix Streng, David Behre und Ersatzmann Heinrich Popow verletzt fehlten, sprang Léon Schäfer ein. Als Vierter im Bunde wurde Tom-Sengua Malutedi von Bundestrainer Willi Gernemann kurzfristig nachnominiert. Für Malutedi, der als ehemaliger Bundesligaboxer erst zu Beginn des Jahres mit der Leichtathletik begonnen hat, war es das erste internationale Rennen. Obwohl es kaum gemeinsame Trainingseinheiten gab vergoldete die Staffel mit einer starken Team-Leistung den Abschluss der Para Leichtathletik-Weltmeisterschaften und ist Mannschaft des Jahres 2017.

 

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