Ratgeber: Leben mit einer Querschnittlähmung

Wie geht das eigentlich, leben mit einer Querschnittlähmung? Diese Frage von Patienten und Angehörigen soll die Publikation des Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) „Leben mit einer Querschnittlähmung“ beantworten.

„Leben mit einer Querschnittlähmung“ entstand unter der Leitung von Christa Schwager. Die Fachexpertin für Bewegung und Pflege am SPZ und Pflegefachperson HF sagt: „Je mehr der Betroffene weiß, umso besser kann er mit der Behinderung umgehen und bleibt gesund.“ In der Publikation, die nicht als Buch, sondern als nutzerfreundlicher Ordner aufgemacht ist, werden medizinische, therapeutische und pflegerische Themen in verständlicher Sprache erklärt. Fachpersonen von u. a. des SPZ haben die Inhalte erstellt; ebenso sind Erkenntnisse von Rollstuhlfahrern eingeflossen.

Hauptaufgabe der Publikation sehen die Macher darin, die Rehabilitation für Betroffene verständlich zu machen: „Ziel einer Rehabilitation ist es, dass der Betroffene selbst zur Fachperson für seine eigene Behinderung wird. In dem Ordner sind alle Informationen dazu drin: da ist Grundsätzliches zum gelähmten Körper besprochen, da geht es um Komplikationen, um Blasen- und Darmmanagement, Körperfürsorge, Atemmanagement sowie um Leben, Liebe, Arbeit, Freizeit.“

Aus dem Inhalt

„Leben mit einer Querschnittlähmung“ beantwortet eine breite Palette an Fragen, die frisch verletzte Patienten und ihre Familien haben können. Die Informationen, die man erhält, können helfen in ein neues, aktives Leben zu starten. Nachlesen können Interessierte alles zu folgenden Themen

  1. Rehabilitation – es gibt viel zu tun
  2. Der gelähmte Körper
    • Aufbau von Wirbelsäule und Nervensystem
    • Rückenmarkschädigungen und die Folgen
  3. Erfolgreiches Management von Komplikationen
    • Autonome Dysreflexie
    • Heterotope Ossifikation
    • Kontrakturen
    • Multiresistente Keime
    • Neuropathischer Schmerz
    • Orthostatische Dysregulation
    • Osteoporose
    • Spastizität
    • Syringomyelie
    • Venenthrombosen
  4. Blasen und Darmmanagement
    • Blasenlähmung
    • Kondomurinal
    • Katheterismus
    • Blasendauerkatheter
    • Blasenstimulator
    • Harnwegsinfekte
    • Darmlähmungen
    • Darmentleerungstechniken
    • Medikamentöse Maßnahmen zur Darmentleerung
    • Blähungen
    • Obstipation
    • Stuhlinkontinenz
    • Veränderungen am Darmausgang
  5. Körperfürsorge
    • Körperpflege und Bekleidung
    • Haut und Druckstellen
    • Gefahren bei eingeschränkter Sensibilität
    • Bewegen im Bett – verschiedene Positionen
    • Mobilisation / Transfers
    • Sitzposition im Rollstuhl
    • Ernährung – individuell und alltagsnah
  6. Atemmanagement
    • Anatomie und Physiologie der Atmung
    • Inhalationstherapie
    • Abhusten und Sekretmobilisation
    • Beatmung
    • Trachealkanüle
    • Absaugen
  7. Leben – Liebe – Arbeit – Freizeit
    • Querschnittlähmung als kritisches Lebensereignis
    • Wiederentdecken der Sexualität
    • Veränderte Sexualfunktion bei Männern
    • Veränderte Sexualfunktion bei Frauen
    • Sexualleben und Querschnittlähmung
    • Motter oder Vater sein im Rollstuhl
    • Querschnittlähmung im Alter
    • Arbeits- und Berufsleben
    • Freizeit und Hobby
    • Reisen
    • Unterwegs im Rollstuhl
    • Rollstuhlsport

Besonders gut gelungen ist, neben den gut aufgearbeiteten und verständlich formulierten Inhalten, die Ergänzung der Texte mit relevanten Bildern. Nicht nur Schaubilder zur Anatomie sind vorhanden, sondern auch fotografische Darstellungen u. a. zur Hustenunterstützung, zu verschiedenen Lagerungsformen oder der Verwendung von Rutschbrettern. Zudem gibt es zu vielen Themen hervorgehobene Inhalte, z. B. häufig gestellte Fragen oder wichtige Tipps.

Leben mit einer Querschnittlähmung bestellen

Die Publikation „Leben mit einer Querschnittlähmung“ kann zu einem Preis* von 55 bzw. 95 bzw. 110 CHF (ca. 47,50 bzw. 82 bzw. 95 Euro) beim SPZ bezogen werden:

  • Schweizer Paraplegiker-Zentrum

 

 

*Die Preisgestaltung ist abhängig davon, ob ein Betroffener, eine Fachperson oder eine Institution der Absender ist.

 

 

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