5 revolutionäre Räder für den Rollstuhl

Das Rad zu erfinden, war schon eine Meisterleistung der Menschheit. Aber das Rad neu zu erfinden, legt da nochmal eine Schippe drauf, weil das ja eigentlich unmöglich ist. Fünf Rollstuhlhelden haben es trotzdem getan.

So sehen Erfinder von Rollstuhlrädern aus.

Die Antriebsräder eines Rollstuhls sind i. d. R. zwischen 20 und 26 Zoll groß und mit Greifreifen versehen. Sie sollen leicht und stabil sein und nebst Bereifung dem Rollstuhl und seinem Fahrer die bestmögliche Wendigkeit und sicheren Halt auf der Straße geben. Und ein geschmeidiges Fahrverhalten sollte ebenfalls gewährleistet sein. Gängige Rollstuhlräder und -reifen gibt es in verschiedenen Varianten und Ausführungen von verschiedenen Herstellern.

 

  1. Chap Rad – Leichtere Transfers
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    Das Chap Rad, das 2018 auf den Markt kommt, ist die Erfindung von Christian Czapek. Wenn es am Rollstuhl befestigt ist, lässt sich das nach oben zeigende Drittel des Rades entfernen, während der Rest die nötige Stabilität gewährleistet. Transfers, ob mit oder ohne Rutschbrett, werden damit für den Rollstuhlfahrer aber auch das Pflegepersonal deutlich vereinfacht. Und wie die Morphwheels (siehe unten) sind sie für den Transport platzsparend zerlegbar.
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    Zu einem ausführlichen Beitrag geht es hier: Chap Rad – Rollstuhlrad für den leichteren Transfer
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  2. Acrobat Wheel – Sanfteres Fahren
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    Das Acrobat Soft Wheel verfügt über eine selektive Federungs-Technologie, d.h. ein dreizackiges bewegliches Federungssystem zwischen Felge und Radnabe, die für ein stoßgedämpftes Fahren auf unebenem Untergrund sorgt. Ergebnis dieser Stoßdämpfung ist, dass der Fahrer des Rollstuhls nicht so durchgerüttelt wird, was Muskeln und Gelenke schont.  Zudem wird der physische Stress reduziert, den Rollstuhlfahren auf holprigem Boden auslösen und der zu Gelenk- und/oder Kopfschmerzen führen kann.
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    Zum ausführlichen Beitrag geht es hier: Acrobat Soft Wheel – Rollstuhlrad mit stoßdämpfender Federung
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  3. Loopwheels – Sanfteres Fahren die Zweite
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    Die Loopwheels kommen aus England uns sind seit 2017 auch in Deutschland erhältlich. Es hat ähnliche Vorteile wie das Acrobat Wheel, da auch hier eine erweiterte Federung gegeben ist. Im Fall des Loopwheels wird sie durch drei geschwungene Carbonfedern (anstelle der üblichen Speichen) erreicht.
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    Zu einem ausführlichen Beitrag geht es hier: Loopwheels: Rollstuhlrad mit integriertem Stoßdämpfer
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    Achtung!
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    Sowohl für sowohl das Loopwheel als auch für das oben genannte Acrobat Wheel gilt, dass durch die extreme Federung die Fahrtechnik beim Überwinden von Hindernissen angepasst und zunächst entsprechend geübt werden muss.
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  4. Morphwheel – Klappräder (quasi)
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    Morphwheels lassen sich für den Transport an Gelenkpunkten platzsparend zusammenklappen und messen dann nur noch etwa 32 auf 80 Zentimeter. Vor allem auf Reisen, ob nun im Flugzeug oder im Auto, wo jeder Zentimeter zählt, ist das gar keine schlechte Idee. Für Sicherheit beim Nutzen ist natürlich auch gesorgt: Solange die Radnabe auf der Achse steckt, ist ausgeschlossen, dass sich das Rad bei der Nutzung des Rollstuhls zusammenfaltet.
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    Zu einem ausführlichen Beitrag geht es hier: Das Rad neu erfinden mit Morph Wheelsa
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  5. Rowheels – Rückwärts antreiben; vorwärts fahren
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    Bei den Rowheels steht der Antriebsmotor der Rollstuhlfahrer, nämlich die Schulter, im Zentrum der Überlegung. Die starke Beanspruchung, die die Schulter beim Antreiben von manuellen Rollstühlen erfährt, kann zu Schmerzen und Schäden führen. Und auch ein Karpaltunnelsyndrom droht bei wiederholten Schlägen des Handballens gegen den Reifen. Mit dem dem Rowheel muss man sich an eine andere Form des Antreibens gewöhnen – man drückt das Rad nicht nach vorne und unten, sondern schiebt es nach hinten – entlastet dadurch aber Schulter und Handballen und soll auch eine verbesserte Haltung im Rollstuhl einnehmen und so Rückenschmerzen und Haltungsschäden vorbeugen.
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    Zu einem ausführlichen Beitrag geht es hier: Rowheel Rev1 – Anders am Rad drehen

 

 

Für Besonderheiten aus dem Bereich der Lenkrollen siehe: Standard bis Disco – Lenkrollen am Rollstuhl.

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