Den Flüssigkeitsbedarf decken mit aromatisiertem Wasser

Wenn es heiß ist, soll man – nicht nur als Mensch mit Querschnittlähmung – viel trinken. Wasser am besten, denn dafür ist der Körper im Sommer meist am dankbarsten. Was aber, wenn man „Wasser pur“ so rein gar nichts abgewinnen kann?

Flüssigkeitsbedarf bei Querschnittlähmung

Ernährungsexperten empfehlen ca. 2 – 3 Liter (2.000 bis 3.000 ml) Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen. Etwa 1.500 ml werden dem Körper über Getränke zugeführt, der Rest über die Nahrung.

Menschen mit Querschnittlähmung müssen darauf achten, dass die Trinkmenge auf die Ausscheidung abgestimmt ist, da sowohl Blasen- als auch Darmmanagement von der Flüssigkeitszufuhr beeinflusst werden. Die empfohlene Ausscheidungsmenge beträgt 1.500 ml täglich. Um diese Menge zu erreichen, müssen täglich ca. 1.500 – 2.000 ml Flüssigkeit aufgenommen werden. Dabei ist allerdings zu beachten, dass eine ballaststoffreiche Ernährung den Flüssigkeitsbedarf erhöht, da Ballaststoffe die Stuhlkonsistenz nur dann positiv beeinflussen können, wenn ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist, die sie aufquellen lässt.

Im Sommer können hohe Temperaturen und/oder körperliche Anstrengung im Freien (und in Gebäuden) den Flüssigkeitsbedarf erhöhen. Auf eine entsprechende Anpassung der Trinkmenge muss unbedingt geachtet werden, da ein Dehydrieren des Körpers zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen kann. Siehe hierzu: Trinkverhalten bei Querschnittlähmung.

Wasser mit Fruchteinlage

Das beste Getränk ist Wasser. Wer den neutralen Geschmack von Wasser nicht schätzt, kann Geschmack – aber so gut wie keine Kalorien – hinzufügen, wenn er Früchte ins (Leitungs-)Wasser legt.

Die Zubereitung könnte einfacher nicht sein. Man braucht:

  • 1 (verschließbare) Glaskaraffe mit mind. 1,5 Liter Fassungsvermögen.
  • Früchte und/oder Kräuter in Bioqualität; Kombinationsmöglichkeiten sind z. B:
    • Apfel und Zimtstangen
    • Blaubeere und Erdbeere
    • Gurke und frische Minze
    • Erdbeere und frische Minze
    • Zitrone, Gurke und frischer Rosmarin
    • Melone, Ananas und Apfel
    • Mango und frisches Basilikum
    • Pfirsich und Honigmelone
    • Frische Minze, frischer Lavendel und Zitrone
    • Pfirsich, Erdbeere und Himbeere
    • Kiwi, Himbeere und Pfirsich
    • Brombeere und frischer Salbei

Die Fürchte und/oder Kräuter werden gewaschen, in Stücke geschnitten und in die Karaffe gegeben. Dann wird mit mind. 1 Liter Wasser aufgegossen.

Das Wasser mit Fruchteinlage sollte nun abgedeckt mind. zwei Stunden (besser über Nacht) ziehen.

Für ein beliebtes Beispiel siehe: GIMZ für Verdauung und Fettverbrennung

Eiskalte Getränke im Sommer?

Von eisgekühlten Getränken im Sommer versprechen sich viele die größte Erfrischung. Tatsächlich scheint es aber sinnvoller zu sein bei heißen Temperaturen zu lauwarmen oder zimmerwarmen Getränken zu greifen.

Zum einen kann es, wenn man kalte Getränke oder große Mengen Flüssigkeit auf einmal zu sich nimmt, zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts kommen (DGE, 2021). Zum anderen bieten warme Getränke im Vergleich einen entscheidenden Vorteil: Beim Trinken warmer Flüssigkeiten erweitern sich im Magen und Darm die Blutgefäße, wodurch sie schneller ins Blut aufgenommen werden und Wasser- und ggf. Elektrolytverluste schneller ausgeglichen werden können (nestle, 2021).

Siehe auch: Viel trinken an heißen Sommertagen und Trinken nicht vergessen mit Smartphone-Apps.