Segeln für Rollstuhlfahrer

Segeln ist eine ganz besondere Erfahrung, vor allem für Rollstuhlfahrer – ein attraktiver Sport, bei dem der Rollstuhl nicht gebraucht wird. Grundsätzlich kann jeder segeln, da die Segelboote an die Anforderungen der Sportler angepasst werden.

So geht’s los

Segeln für Rollstuhlfahrer ist mittlerweile in zahlreichen Segelclubs in Deutschland möglich. Bei der Suche nach einem geeigneten Club helfen die DRS-Ansprechpartner gerne weiter. Zudem stellt der DRS eine bundesweite Vereinslandkarte zur Verfügung, auf der nach einem passenden Verein in Wohnortnähe gesucht werden kann.

Sportgeräte

In Deutschland wird meist mit zwei Bootstypen gesegelt:

– mit den paralympischen Klassen der 2.4mR, einem Einhandboot
– mit der Sonar, einem Dreimann-Crewboot

Regatten

In Deutschland werden für die 2.4mR die Deutsche Meisterschaft, die Regattaserie City Cup in Münster, Essen, Berlin, Prien und Hamburg, der CityCupGermany im Rahmen der Kieler Woche und der Handicup im Rahmen der Essener Segelwoche gesegelt.Der ISAF World Cup ist ausschließlich für Segler mit einer Behinderung offen. Seit 2016 ist Para-Segeln aufgrund des Mangels aktiver teilnehmender Nationen leider nicht mehr paralympisch.

Klassifizierung

Je nach Einschränkung wird den Sportlern eine bestimmte Punktzahl zugewiesen. Die Addition der persönlichen Punkte einer Crew darf in der SKUD 18 acht Punkte und in der Sonar 14 Punkte nicht überschreiten. In der 2.4mR bedarf es einer Klassifizierung (Einordnung in eine Klasse, entsprechend der Behinderungsart oder der körperlichen Leistungsfähigkeit), um an Regatten teilnehmen zu können.

Internationale Erfolge

Bei den Paralympics 2012 in London gewann Heiko Kröger in der Klasse 2.4mR und das deutsche Sonar-Team jeweils die Silbermedaille.