Bundesfachstelle Barrierefreiheit

Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit soll das Wissen zur Barrierefreiheit bündeln, aufbereiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ziel ist es, dadurch die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen mit Behinderungen zu verbessern.

Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hilft Barrierefreiheit in der öffentlichen Verwaltung, d. h. Stellen und Einrichtungen, die nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) seit 2016 zur Barrierefreiheit verpflichtet sind, weiter zu verbessern – vom baulichen Zugang bis zur barrierefreien Information und Kommunikation.

Außerdem berät die Fachstelle im Rahmen ihrer Kapazitäten auch gesellschaftliche Organisationen, z. B. Verbände und Vereine, Kirchen, Parteien und Gewerkschaften, sowie die Wirtschaft zu Fragen der Barrierefreiheit, um einen wichtigen Impuls für mehr Barrierefreiheit im privaten Sektor zu geben.

Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit:

  • Ist zentrale Anlaufstelle und Erstberatung,
  • Sammelt, bündelt und entwickelt praktische und wissenschaftliche Erkenntnisse und veröffentlicht diese online;
  • Unterstützt bei Bedarf und im Rahmen ihrer Kapazitäten bei Verhandlungen über Zielvereinbarungen zur Herstellung von Barrierefreiheit im privatrechtlichen Bereich;
  • Baut ein Netzwerk zum Thema Barrierefreiheit auf und arbeitet mit diesem zusammen;
  • Begleitet Forschungsvorhaben;
  • Betreibt Öffentlichkeitsarbeit und trägt dazu bei, dass das Thema Barrierefreiheit in Deutschland an Präsenz gewinnt.

Die Arbeit der Bundesfachstelle Barrierefreiheit wird begleitet von einem Expertenkreis, dem mehrheitlich Vertreter der Verbände von Menschen mit Behinderungen angehören.

Fragen und Antworten

Ratsuchende unterstützt die Fachstelle mit Informationen, Tipps und Empfehlungen, damit Einrichtungen ihre Aufgaben barrierefrei erfüllen können. Einige Fragen und Antworten werden im Folgenden beispielhaft genannt:

Frage: Im Eingangsbereich ist für einen barrierefreien Zugang eine Rampe erforderlich. Hierfür ist leider nicht genug Platz. Welche anderen Lösungen und Möglichkeiten gibt es?

Antwort: Wenn ein barrierefreier Zugang über eine Rampe aus Platzgründen tatsächlich nicht möglich ist, kann dieser über technische Geräte wie Hebebühnen, Lifttreppen oder auch Schrägaufzüge erreicht werden. Verschiedene Hersteller bieten solche Produkte an.

Uneingeschränkt barrierefrei sind solche Lösungen erst dann, wenn die technischen Geräte selbstständig bedient werden können. Eine geeignete barrierefreie Lösung zu finden kann gerade bei Bestandsgebäuden bedeuten, verschiedene Lösungsmöglichkeiten gegeneinander abzuwägen.

Frage: Wie kann man bei bestehenden öffentlichen Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, Barrierefreiheit herstellen?

Antwort: Barrierefreiheit und Denkmalschutz sind gleichberechtigte Belange und müssen im Einzelfall gegeneinander abgewogen werden. Bei öffentlichen Gebäuden hat die Barrierefreiheit allerdings ein großes Gewicht, weil diese Gebäude für die Allgemeinheit bestimmt sind.

Nach der bisherigen Erfahrung lassen sich im Einzelfall barrierefreie und zugleich denkmalgerechte Lösungen finden. Das setzt voraus, dass bei den Beteiligten ausreichend Sachverstand vorhanden ist – sowohl, was die Anforderungen der Barrierefreiheit angeht, als auch, was die kunsthistorischen Aspekte des Denkmalschutzes betrifft. Es kann durchaus sein, dass man im Falle eines Kompromisses neue Wege beschreiten muss.

Für weitere häufig gestellte Fragen zur Barrierefreiheit und den Antworten der Bundesfachstelle siehe: Fragen und Antworten

Kontakt

Bundesfachstelle Barrierefreiheit
Wilhelmstraße 139
10963 Berlin
Tel.: 030 / 2593678 – 0
Fax: 030 / 2593678 – 700

E-Mail: bundesfachstelle-barrierefreiheit@kbs.de
www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de

Fragen & Kommentare

Fragen & Kommentare zu diesem Artikel


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu hinterlassen.

Zur Registrierung geht es hier lang.