Access City Award 2019 geht ins niederländische Breda

Der Access City Award 2019 geht an die Stadt Breda in den Niederlanden für die kontinuierliche Verbesserung, um das Leben für Menschen mit Behinderungen zu erleichtern.

Mit dem Access City Award werden die Bereitschaft, die Fähigkeit und die Bemühungen einer Stadt, barrierefreier zu werden, anerkannt und gefeiert, um den gleichberechtigten Zugang zu Grundrechten zu gewährleisten sowie die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern und dafür zu sorgen, dass alle Menschen – unabhängig von Alter, Mobilität oder Fähigkeit – den gleichen Zugang zu allen Ressourcen und Freizeitangeboten haben, die Städte zu bieten haben.

Die Europäische Union fördert damit die Chancengleichheit und Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung. Ein wesentlicher Teil dieser Strategie besteht darin, Europa barrierefrei zu machen.

Bei der diesjährigen Preisverleihung am 4. Dezember sagte die für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitsmobilität zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen: „Zu oft fühlen sich Menschen mit Behinderungen isoliert, weil sie keinen Zugang zu öffentlichen Räumen oder Verkehrsmitteln haben. In Breda sind öffentliche Plätze wie Parks und Geschäfte für jedermann zugänglich. Digitale Technologien sorgen dafür, dass alle Bürgerinnen und Bürger die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können. Und Bredas Investitionen zahlen sich aus. Der Tourismus gedeiht dank des Engagements der Stadt für die Integration. In naher Zukunft wird das Europäische Gesetz über die Zugänglichkeit die Bemühungen von Breda ergänzen, indem es europäische Zugangsnormen für wichtige Produkte und Dienstleistungen festlegt. Unsere gemeinsamen Anstrengungen auf lokaler und europäischer Ebene sind für die mehr als 80 Millionen Europäer mit Behinderungen ein entscheidender Faktor.“

Anlässlich des Europäischen Jahres des Kulturerbes wurden auch Städte ausgezeichnet, die sich besonders um die Erschließung ihres Kulturerbes bemüht haben. Bei der Vergabe der Trophäen sagte der für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zuständige Kommissar Tibor Navracsics: „Es ist eines der Hauptziele des Europäischen Jahres des Kulturerbes, dass jeder das kulturelle Erbe entdecken und genießen kann. Deshalb freue ich mich, dass bei der diesjährigen Ausgabe der Access City Awards ein Sonderpreis für zwei Städte vergeben wird, die ihr kulturelles Erbe besser zugänglich gemacht haben. Ich gratuliere Viborg in Dänemark und Monteverde in Italien zu den unternommenen Schritten und hoffe, dass viele andere Städte ihrem Beispiel folgen werden.“

Für den Access City Award 2019 gingen bei der Europäischen Kommission 52 Bewerbungen ein. Die Stadt Évreux in Frankreich und die Stadt Gdynia in Polen sind die zweit- und drittplatzierten. Die Jury lobte Évreux für seinen besonderen Fokus auf unsichtbare Behinderungen und Gdynia für seine Initiativen zur Einbeziehung von Menschen mit geistigen Behinderungen. Schließlich erhielten Kaposvár in Ungarn und Vigo in Spanien eine besondere Erwähnung. Kaposvár wurde für seine kontinuierlichen Verbesserungen und Vigo für seine innovative Architektur in einer anspruchsvollen Topographie ausgezeichnet.

2013 ging der Access City Award an Berlin.

Alle, die in ihrer Stadt für das kommende Jahr eine Teilnahme an diesem europäischen Wettbewerb empfehlen möchten, finden weitere Informationen hier.

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