Barrierefrei unterwegs in Hamburg

 „Hamburg ohne Hindernisse erleben“ – dies möchte die Plattform des Vereins Barrierefreies Hamburg e. V.  möglich machen und bietet Informationen zu Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Museen und Parks in der Hansestadt.

Die Barrierescouts für u. a. Rollstuhlfahrer

Seit über zehn Jahren arbeiten die ca. 150 „Barrierescouts“ des gemeinnützigen Vereins „Barrierefreies Hamburg e.V.“ daran in allen 104 Hamburger Stadtteilen Einzelhandelsgeschäfte, Behörden und den öffentliche Raum samt Grünflächen zu erfassen, zu katalogisieren und online zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es ein möglichst umfassendes Hilfsmittel für Menschen mit altersbedingten Mobilitätseinschränkungen zu schaffen, aber auch für Mensch mit Kinderwagen, mit Atemproblemen, Seh- und Hörbehinderte und Rollstuhlfahrer sowie Nutzer von Rollatoren.

Hamburger Highlights

Auf www.barrierefreieshamburg.de gibt es Infos zu den einzelnen Stadtteilen, Park, möglichen Rundgängen, Sehenswürdigkeiten und kulturelle Einrichtungen und Hotels, die auf ihre Nutzbarkeit für u.a. Mensch mit Behinderungen hin überprüft wurden. Oder man nutzt die Stadtplan Funktion bei der man in der Kombination Stadtteil + Kategorie nach rollstuhlgerechten Angeboten von Antiquitätenhändlern über Cafés und Tattoo Studios bis Zahnärzten nach allem suchen kann, was man sich wünscht.

Einige Beispiele zu den dargestellten Angeboten:

  • Der Hafen

Wer im Rollstuhl in Hamburg unterwegs ist, darf sich die Hafengegend nicht entgehen lassen, denn – wie Barrierefreies Hamburg sagt – ist „ein Hamburg-Aufenthalt ohne Abstecher in den Hafen zwar möglich, aber sinnlos“. Die Macher erklären Ortsfremden, wie z. B. die St. Pauli- Landungsbrücken, von denen man einen weiten Blick über den Hafen hat, nicht auf festen Boden sondern auf Schwimmpontons stehen, die sich mit den Gezeiten heben und senken. Der Nutzer erhält die Information, dass bei Ebbe die Zugangsrampen besonders steil seien, weshalb sich ein Betreten bei Flut eher anbiete – und einen Link zu einem Gezeitenkalender liefert Barrierefreies Hamburg e. V. gleich mit. Ein Hinweis auf die Betreiber von Hafenrundfahrten mit rollstuhlgerechten Schiffen, rundet den Beitrag ab.

  • Das Internationale Maritime Museum Hamburg

Alles was in und auf dem Wasser unterwegs war oder ist, kann im Internationalen Maritime Museum Hamburg entdeckt werden: Drachenboote der Wikinger, die Koggen der Hansezeit, phönizische Galeeren und römische Trieren oder die Karavellen der Entdecker bis hin zu den letzten Windjammern. Und auch der Meeresforschung ist ein eigenes Deck gewidmet.

Das Internationale Maritime Museum Hamburg wurde durch einen zertifizierten Erheber evaluiert und durch die Prüfstelle mit dem Zertifikat ausgezeichnet. Die Ergebnisse für Menschen mit Gehbehinderung und im Rollstuhl sind weitgehend günstig und stehen hier als Download zu Verfügung.

  • Rundgang durch die Altstadt

Die Barrierescouts haben mehrere Touren für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zusammengestellt. Eine davon ist die Tour durch die Hamburger Altstadt. Sie erstreckt sich über 2,7 Kilometer und führt an den schönsten Kontorhäusern der Hansestadt vorbei. Die allermeisten davon sind leider nicht mit dem Rollstuhl befahrbar, weshalb man nur die Fassaden bewundern kann.

  • Planten un Blomen

Einer der schönsten Parks in Hamburg ist der Landschaftsgarten Planten un Blomen. Die Hamburger Barrierescouts bewerten die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer als teilweise eingeschränkt und erklären: „Aufgrund der Steigungen bzw. der Gefälle (die auch besonders gekennzeichnet sind) durch die teils künstlich angelegten Höhenunterschiede, ist eine Begleitperson für Rollstuhlfahrer auf jeden Fall zu empfehlen. Grundsätzlich ist die Tour so konzipiert, dass natürliche Gefälle ausgenutzt werden. Die Wege sind recht gut zu befahren, die meisten bestehen aus befestigtem Sand, einige sind mit Kopfsteinen gepflastert oder asphaltiert. Manche Bereiche sind leider nur auf Umwegen zu erreichen.“

Die Parkeingänge sind mit wenigen Ausnahmen (Eingang Stephansplatz, Eingang Dammtor/CCH, Eingang Johannes-Brahms-Platz) barrierefrei bzw. mit Rampen für Rollstuhlfahrer ausgestattet.  Eine barrierefreie Toilettenanlage gibt es im Rosenhof.

Weitere Informationen

Die Stadt Hamburg verweist zudem auf den „Hamburger Stadtführer für Rollstuhlfahrer“, der es Rollstuhlfahrern durch detaillierte Angaben über die Zugänglichkeit von Gebäuden und Einrichtungen ermöglichen soll die Zugänglichkeit für sich selbst zu beurteilen. Daten und Skizzen sollen einander dabei ergänzen und eindeutige Informationen über die Situation vor Ort geben.

Der Stadtführer steht hier zum kostenfreien Download zu Verfügung.

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