Die glorreichen elf: Großes Kino mit oder über Querschnittgelähmte

Lust auf eine lange Filmnacht? Die Redaktion hat eine Auswahl an Kinofilmen zusammengestellt, in denen Paraplegiker und Tetraplegiker eine wichtige Rolle spielen. Viel Spaß mit Auftragskillern, Teenagern, Kriminellen, Lebenskünstlern, Spitzensportlern und Comichelden im Rollstuhl!

1. „Die Goldfische“: Die Vorteile positiver Diskriminierung

Die Komödie um einen Steuerbetrüger, der zunächst im Rollstuhl und dann in einer schrägen Behinderten-WG landet, läuft am 21. März 2019 in den Kinos an. Ein Film für Fans deutscher Komödien im „Fack ju Göthe“-Stil.

Inhalt: Oliver arbeitet hart für seinen Erfolg als Portfolio Manager. Als er auf dem Weg zu einem Termin im Stau die freie Gegenspur zur privaten Überholspur macht, verursacht er einen verheerenden Crash. Diagnose: Querschnittlähmung. Drei Monate Reha sollen ihn auf ein Leben mit der Querschnittlähmung vorbereiten. Doch Oliver will möglichst schnell raus aus diesem „Behindertengefängnis“ mit schlechtem Internet. Auf der Suche nach dem stärksten WLAN-Signal lernt er eine schräge Behinderten-WG kennen, die „Goldfisch Gruppe“.

Oliver, der seine neue Lebensrealität zunächst ausblendet, hat nicht nur mit seiner Behinderung zu kämpfen, sondern auch damit, dass sein Schweizer Schließfach mit steuerfrei beiseite geschafftem Vermögen aufzufliegen droht. Er erkennt die Vorteile positiver Diskriminierung und will einen Ausflug mit einem Behindertenbus als perfekte Tarnung für seinen Schwarzgeldschmuggel über die deutsch-schweizerische Grenze nutzen…

Darsteller: Tom Schilling, Jella Haase, Birgit Minichmayr, Axel Stein, Jan Henrik Stahlberg, Luisa Wöllisch, Klaas Heufer-Umlauf und Kida Khodr Ramadan. Regie: Alireza Golafshan. Deutschland, 2019.

2. „Don’t worry, weglaufen geht nicht“: Schonungslose Biografie – skurril und witzig

Die Tragik-Komödie „Don’t Worry, He Won’t Get Far On Foot!“ beruht auf der Autobiographie des bitterbösen Cartoonisten John Callahan, der seit einem Autounfall als 21-Jähriger querschnittgelähmt war. Für Freunde des skurrilen  Humors und wahrer Geschichten.

Inhalt: Nach der Reha wendet sich Callahan  (gespielt von Oscarpreisträger Joaquin Phoenix) wegen seiner Alkoholprobleme an die Anonymen Alkoholiker und landet so in der Selbsthilfegruppe des schwulen und reichen Hippies Donny, wo er u. a. die herzkranke, übergewichtige Reba, die geschiedene Lebedame Corky und einen schwulen Straßenpoeten kennenlernt. Mit Hilfe der Gruppe überwindet er sein Selbstmitleid und seine Alkoholsucht und beginnt Comics zu zeichnen. Seine bissig-witzige Art bringen ihm Veröffentlichungen in namhaften amerikanischen Tages- und Wochenzeitungen, aber auch Kritik ein – was deutlich macht, was für ein umstrittener Künstler John Callahan war.

Darsteller: Joaquin Phoenix, Rooney Mara, Beth Ditto, Jonah Hill, Jack Black, Udo Kier, Kim Gordon, Olivia Hamilton. Regie: Gus van Sant. Originaltitel: Don´t Worry, He Wont Get Far On Foot, USA 2018. Romanvorlage: Don´t Worry He Won´t Get Far on Foot, John Callahan.

3. „Ziemlich beste Freunde”: Buddy-Film vom Feinsten

Mit über neun Millionen Kinobesuchern eine der erfolgreichsten Komödien in Deutschland. Der Film basiert auf einer Autobiografie, den Erinnerungen des ehemaligen Geschäftsführers der Firma Champagnes Pommery, den ein Paragliding-Unfall zum Tetraplegiker macht. Ein Film für alle, die französisches Flair in Filmen lieben.

Inhalt: Tetraplegiker Philippe ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten. Eines Tages taucht in seinem geordneten Leben Driss auf, ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird…

Darsteller: François Cluzet, Omar Sy, Anne Le Ny, Audrey Fleurot, Clotilde Mollet, Alba Gaïa Bellugi, Cyril Mendy, Christian Ameri, Marie-Laure Descoureuax, Grégoire Oestermann. Regie: Eric Toledano und Olivier Nakache. Originaltitel: Intouchables, Frankreich, 2011. Romanvorlage: Philippe Pozzo di Borgo, Le second souffle: suivi du diable gardien. Deutsch: Ziemlich beste Freunde. Das zweite Leben des Philippe Pozzo di Borgo.

Mehr Informationen zu den Lebensgeschichten der beiden Hauptpersonen im Beitrag: Die Bücher der ziemlich besten Freunde.

Eine Kurzbesprechung des aktuellen US-amerikanischen Remakes im Beitrag: Remake von „Ziemlich beste Freunde“.

4. „Rolli Blues – wenn´s mal wieder hart auf hart kommt“: Witzig, blutreich und realistisch

Die Action-Komödie um einen querschnittgelähmten Auftragskiller wurde mehrfach ausgezeichnet und war Ungarns Beitrag zum Academy Award 2017. Einer der wenigen Filme, in denen ein querschnittgelähmter Mensch von einem querschnittgelähmten Menschen dargestellt wird. Ein Film für alle, die Quentin Tarantinos Pulp Fiction mindestens dreimal gesehen haben.

Inhalt: Rupaszov sitzt im Rollstuhl. Da er wegen seiner Querschnittlähmung nicht mehr als Feuerwehrmann arbeiten kann, arbeitet er nun eben als Auftragsmörder für die Mafia in Budapest. Ihn treibt Verzweiflung an, und die Angst, nutzlos zu sein. Als seine Aufträge immer waghalsiger werden, braucht er Hilfe und heuert Zoli und Barba an, zwei junge Männer – einer davon wie er querschnittgelähmt -, die er in einem Heim für behinderte Menschen kennengelernt hat. In ihnen wittert er perfekte Komplizen, weiß er doch aus eigener Erfahrung, dass man „Behinderte“ a priori nicht ernst nimmt und ihnen schon gar nichts Böses zutraut. Mit seinem Plan eckt er jedoch bei Mafiaboss Rados an.

Darsteller: Szabolcs Thuróczy, Zoltán Fenyvesi, Ádám Fekete. Regie: Attila Till. Originaltitel: Tiszta Szívvel, Ungarn, 2016.

Mehr Informationen zum Film im Beitrag: Rolli Blues – Tarantino mit Rollstuhlfahrern

5. „Ein ganzes halbes Jahr“: Berührender Feel-good-Film

Wunderschöne, werkgetreue und emotionale Umsetzung des gleichnamigen Bestsellers von Jojo Moyes, die auch das Drehbuch schrieb. Großes Kino, große Gefühle, große Packung Papiertaschentücher bereitlegen!

Inhalt: Louisa – quirlig, immer ein bisschen zu schräg gekleidet, fröhlich – hat kein Glück auf dem Arbeitsmarkt. Da sie offen für jedes Arbeitsangebot ist, sagt sie sofort zu, als sie erfährt, dass die reiche Familie Traynor eine persönliche Assistentin für ihren querschnittgelähmten Sohn William sucht. William war ein lebenslustiger junger Mann, ein erfolgreicher Banker, ein guter Sportler. Doch seit einem Autounfall ist er querschnittgelähmt und hat jeden Lebensmut verloren. Immer wieder stößt er Louisa mit seiner Härte vor den Kopf. Dennoch setzt sie sich ein Ziel: William soll sich der Welt wieder öffnen. Und das Leben wieder lieben lernen. Dafür bleiben ihr sechs Monate Zeit…

Darsteller: Emilia Clarke, Sam Claflin, Vanessa Kirby, Matthew Lewis, Jenna-Louise Coleman, Charles Dance, Janet McTeer, Ben Lloyd-Hughes. Regie: Thea Sharrock. Originaltitel: Me Before You, USA 2016. Romanvorlage: Jojo Moyes, Ein ganzes halbes Jahr.

Mehr Informationen zum Film im Beitrag: Ein ganzes halbes Jahr – der Film, zum Roman im Beitrag: Gelesen: Ein ganzes halbes Jahr.

6. „Lieber Leben”: Kleine, feine Komödie auf den Fluren einer Reha-Klinik

Eine Autobiografie – verfilmt vom Autor selbst: Rapper und Poetry Slammer „Grand Corps Malade“ (großer kranker Körper) zeigt das Leben von Tetraplegikern in der Reha. Wer die Inhaltsangabe liest, möchte es vielleicht nicht glauben: Aber„Lieber Leben“ ist tatsächlich eine stille, zarte, mitunter brüllend komische Komödie. Deshalb unbedingt den Trailer ansehen!

Inhalt: Ein Unfall verändert Benjamins Leben. Er kann sich nicht mehr bewegen, er blickt von unten auf die Welt. Von Zeit zu Zeit schieben sich Gesichter in sein Blickfeld oder er starrt auf die Halogen-Lampe an der Zimmerdecke, die ihr Licht durch 245 Miniaturquadrate sendet. Benjamin ist fast vollständig gelähmt, immerhin kann er nach einiger Zeit seinen linken großen Zeh wieder bewegen. Er wird in ein Rehabilitationszentrum gebracht. Die Geschichte seiner Heilung beginnt.

Für Benjamin beginnt eine Zeit der Inventur – von Dingen, die er selbst tun kann und der Dinge, für die er die Hilfe der Pfleger braucht: sich waschen, essen, telefonieren, aufs Klo gehen. Privat-und Intimsphäre gibt es ab sofort nicht mehr. Und es beginnt eine Zeit des Trainings und der Ausdauer, in der jede noch so kleine Bewegung zählt.

Bald lernt er andere Patienten kennen: Steeve, Toussaint und Farid. Alte Reha-Hasen, die mal mehr, mal weniger Hoffnung darauf haben, sich jemals wieder aus eigener Kraft bewegen zu können. Die große Furcht vor dem endgültigen Verlust des Lebens, das man einmal hatte, ist in den Fluren, Zimmern und Gemeinschaftsräumen des Sanatoriums überall zu spüren. Es gibt nur eine Waffe gegen die Verzweiflung und die erschütternde Untätigkeit: Humor. Aus seinen Frechheiten gegenüber der Stationspsychologin und dem Herumblödeln mit seinen Kumpels, die ihn besuchen, schöpft Benjamin jene Kraft, die er so dringend braucht, um seinen Bewegungsradius zu vergrößern. Als der Rollstuhl eines Tages in Benjamins Zimmer einzieht, beginnt ein neues Leben. Er ist der Ausweg aus dem Krankenzimmer und aus der Einsamkeit des Wartens auf ungewisse Besserung. Aus einem Reha-Alltag, der mit fataler Langsamkeit vergeht; in dem ein Frühstück zwei Jahre und ein Liederabend sieben Jahre dauern kann.

Darsteller: Pablo Pauly, Soufiane Guerrab, Moussa Mansaly, Nailia Harzoune, Franck Falise, Yannick Renier, Jason Divengele, Rabah Nait Oufella. Regie: Grand Corps Malade, Mehdi Idir. Originaltitel: Patients, Frankreich, 2016.

7. „Vielen Dank für Nichts“: Romantikkomödie mit einem kräftigen Schuss Jugenddrama

Der Filmverleih hat für diesen Film flugs das Genre „barrierefreier Film“ erfunden. Dabei steckt noch mehr in den Film: Es geht ums Erwachsenwerden, es geht darum, seine eigenen Vorurteile zu überwinden. Und ja, es geht darum, mit der eigenen Querschnittlähmung zurechtzukommen. Starke Themen also. Die Filmmusik stammt u. a. von Rod (Die Ärzte) und passt hervorragend zur Stimmung des Streifens.

Inhalt: Nach einem Snowboardunfall wird Valentin zum Rollstuhlfahrer, befindet sich über Nacht im Heim und wird von seiner Mutter gezwungen, an einem Theaterprojekt für Behinderte teilzunehmen. Das einzig Schöne am Heimleben ist Pflegerin Mira, die aber ist in festen Händen. Valentin entscheidet sich, den Kampf mit dem gesunden, erfolgreichen und gut aussehenden Nebenbuhler Marc aufzunehmen. Voller Begeisterung bieten sich Lukas und Titus (dargestellt von Schauspielern mit Mehrfachbehinderung) als Komplizen an, und Valentin entdeckt, dass seine Mitstreiter zwar behindert, aber keineswegs bescheuert sind. Und echte Freunde ziehen so ein Ding gemeinsam durch.

Darsteller: Joel Basman, Nikki Rappl, Bastian Wurbs. Regie: Oliver Paulus, Stefan Hillebrand, Deutschland, Schweiz, 2014.

Mehr Informationen zum Film im Beitrag: Vielen Dank für Nichts!

8. „Mit ganzer Kraft – Hürden gibt es nur im Kopf“: Berührendes Vater-Sohn-Drama

Einfühlsam gezeichnetes Portrait einer zerrütteten Familie, die der schwerbehinderte Sohn mit ganzer Kraft kitten will. Das Vater-Sohn-Drama hat eine wahre Vater-Sohn-Leistung zum Vorbild: Dick Hoyt nahm mit seinem Sohn, der eine spastische Form zerebraler Kinderlähmung hat, am Ironman Hawaii teil. Strenggenommen keine Querschnittlähmung, aber: Dieser Film muss in diese Liste, denn er ist ein Must für alle, die den Mix aus Emotionen, Stärke und wahrer Begebenheit lieben.

Inhalt: Um das schwierige Verhältnis zu seinem unnahbaren, arbeitslosen Vater Paul  zu kitten, schlägt der 17-jährige Julien ihm vor, gemeinsam am Ironman France teilzunehmen. Obwohl Paul früher Hobby-Leichtathlet war, tut er Juliens Plan als Schnapsidee ab – denn Julien ist auf den Elektro-Rollstuhl angewiesen. Womit Vater Paul nicht rechnet, ist die Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft seines Sohnes. Projekt Ironman wird zur größten Herausforderung ihres Lebens – und sie werden belohnt, denn während der Trainings und des Wettkampfs kommt etwas zurück, was alle in dieser zerrütteten Familie unwiderruflich verloren geglaubt hatten: Liebe, Verständnis und Zusammenhalt …

Darsteller: Jacques Gamblin, Alexandra Lamy, Fabien Héraud, Sophie de Furst, Pablo Pauly, Xavier Mathieu, Fred Epaud, Christelle Cornil. Regie: Nils Tavernier. Originaltitel: De toutes nos forces, Frankreich, Belgien 2013.

Mehr Informationen zum Film im Beitrag: Mit ganzer Kraft.

 

9. „Gold. Du kannst mehr als du denkst“: Ein echter Mutmacher

Deutscher Dokumentarfilm über drei Ausnahmesportler: die querschnittgelähmte deutsche Schwimmerin Kirsten Bruhn, den blinden Marathonäufer Hery Wanyoike und den australischen Rennrollstuhlfahrer Kurt Fearnley. Für Menschen, die sich von echten Emotionen, echter Kraft und echten Leistungen anstecken lassen wollen. Und die atemberaubende Aufnahmen genießen wollen.

Inhalt: Im Mittelpunkt des Films stehen die Geschichte und das Leben der drei Ausnahmesportler, eingefangen in wunderschönen ästhetischen Aufnahmen, von ihnen selbst kommentiert in gefühlvollen Interviewaussagen. Die Paralympics 2012 in London stellen den emotionalen und sportlichen Höhepunkt des Films dar – in dramaturgischer, aber auch in emotionaler und sportlicher Sicht. Unter anderem holte dort Kirsten Bruhn ihr drittes paralympisches Gold.

Regie: Michael Hammon, Deutschland, 2013.

Mehr Informationen zum Film im Beitrag: DVD: Gold – Du kannst mehr als Du denkst.

10. „The Best of Men“: Hommage an den Vater der Paralympics

Herzerwärmender Film der BBC über Sir Ludwig Guttmann, den innovativen Spezialisten bei der Behandlung querschnittgelähmter Menschen und Vater der heutigen Paralympics. Für alle, die sich für Medizinhistorie interessieren. Und für alle, die den Motivationsklapps eines (Film-)Arztes gut gebrauchen können.

Inhalt: Guttmann, einer der führenden Neurologen Deutschlands, ist als Jude gezwungen, nach Großbritannien auszuwandern. Unter seiner Ägide entsteht ab 1944 die erste Abteilung für Rückenmarksverletzte in Stoke Mandeville. Seine Patienten: ehemalige Soldaten, die im Feld eine Querschnittlähmung erlitten. Menschen, die bisher abgeschrieben wurden und dem baldigen Tod durch Vernachlässigung ausgesetzt waren. Guttmann verändert ihr Leben. U. a.  führt er den Sport als zentralen Punkt einer Rehabilitation ein. Das Ziel: körperliche Stärke und Selbstachtung. 1948 veranstaltet er auf dem Gelände der Klinik – parallel zu den Olympischen Spielen in London – einen Bogenwettkampf. Vier Jahre später reist eine niederländische Delegation an: Die Idee eines internationalen Sportwettkampfes unter Menschen mit Behinderung ward geboren.

Darsteller: Eddie Marsan, Rob Bryden, George Mackay, Niamh Cusak, Regie: Tim Whitby, Großbritannien, 2012 (nur englische Originalfassung, als GB-Import erhältlich).

Mehr Informationen zum Leben und Wirken von Sir Ludwig Guttmann in den Beiträgen:

11. „X-Men“: Einer der wenigen Superhelden mit Behinderung

Die Filme basieren auf der gleichnamigen Comicreihe, die Stan Lee und Jack Kirby für den Marvelverlag erschaffen haben. Im Zentrum sitzt – treffender gesagt: thront – Charles Francis Xavier, aka Professor X, ein Mutant, der starke telepathische Kräfte besitzt. Er ist querschnittgelähmt, seit er von seinem ehemals besten Freund Magneto mit Metallprojektilen verletzt wurde.

In seiner Heimat USA gründet er die „Schule für junge Begabte“ – in Wahrheit eine Mutantenschule. Diese X-Men besitzen übermenschliche Fähigkeiten, weshalb sie von „normalen“ Menschen zumeist als Gefahr angesehen werden. Und hier liegt – neben Aktion und Comicfaszination – der eigentliche Wert der X-Men-Reihe und aller ihrer Ableger begründet: Comicfans gelten die X-Men als sozialkritische Metapher für soziale Randgruppen, die häufiger Diskriminierung ausgesetzt sind und auf unterschiedlichste Art darauf reagieren. Für alle, die Actionfilme und Comicverfilmungen lieben.

Inhalt: Gute Mutanten versus böse Mutanten.

Darsteller (angesichts von derzeit – Stand: Februar 2019- 13 Filmen lediglich eine kleine Auswahl): Hugh Jackman, Patrick Stewart, James McAvoy, Michael Fassbender, Boyd Holbrook, Halle Berry, Anya Taylor-Joy, Maisie Williams. Regie: James Mangold, Matthew Vaughn, Bryan Singer, u. a., USA, seit 2000.

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