Lesestoff: Zwölf Bücher mit Romanfiguren mit Querschnittlähmung

Lesen geht immer. Ob zu Hause auf dem Sofa, im Urlaub am Strand oder auf einer langen Bahnfahrt quer durch Europa. Die Redaktion hat eine Auswahl von Romanen zusammengestellt, in denen Menschen mit Querschnittlähmung Haupt- oder Nebenfiguren sind.

Während sich die meisten Menschen noch darüber einig sind, dass Lesen eine tolle Sache ist, scheiden sich die Geister doch ganz erheblich bei dem was gelesen werden sollte. Manche Leute stürzen sich enthusiastisch auf Liebesromane, andere können damit so gar nichts anfangen. Krimis sind der Fall von ganz vielen Lesern, andere kann man damit jagen… Im Folgenden werden Beispiele* mit Protagonisten im Rollstuhl aus verschiedenen Belletristik-Sparten genannt:

Lieberomane

  • Ein ganzes halbes Jahr
    von Jojo Moyes

Die Geschichte von Louise und Will rührte Millionen von Lesern zu Tränen: Die junge nimmt eine Stelle als „Pflegehilfe und Gesellschaft für einen behinderten Mann“ bei Will an, der seit einem Motorradunfall vom Hals abwärts gelähmt ist. Das Buch beschreibt, wie zwei Menschen mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten und Hintergründen einander lieben lernen: Auf der einen Seite steht das einfache, fröhliche Mädchen aus der Kleinstadt, das zunächst keine Ahnung hat, wie die Pflege oder Assistenz für einen Menschen mit Tetraplegie auszusehen hat. Auf der anderen Seite ist der übellaunige ehemalige Teufelskerl und Frauenheld, der nicht damit klarkommt, dass er seinen Körper nicht mehr bewegen kann. In der Zeit, die sie gemeinsam verbringen, verändert sich die beiden und die Beziehung zu Will gibt Lou die Kraft und den Willen ihr bis dahin chaotisches Leben aufzuräumen.

Doch die Stelle, die Lou angetreten hat, war von Anfang an auf sechs Monate begrenzt, da Will vor hat seinem Leben ein Ende zu setzen.

Für eine ausführliche Beschreibung siehe: Gelesen: Ein ganzes halbes Jahr

  • Ein Sommer und ein ganzes Leben
    von Kristina Valentin

Dieser (nicht ganz klassische) Liebesroman handelt vom schlagfertigen und charmanten Rollstuhlfahrer David und Katharina, die nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes alleinerziehende Mutter ist. Die beiden sind Nachbarn und treffen immer wieder unter der Kastanie im Garten aufeinander. Um zueinander zu finden, müssen sich beide den dunklen Seiten ihrer Vergangenheit stellen, denn beide haben an Ereignissen zu knabbern, die einer neuen Liebe im Weg stehen können.

Die Autorin sagt, dass ihr die Idee zu einem Protagonisten im Rollstuhl schon lange vorgeschwebt hätte, da sie das Gefühl hatte, dass Menschen mit Behinderungen in Filmen oder Romane unterrepräsentiert seien oder als Projektionsfläche für Leid und Drama dienten. Wobei für die meisten Betroffenen  die Realität – mit Familie, Kindern, Beziehungen, Freunden, Job und Haustieren – doch ganz anders aussähe. Bei der Recherche zum Thema hat Valentin ganze Arbeit geleistet. Um über Protagonist Davids Lebensrealität und seinen Alltag mit Rollstuhl schreiben zu können, sprach sie mit Betroffenen und absolvierte ein Rollstuhltraining. Ein echter Perspektivenwechsel, wie sie selbst sagt.

  • Harter Fall. Weiche Landung.
    von Sarina Bowen

Liebesromane, bzw. Erotikromane, folgen meist einem ähnlichen Schema: Mann trifft Frau. Es besteht eine gegenseitige Anziehung. Sexuelle Begegnung(en) finden statt. Dann passiert etwas, das Mann oder Frau oder beide an der Zuneigung des jeweiligen anderen zweifeln lässt. Sexuelle Begegnung(en) finden trotzdem weiterhin statt. Schließlich gestehen sich die Protagonisten ihre gegenseitige Liebe. Und Ende.

Diesem Plot folgt auch „Harter Fall. Weiche Landung.“, nur das in diesem Fall der Held, Hank Lazarus, nach einem Unfall querschnittgelähmt ist, was dem Ganzen zum einen, einen erfrischend neuen Anstrich gibt und zum anderen den emotionalen Aufruhr wenigstens teilweise verständlich macht. Wie sexuelle Begegnungen ohne Erektion möglich sind, und wie Potenzmittel bei Querschnittlähmung helfen können, sind Themen, die beiläufig besprochen werden.

Interessanterweise handelt es sich bei „Harter Fall. Weiche Landung.“ um ein Buch, dem man durchaus unterstellen kann, dass man es nicht mit einer gewissen Prüderie lesen (oder schreiben) darf. Trotzdem erwähnt die Autorin mit keinem Wort das eventuell gegebene Problem der Inkontinenz. Hanks erektile Dysfunktion und seine Spastik werden allerdings thematisiert, was vermuten lässt, dass Bowen, was ein offenherziges Bild der Realität angeht, einfach mal eine Grenze ziehen wollte. Oder dass sie davon ausging, dass in einem Liebesroman niemand etwas über Ausscheidungen lesen möchte.

Für mehr Einblicke siehe: Meine Querschnittlähmung und ich: Erotikroman mit Rollstuhlfahrer

  • Shooting for the Stars
    von Sarina Bowen

„Harter Fall. Weiche Landung.“ ist der zweite Teil der Gravitiy-Serie (Gravitiy = Schwerkraft/Anziehungskraft) von Sarina Bowen. Während der erste Teil nichts mit Querschnittlähmung zu tun hat, wird sie in Teil drei nochmals thematisiert. Hanks Unfall und die Zeit danach werden aus Sicht seiner Schwester Stella erzählt, die in diesem Roman die Rolle der Heldin einnimmt und sich in Hanks besten Freund, Barry, verliebt. Als die beiden nach einer gemeinsamen Nacht von Hanks Unfall erfahren, fühlen sie sich so schuldig, dass sie die aufkeimende Beziehung beenden und sich ganz der Familie, Hank und dessen Rehabilitation verschreiben.

„Shooting for the Stars“ ist derzeit (Juni 2019) noch nicht ins Deutsche übersetzt.

Übrigens: Für alle, die Erotikromane mögen, Liebesgeschichten zwischen zwei heterosexuellen Menschen aber nichts abgewinnen können, gibt es „The Mating of Michael“ von Eli Easton (auch nur in englischer Sprache).

  • Paul sucht eine Frau
    von Daniel Morawek

Tetraplegiker Paul findet einfach keine Freundin. Von seinem Freund Nico lässt er sich dazu überreden eine Assistentin (die er nicht braucht) anzuheuern, da sich laut Nico Pflegende immer in ihre Patienten verlieben. Den Job bekommt die hübsche Lara. Qualifikationen hat sie keine, dafür aber einen Freund, was ja so gar nicht in Pauls Plan passt.  Trotzdem entwickeln sich die Dinge zwischen den beiden Protagonisten – es gibt Höhen und Tiefen – und überraschend kommt es schließlich zu mehr als einem Happy End.

Autor Daniel Morawek hat bei der Recherche zu seinem Roman eine Dokumentation über einen Pflegedienst gedreht und einige Zeit mit einem Rollstuhl-Rugby-Team verbracht. Seine Schilderung der (fiktiven) Geschehnisse ist also durchaus realistisch und außerdem amüsant. Für eine ausführliche Beschreibung siehe: Paul sucht eine Frau – Liebesgeschichte mit Einblicken

  • Winterzauber in Notting Hill
    von Mandy Baggot

Hier ist es Nebenfigur Hanna, die im Rollstuhl sitzt. Protagonistin Isla fühlt sich nach einem Unfall, bei dem beide ihre Eltern verloren, für ihre querschnittlähmte Schwester verantwortlich und verhält sich schon überfürsorglich – und das obwohl Hanna einen Job und ein reges Gesellschaftsleben hat. Erst die Liebe zu Chase und dessen beiden kleinen Töchtern macht Isla klar, dass sie in erster Linie für sich selbst verantwortlich ist.

Als Leser kann man in dieser Geschichte (wie auch in „Shooting für the Stars“) den Umstand wiedererkennen, dass so manche Angehörige gewissen Tendenzen haben, einem Verwandten mit Querschnittlähmung die Fähigkeit absprechen für sich selbst sorgen zu können. Dieses Loslassen in ein selbständiges Leben im Rollstuhl muss von Eltern, Geschwistern oder Partnern manchmal erst gelernt werden – denn obwohl Menschen mit Querschnittlähmung vor allem in der Anfangszeit vielleicht die eine oder andere Hilfestellung benötigen, braucht und will keiner die Selbstaufgabe von Angehörigen.

Gesellschaftskritik

  • Zungenküsse mit Hyänen
    von Else Buschheuer

Michael entflieht den Fängen seiner herrischen Mutter und landet als Redakteur in der Großstadt. Die Wohnung, die er mietet, gehörte ausgerechnet der jüngst verstorbenen Society-Schönheit Felicitas Müller. Nun wird der Protagonist beauftragt eine Exklusivstory über das Ableben seiner Vormieterin zu schreiben, die auf ihrer eigenen Geburtstagsparty im Haus eines Produzenten (der ebenfalls Müller heißt) vergiftet wurde und bis dahin ein interessantes (d. h. ausschweifendes) Leben führte. Bei diesem Produzenten Müller handelt es sich nun um den Rollstuhlfahrer im Buch – einen alternden, zynischen Partylöwen, der nach einem Verkehrsunfall vor über dreißig Jahren querschnittgelähmt ist  und seine Sexualpartnerinnen jung, knackig und dumm mag: Auch mit der dahingeschiedenen „Roten Müllerin“ (die jung und knackig aber ganz sicher nicht dumm war) hatte er eine leidenschaftliche Affäre. Michael gerät in ein Gewirr aus Sex, Gewalt und Bigotterie, während er sich alle Mühe gibt den Tod einer Frau aufzuklären, in die er sich zu allem Unglück auch noch post mortem verliebt hat.

Else Buschheuer weiß wovon sie schreibt, wenn es um Rollstuhlfahrer geht. Bis zu seinem Tod im Jahr 2014 war sie mit dem querschnittgelähmten TV-Intendant Udo Reiter verheiratet. Beim Lesen mag man gerne unterstellen, dass die (Neben-) Figur des Produzenten Müller auf Reiter beruht.

Krimis/Thriller

  • Die Friedwart-Bender-Reihe
    von Robert Schneider

Nach einem Arbeitsunfall ist Friedwart Bender, ehemaliges Mitglied einer Spezialeinheit der Frankfurter Polizei, querschnittgelähmt und arbeitet fortan als privater Ermittler als Experte für Spurensicherung im IT Bereich. Sein Job bringt ihn naturgemäß mit den abartigsten Menschen in Kontakt, denen er das Handwerk legen muss. Im 2010 erschienenen ersten Teil der Reihe „Filmriss“ geht es um Kinderpornografie, im zweiten Teil „Virtuelle Millionen“ um Sprengstoffanschläge und in Teil Drei „Überschrittene Grenzen“ um Menschen mit ganz besonderen, unerklärlichen Fähigkeiten.

Autor Robert Schneider ist selbst querschnittgelähmt und daher bestens über die Situation von Menschen im Rollstuhl informiert, was seine Hauptfigur und die Situationen, in die er gerät, äußerst realistisch machen.

Für weitere Einblicke siehe: Skurrile Mischung: Nonnen. Pornos. Rollstuhlfahrer.

  • Die Hanne-Wilhelmsen-Reihe
    von Anne Holt

Die Krimireihe um Kommissarin Hanne Wilhelmsen der norwegischen Autorin Anne Holt ist ein Aufatmen für alle, die Kriminalgeschichten mögen, aber keinen Gefallen an Blutorgien finden. Bei Holt geht es mehr darum Puzzle zusammenzusetzen denn Leichenteile. Und die Protagonistin (und viele der Nebenfiguren) passen nicht in die gängigen Schubladen, was das Leseerlebnis zu einem Vergnügen jenseits aller Klischees und Vorurteile macht.

Bemerkenswert ist, dass Hanne zu Anfang der Reihe nicht im Rollstuhl sitzt. Erst in Band Sieben wird sie angeschossen und trägt eine Querschnittlähmung davon – was sie nicht davon abhält in bis dato drei weiteren Bänden Ermittlungen gegen Gut und Böse anzustellen. Aufgegriffen werden häufig solche Themen, die in der skandinavischen Kriminalliteratur gerne gesehen sind: Schuld und Sühne, Schmerz und Rache.

Für weitere Einblicke siehe: Der norwegische Gast – Ermittlerin im Rollstuhl

  • Die Lincoln-Rhyme-Reihe
    von Jeffrey Deaver

Den ersten Teil dieser Thriller-Reihe „Die Assistentin“ kennen vielleicht auch Nicht-Leser, denn er ist als „Der Knochenjäger“ verfilmt worden. Folgendes passiert: Ein Serienkiller verschleppt und tötet scheinbar wahllos unschuldige Menschen und hinterlässt an jedem Tatort einen obskuren Hinweis auf den nächsten Mord. Die Polizei tappt im Dunkeln, Köpfe rollen. Forensiker Lincoln Rhyme soll’s richten. Das Problem ist, dass Rhyme seit einem Arbeitsunfall Tetraplegiker und praktisch bewegungsunfähig ist. Seine Bitterkeit ob der Behinderung verhindert, dass er seiner Arbeit nachgeht und sogar seinen Selbstmord hat er bereits geplant. Doch die brutalen Mordfälle und Kollegin Amelia Sachs wecken sein Interesse – und irgendwann geht ihm auf, dass er den Täter kennen muss, denn die Hinweise an den Tatorten wenden sich zunehmend an Rhyme persönlich.

Autor Jeffrey Deaver beschreibt die Situation des Tetraplegiker Rhyme realistisch und wiederholt, wird doch die Querschnittlähmung des Protagonisten in vielen der Geschichten instrumentalisiert. Für Menschen, die sich nicht mit Rückenmarksverletzungen auskennen, wird dadurch ein Einblick in den Alltag von Menschen mit hoher Querschnittlähmung ermöglicht und Selbstbetroffene werden sich oft wiederfinden.

Für weitere Beschreibungen und Eindrücke siehe: Lincoln Rhyme – Sherlock im E-Rolli

  • Endzeit
    von Liz Jensen

Ich-Erzählerin Gabrielle Fox ist nach einem Autounfall, bei dem sie nicht nur ihren Partner verlor, querschnittgelähmt. In dem darauffolgenden von Hitze und Stürmen geprägten Sommer, konzentriert sie sich auf die eine Sache, die ihr noch bleibt: ihre Karriere als Psychologin. Doch dann wird ihr die minderjährige Muttermörderin Bethany Krall als Patienten zugewiesen, die in einer fundamental-christlichen Familie aufgewachsen ist und behauptet Naturkatastrophen vorhersehen zu können. Und tatsächlich treten die Katastrophen genau zu den Daten ein, die Bethany prophezeit hat. Als sie eine globale Katastrophe nie da gewesenen Ausmaßes vorhersagt, tritt Physiker Frazer Melville auf den Plan und wird zu Gabrielles neuem Objekt der Begierde.

Zunächst ist sich Gabrielle ihrer Gefühle nicht sicher, dann zweifelt sie, ob sie diese Gefühle überhaupt haben darf und hadert sehr mit dem Unglücksfall in ihrer Vergangenheit. Überhaupt mag ihre Besessenheit mit ihrer Behinderung dem Leser hie und da etwas redundant erscheinen. Doch die Dinge zwischen ihr und Frazer entwickeln sich, auch in sexueller Hinsicht, und Gabrielle beginnt zu glauben, dass es in ihrem Leben trotz Querschnittlähmung doch noch mehr geben könnte als ihren Job. Aber dann taucht eine andere Frau in Frazers Leben auf. Und auch das Ende der Welt droht über sie hereinzubrechen.

Was als Thriller beginnt, wird gegen Ende des Buches mehr zu einer Fantasy-Dystopie, die zur aktuellen Klimasituation sehr gut passt. Siehe auch: Endzeit – Weltuntergang mit Querschnittlähmung

Fantasy & Science Fiction

Es ist gar nicht so einfach Fantasy Bücher zu finden, in denen Menschen vorkommen, die sich im Rollstuhl fortbewegen, denn wie das mit Fantasy so ist, werden Behinderungen gerne mal wegfantasiert. So wie in „Die Träume des Jonathan Jabbok“ von Ralf Isau, in dem Jonathan im Rollstuhl sitzt, sein Alter Ego in seiner Traumwelt aber gehen kann. Anders schaut es da schon bei „Timos Reise“ von Irene Li Krauß aus, in dem der jugendliche Held gerade erst versucht mit seiner Querschnittlähmung klarzukommen, wobei ihm ein Frosch, ein Einhorn und flugunfähige Vögel helfen. In einem weiteren dystopischen Jugendbuch, „Die letzte Entscheidung“ von Veronica Roth, ist eine Nebenfigur nach einer Verletzung querschnittgelähmt. Erwähnenswert ist dieses Buch eigentlich nur deshalb, weil ihr direkt ein Exoskelett angepasst und über einen Rollstuhl gar nicht erst verhandelt wird.

In G. R. R. Martins als „Game of Thrones“ verfilmten Fantasy-Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ gibt es gleich zwei Figuren im Rollstuhl. Während einer der beiden, Doran Martel, gichtkrank ist und sich noch daraus erheben kann (wenn er will), ist der andere, Brandon Stark, seit einem Sturz aus dem Fenster querschnittgelähmt. Wie Bran ausscheidet oder Dekubiti vermeidet, bleibt unerwähnt. Lediglich seine Mobilität wird thematisiert. Sie wird zunächst durch einen angepassten Sattel und dann durch einen hünenhaften Bediensteten gewährleistet. Schließlich wird Bran offenbart, dass er zwar nie wieder laufen dafür aber fliegen können wird.

Comics

  • X-Men
    von Stan Lee und Josh Kirby

Die X-Men Comics gibt es schon seit den 60er Jahren. Das X steht für Professor Charles Francis Xavier, der selbst telepathische Fähigkeiten hat und ein Team von Mutanten – Menschen mit genetisch bedingt besonderen physischen und/oder geistigen Besonderheiten – anführt. Xavier ist querschnittgelähmt, seit er im Himalaya die Pläne einer außerirdischen Invasion vereitelte. Als Vergeltung ließ das Wesen Luzifer einen Felsen auf Xavier fallen, der sein Rückgrat brach. Diese Version der Geschichte weicht von der Verfilmung mit James McAvoy ab, in der Xavier von einem Querschläger in die Wirbelsäule getroffen wird.

Seine Behinderung hält Xavier nicht davon ab der Chef seiner Gemeinschaft zu sein, eine Schule für junge Mutanten zu führen und gegen die Mächte des Bösen und für das Gute zu kämpfen. Sein Rollstuhl ist mit allerlei nützlichem Schnickschnack ausgestattet, was ganz praktisch ist, wenn man die Welt quasi täglich rettet. Auch Treppen stellen für Xavier kein Problem dar, da er den Rollstuhl schweben lassen kann. Ob er bis auf die motorischen Einschränkung mit weiteren Folgen seiner Querschnittlähmung zu kämpfen hat, bleibt unerwähnt.

  • Wheelchair Man
    von Mohammed Syed

Wheelchair Man ist ein querschnittgelähmter Superheld, der nicht nur die Macht hat die Menschen die Konsequenzen der Taten, die sie begehen wollen, erkennen zu lassen, sondern der auch inmitten von Krieg und Gewalt die Fähigkeit zur friedfertigen Auseinandersetzung besitzt. Außerdem kann er in seinem Rollstuhl fliegen und die Reifen als Schutzschild verwenden.

Das (nur in Englisch verfügbare) Comicbuch erzählt die Geschichte von Moh, der noch sehr jung ist, als inmitten eines Krieges seine Kindheit ein jähes Ende findet. Er wird bei einem Bombenangriff verletzt und verliert seine Familie, doch indem er es schafft mit seiner physischen Behinderung und dem Verlust, den er erlitten hat, zurande zu kommen, entwickelt Moh außergewöhnliche Fähigkeiten.

Für weitere Einblicke siehe: Wheelchair Man – Superheld im Rollstuhl

 

Für Kinderbücher und Biographien siehe: Kategorie Bücher

 

*Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hinweise zu weiteren Büchern nimmt die Redaktion gerne entgegen.

 

 

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