Broschüre: ABC Heilmittelrichtlinie

Die Broschüre „ABS Heilmittelrichtlinie“ des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) soll es Betroffene erleichtern richtig mit dem Heilmittelkatalog umzugehen. Auf 135 Seiten gibt der Ratgeber nützliche Informationen zur den Festlegungen der Heilmittelrichtlinie.

Alle gesetzlich Versicherten haben im Krankheitsfall Anspruch auf Heilmittel, z. Physiotherapie, Ergotherapie, Massage oder Sprachtherapie. Heilmittel werden von Vertragsärzten verordnet; nach der Verordnung dürfen Heilmittel nur von zugelassenen Heilmittelerbringern (z. B. Physiotherapeuten, Logopäden) geleistet werden. Der Ratgeber des BSK will helfen zu klären, was alles zu den Heilmitteln (nicht Hilfsmitteln) zählt, was IGeL-Leistungen sind,

Aus dem Inhalt

Im ersten Teil werden die wichtigsten Heilmittel in alphabetischer Reihenfolge dargestellt. Das Verzeichnis erklären Fachbegriffe von A wie Allgemeine Krankengymnastik bis Z wie Zusatzleistungen. Zu den Erläuterungen gibt es viele ergänzende Tipps und „Gut zu wissen“-Hinweise für die Anwendung in der Praxis.

Ein Beispiel

  • Ergänzende Heilmittel

Der Heilmittelkatalog sieht zur indikationsbezogenen Behandlung des Patienten/der Patientin bei der Auswahl der Einzelheilmittel eine Rangfolge vor, die auf der Grundlage jahrelanger Erfahrungen aus der Praxis zwischen:

  • vorrangigen, also am ehesten oder häufigsten,
  • optionalen, also alternativen und
  • ergänzenden, also zusätzlichen Heilmitteln unterschiedet.

Gut zu wissen: Zur Verbesserung der Therapieeffizienz kann der Arzt/die Ärztin zusätzlich zu einem vorrangigen oder einem optionalen Heilmittel nur ein weiteres im Heilmittelkatalog genanntes ergänzendes Heilmittel (im Heilmittelkatalog mit dem Symbol „C“ gekennzeichnet) verordnen, wie z. B. Eis, Elektrotherapie, Heiße Rolle u. a.. (BSK, 2012)

Im zweiten Teil werden die gesetzlichen Grundlagen der Heilmittel dargestellt und im dritten Teil wird erklärt, was genau der Heilmittelkatalog ist. Der vierte Teil erläutert Allgemeines, wie die Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung mit Heilmitteln.

Im fünften Teil geht es um häufig gestellte Fragen und deren Beantwortung.

Zwei Beispiele

  • Behandlungsfrequenz

Frage: Ist die Frequenz der Behandlungen durch den Arzt/die Ärztin festzulegen und auf der Verordnung stets anzugeben?

Antwort: Ja. Insbesondere bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls ist die Angabe entscheidend für die maximale Verordnungsmenge. Die Verordnungsmenge ist abhängig von der Behandlungsfrequenz so zu bemessen, dass mindesten eine ärztliche Untersuchung innerhalb einer Zeitspanne von zwölf Wochen nach der Verordnung gewährleistet ist.

  • Langfristige Verordnung von Heilmitteln

Frage: Können Heilmittel auch langfristig verordnet werden?

Antwort: Ja. Eine langfristige Verordnung von Heilmitteln ist möglich und muss vom Arzt/der Ärztin medizinisch begründet und von der zuständigen Krankenkasse genehmigt werden. In der Zeit übernimmt sie die Kosten der Behandlung, auch wenn die weitere Behandlung nicht genehmigt wird.

Die Broschüre

  • ABC – Heilmittelrichtlinie
  • Von: BSK / Heidi Hauer
  • Seiten: 135

Bezugsquelle

Die Broschüren verschickt der BSK gegen eine Schutzgebühr.

  • Altkrautheimer Straße 20
  • 74238 Krautheim
  • Telefon: 06294 428170
  • E-Mail: info@bsk-ev.org

Über den BSK

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) ist eine der ältesten Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Behinderung in Deutschland. Er hat seinen Sitz in Krautheim, wurde 1955 von Eduard Knoll gegründet und ist damit eine der ältesten Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Behinderung in Deutschland. Er hat über 25.000 Mitglieder und Förderer und ist vor Ort in über 100 Untergliederungen deutschlandweit organisiert.

 

 

 

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