Zweite Phase der NISCi Nogo-A Studie

Neue Medikamente mit Nogo-A Antikörpern könnten den Durchbruch bei der Behandlung von Querschnittlähmung bedeuten und die erste wirkliche Therapie für verletzte Nerven des Rückenmarks ermöglichen.

Zum ersten Mal scheint es möglich, dass die Erholung von Nervenfunktionen mit einem Medikament verbessert werden kann und sich Patientinnen und Patienten auch besser erholen können. Nogo-A verhindert das Wachstum und die Regeneration von Nervenfasern. Mit den neuen Antikörpern lässt sich ein körpereigener Hemmstoff (Nogo-A-Protein) im Menschen ausschalten. Die Therapie zielt darauf ab, Regeneration und Plastizität der Nervenfasern zu verbessern, so dass sie sich wieder verbinden können. Damit sollen sich die motorischen und sensorischen Nervenfunktionen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten deutlich verbessern.

NISCi-Studie

Diese Antikörper-Therapie wird aktuell in einer breit angelegten europaweiten Studie getestet. In vorherigen Untersuchungen konnte bestätigt werden, dass die Behandlung sicher, erfolgsversprechend und gut verträglich ist. In der jetzt laufenden zweiten Phase wird 132 Patienten der im Labor entwickelte Antikörper oder ein Placebo injiziert. An der Studie können Patienten teilnehmen, die innerhalb der letzten 28 Tage eine Verletzung des Halsmarks erlitten haben.

Vor allzu großer Euphorie sei allerdings gewarnt: Noch kann eine Querschnittlähmung nicht geheilt werden. Das Ziel der Behandlung ist jedoch, dass „Nerven wieder, zumindest im eingeschränkten Maße, spontan aussprossen und damit die neurologischen Beeinträchtigungen geringer ausfallen“, sagt Prof. Norbert Weidner vom Querschnittszentrum Heidelberg.

Zur Homepage der NISCi-Studie geht es hier.

 

Siehe auch: NISCi Studie – Hoffnung für Menschen mit Querschnittlähmung durch Nogo-A Antikörpertherapie

 

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