Den Rollstuhl mit der Mimik steuern

Wenn eine komplette, hohe Tetraplegie vorliegt, sind Betroffene vom Hals abwärts zu keiner Bewegung fähig. Die Muskeln im Gesicht sind von der Lähmung allerdings nicht beeinflusst – weshalb sollte man ihnen also nicht einen Rollstuhl steuern können.

Es gibt bereits Ansätze bei denen die Steuerung eines Elektrorollstuhls mit Augen, Zunge oder den Ohren erfolgt. Aber mit einem Lächeln den Rollstuhl starten? Ihn mit dem Heben der Augenbraue wenden? Und ihn mit einem Kräuseln der Nase anhalten lassen? Das klingt utopisch – doch so ähnlich stellt sich das Team der Firmen HooBox und Intel die neue Mobilität vor, die ihr Prototyp, der Wheelie 7, ermöglichen soll.

Der Wheelie 7 ist mit einer Kamera ausgestattet, die zehn verschiedene Ausdrücke als Steuerungsbefehle interpretieren kann. Die Kamera muss dabei nicht direkt vor dem Gesicht des Nutzers platziert sein; sie kann bis zu 60° vom Mittelpunkt des Gesichts abweichen. Zudem kann das System an die Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden.

Marktreif ist das Produkt noch nicht, aber die Betaversion ist seit 2019 in der Testphase. Wann Wheelie für den Endverbraucher für welchen Preis verfügbar sein wird, ist unklar.
Für mehr Informationen siehe: Hoobox 

Siehe auch: Den Rollstuhl mit der Zunge steuern und Mit Ohrmuskeln den Rollstuhl steuern

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