Acht Lebensmittel, die Blähungen verursachen können

Bei funktionellen, mit der Querschnittlähmung oft einhergehenden Verdauungsstörungen sind Blähungen ein häufiges Problem. Folgende Lebensmittel sollte man bei der Tendenz zu störenden Flatulenzen und einem Blähbauch besser meiden.

Zu Blähungen kann es aus verschiedenen Gründen kommen: Ernährungsbedingte Blähungen, verstopfungsbedingte Blähungen, Blähungen aufgrund von Medikamenten und andere Ursachen, wie eine veränderte Darmflora oder eine Abnahme der Bauchmuskulatur. Für weitere Informationen hierzu siehe: Sieben Wege zur Vermeidung von Blähungen bei Querschnittlähmung.

Maßnahmen zur Vermeidung von Blähungen sind u. a. die Identifizierung von etwaigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, das gründliche Kauen der Nahrung und das Reduzieren von Stress. Zudem sollte man Lebensmittel meiden, von denen man weiß, dass sie Blähungen verursachen. Dies kann individuell unterschiedlich sein – manche Menschen reagieren überhaupt nicht auf die folgenden Lebensmittel – oder auch eine Frage der Gewöhnung sein. Die üblichen Verdächtigen sollte man aber kennen, um sich uns einen Körper nach dem Verzehr beobachten zu können.

Vor allem Nahrungsmittelunverträglichkeiten können beim Verzehr bestimmter Speisen zu Blähungen führen (siehe: Nahrungsmittelunverträglichkeiten). Daneben gibt es aber auch andere Nahrungsmittel, die unerwünschte Nebenwirkungen im Verdauungstrakt haben können, Dass Kohl und Hülsenfrüchte dazu gehören, ist den meisten Menschen bekannt. Es gibt aber auch einige Überraschungskandidaten:

  1. Hülsenfrüchte
    Hülsenfrüchte sind reich an Ballaststoffen, weshalb sie im Darm für Aufruhr sorgen können. Zudem sind die enthaltenen Kohlenhydraten, darunter die Zucker Rhamnose, Raffinose und Stachyose ebenfalls schwer verdaulich. Die blähenden Eigenschaften der Hülsenfrüchte können reduziert werden, wenn sie über Nacht eingeweicht, dann abgespült und in frischem Wasser gekocht werden, dem etwas Natron hinzugefügt wurde. So werden die Zellwände aufgeweicht und dadurch leichter verdaulich.
  2. Kohl
    Auch bei den Vertretern der Kohlfamilie (Weißkraut, Rotkohl, Grünkohl, Wirsing, Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi) ist es die Kombination aus Ballaststoffen und Kohlenhydrat, die zur Doppelbedrohung im Verdauungstrakt wird. Traditionell werden Kümmel- und Fenchelsamen eingesetzt, um die blähende Wirkung zu mildern.
  3. Zwiebelgewächse
    Zwiebeln sind nicht nur reich am schwerverdaulichen Ballaststoff Inulin sondern auch an Fruchtzucker und dem Zuckeraustauschstoff Sorbit. Selbst wenn keine Fruktoseunverträglichkeit vorliegt, können Fruktane zu einer vermehrten Gasbildung im Dickdarm führen. Wie Kohlgerichte werden Zwiebelgerichte leichter verdaulich, wenn sie mit Kümmel und Fenchel zubereitet werden.
  4. Oliven
    Oliven gehören zu den Früchten, die nicht nur reich an Fett sondern auch erstaunlich reich an Ballaststoffen sind. Diese Kombination kann vor allem bei großen verzehrten Mengen zu Blähungen führen.
  5. Eier
    Eigelb enthält Schwefelverbindungen, die in Schwefelwasserstoff umgewandelt werden und so zu sehr intensiv riechenden Blähungen führen können. Dies gilt vor allem bei langen Kochzeiten und bei der Verbindung mit Fetten bzw. Ölen. Kurzgegarte, fettfreie Eier werden meist besser vertragen.
  6. Bier
    Alle alkoholischen Getränke können Blähungen verursachen, aber Bier ist für viele Menschen das größte Problem, da nicht nur Kohlesäure enthalten ist, die blähend wirkt, sondern auch Zucker, der von den Darmbakterien verarbeitet wird. Bei dieser Verarbeitung entstehen Gase, die dem Körper als Blähungen entweichen.
  7. Fast Food
    Fast Food enthält meist sehr viel Zucker und sehr viel Fett, die im Verdauungstrakt eine unheilige Allianz bilden und zu Blähungen (oder schlimmeren) führen können. Hinzu kommt das Fast Food nicht nur „fast“, also schnell auf dem Teller landet, sondern in der Regel auch schnell verputzt wird. Beim schnellen Essen und hastigen Kauen wird aber oft viel Luft geschluckt, die den Körper auf dem einen oder anderen Wege wieder verlassen muss.
  8. Kaugummi
    Auch das Kauen von Kaugummi kann dazu führen, das überschüssige Luft in den Verdauungstrakt gelangt. Zudem enthält Kaugummi Zucker oder Zuckeraustauschstoffe. Bei der Verarbeitung dieser durch die Darmbakterien entstehen zusätzlich Gase.

Weitere Lebensmittel, die man bei der Neigung zu Blähung mit Vorsicht genießen sollte, sind: Frisch gebackenes Brot, Hefegebäck, fetthaltige Milchprodukte und Schimmelkäsesorten, Süßigkeiten und Lebensmittel mit einem hohen Ballaststoffanteil, wie Nüsse oder bestimmte Gemüsesorten.

Für mehr Informationen dazu, wie Blähungen entstehen und wie sie sich vermeiden lassen siehe: Sieben Wege zur Vermeidung von Blähungen bei Querschnittlähmung.

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