Coronavirus und Querschnittlähmung: Ausnahmen bei der Maskenpflicht?

In Deutschland gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen, in öffentlichen Gebäuden sowie beim Einkaufen und in manchen Gebieten auch im gesamten öffentlichen Raum, wenn das Einhalten eines Mindestabstands nicht möglich ist. Menschen, deren Gesundheitszustand das Tragen einer Maske nicht zulässt, sind von der Regelung ausgenommen.

Bei Menschen mit Querschnittlähmung könnte nicht notwendigerweise, aber in Ausnahmefällen z. B., wenn eine Atemfunktionsstörung vorliegt, das Tragen einer Maske zu Atemnot führen. Die Maskenpflicht entfällt dann, doch eine entsprechende Bescheinigung eines Arztes ist in solchen Fällen immer mit sich zu führen.

Siehe hierzu die Anmerkungen im Bußgeldkatalog hier und eine Aufstellung der Ausnahmeregelungen in den einzelnen Bundesländern der Aktion Mensch hier.

Für einen Beitrag darüber, wieso das Tragen von Masken sinnvoll sein kann siehe: Coronavirus: Mund-Nasen-Schutzmasken sinnvoll (nicht nur) für Menschen mit Querschnittlähmung

Plakat zu Ausnahmen von der Maskenpflicht

In einer Pressemitteilung vom 18.11.2020 bitten die Verantwortlichen der Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt um Verständnis und Rücksichtnahme der Personen, die zur Überwachung der Pflicht zur Mund-​Nasen-Bedeckung eingesetzt sind. Die Öffentlichkeit soll darauf hingewiesen werden, dass das Tragen eines Mund-​Nasen-Schutzes nicht für alle Personen möglich ist. Hierzu wurde ein entsprechendes Plakat entwickelt, dass über folgenden Kontakt bezogen werden kann:  Landesbehindertenbeauftragten Sachsen-Anhalt und Antidiskriminierungsstelle des Landes.