„Not-a-Wheelchair“: YouTube-Star entwickelt für seine Frau Offroad-Rollstuhl

Zack Nelson ist ein YouTube-Star – Millionen haben seine DYS-Videos abonniert. Für seine querschnittgelähmte Frau hat er mit relativ geringem Material- und Kostenaufwand einen Offroad-Rollstuhl entwickelt, der nun in Serie geht.

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Bekannt ist Zack Nelson vor allem für seine Haltbarkeitstests für Smartphones. Viel Spaß machen ihm aber auch andere Projekte – so repariert er sehr gerne Drohnen und „Dinge, an die er zufällig gerät“, wie er über sich selbst schreibt.

Annähernd 5,9 Millionen Abonnenten verfolgen auf seinem YouTube-Kanal JerryRigEverything regelmäßig, was der Technik-Basteler so treibt. Und eines seiner Do-it-yourself-Projekte dürfte Menschen mit Querschnittlähmung wohl besonders gut gefallen: Der 32-Jährige hat für seine Frau, die seit einem Reitunfall querschnittgelähmt ist, einen Off-Road-Rollstuhl zusammengeschraubt und -geschweißt.

Geboren wurde die Idee als Antwort auf leicht nachvollziehbares Problem: Ein klassischer Off-Road-Rollstuhl ist sehr teuer, mit einem „normalen“ Rollstuhl konnte Cambry fast nur asphaltierte Straßen nutzen. Für eine Tour abseits befestigter Wege sind die Räder zu schmal oder das Terrain so anspruchsvoll, dass sie es mit einem manuellen Rollstuhl nicht bezwingen kann. DYS-Star Zack zählte zwei und zwei zusammen – und baute aus zwei E-Bikes mit breiten Reifen einen geländegängigen E-Rollstuhl. In Spitze fährt er etwa 30 km/h und hat eine Reichweite von ca. 35 km. Materialkosten: Etwa 3500 US-Dollar.

Der Offroad-Rollstuhl erhielt passend zum Erfinder den Namen „The Rig“. In einem weiteren Video zeigen Zack und seine Frau Cambry, was das Gefährt alles kann: Es überwindet Klippen am Strand, fährt scheinbar problemlos auf Schnee und macht auf Offraod-Strecken offenbar mächtig Spaß.

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Anderthalb Jahre nahmen die beiden sich Zeit, um das Modell weiterzuentwickeln und einen Offroad-Rollstuhl zu bauen, der leistungsfähig ist und gleichzeitig so preiswert, dass möglichst viele (US-amerikanische) Rollstuhlfahrer ihn nutzen können – oder der für

Das Ziel der beiden, so schildern sie es in dem Video: Einen Rollstuhl bauen, der mehr ist als ein Rollstuhl. Weshalb sie ihr Modell als „Not-a-Wheelchair“ bezeichnen. Anderthalb Jahre nahmen die beiden sich Zeit, um das Modell weiterzuentwickeln, das leistungsfähig und gleichzeitig preiswert sein soll, damit möglichst viele (US-amerikanische) Rollstuhlfahrer ihn nutzen können. Einige von Zacks Abonnenten hoffen darauf, dass das Gefährt zukünftig ähnlich wie Skier in Freizeitgebieten ausgeliehen werden kann.

Ab September 2020 sollen die ersten „Not-a-Wheelchair“-Rollstühle ausgeliefert werden. Kostenpunkt: 4.750 US-Dollar (umgerechnet ca. 4.200 Euro). Interessenten können sich ihren eigenen „Not-a-Wheelchair“ auf der Produktseite individuell konfigurieren. Verkauft wird „Not-a-Wheelchair“ zunächst ausschließlich in den USA. Ob er jemals nach Deutschland kommt, weiß niemand – in diesem Falle müssten der „Not-a-Wheelchair“ neben Klippen und verschneiten Pisten noch ganz andere Hürden wie die Zulassung durch den deutschen TÜV nehmen.