Nahrungsmittel, die man bei (Ein-) Schlafstörungen meiden sollte

Dass Kaffee, schwarzer Tee und koffeinhaltige Limonaden uns nachts wachhalten können, ist kein Geheimnis. Aber es gibt auch ein paar Überraschungskandidaten, z. B. Gurken, die für Schlaflosigkeit sorgen können.

Zu Schlafstörungen kann es bei Querschnittlähmung häufig kommen. Gründe hierfür sind z. B. Dekubitusprävention und -management, die autonome Dysreflexie, Temperaturregulationsstörungen oder ein Mangel des Schlafhormons Melatonin, das bei Menschen mit Querschnittlähmung oft nicht ausreichend vorhanden ist (Fogelberg/Burns, 2015). Siehe hierzu: Schlafstörungen bei Querschnittlähmung.

Neben einer angemessenen Schlafhygiene und einer Reihe von alternativen Methoden, gibt es Ernährungsempfehlungen für einen besseren Schlaf. Für eine gute Versorgung mit der Aminosäure L-Tryptophan, die das Zusammenspiel der Hormone Melatonin und Serotonin reguliert, sorgen z. B. Bananen und Mandeln.

Es gibt aber auch Nahrungsmittel – und zwar jenseits von Kaffee und Co. – , die sich ungünstig auf den Schlaf auswirken können. Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte folgende Liste einmal auf die individuellen Erfahrungen damit prüfen.

Ingwer, Chilis und Co. – Scharfe Lebensmittel

Scharfmachern wie Ingwer und Chilis wird zwar nachgesagt, dass sie glücklich machen können, aber den Schlaf fördern sie nicht. Zum einen können sie die Körpertemperatur erhöhen, was zu einem unruhigen, Albtraum geplagten Schlaf führen kann. Zum anderen kann Capsaicin Sodbrennen verursachen, was es wiederum erschweren kann, in den Schlaf zu finden oder die Schlafqualität stört.

Orangen, Essig und Co. – Saure Lebensmittel

Saure Lebensmittel, z. B. Orangen (-saft), Mandarinen, Grapefruit, Kiwi, Ananas oder Speisen mit hohem Essiganteil (Essiggemüse), regen den Kreislauf an, machen fit und munter und sind deshalb als Snacks kurz vor dem Schlafengehen nicht geeignet. Zudem scheinen sie den Stoffwechsel anregen zu können, dem ja nachts auch eine Ruhepause gegönnt werden sollte.

Zucker, Weißmehl und Co. – Süße Lebensmittel

Speisen mit einem hohen Zucker und/oder Weißmehlanteil können zu Blutzuckerschwankungen führen. Sie versorgen zunächst mit einem Energiehoch, was das Einschlafen erschwert – wenige Stunden später fällt der Blutzuckerspiegel dann ab, was ein plötzliches Aufwachen zur Folge haben kann.

Wer sensible auf zuckerhaltige Speisen reagiert, sollte vor dem Zubettgehen auf Weißmehlprodukte, Kuchen, Kekse, Süßigkeiten und auch Honig, Sirup und süße Früchte verzichten.

Gurke, Spargel und Co. – Harntreibende Lebensmittel

U. a. Gurke, Melone, Kirschen, Zitrusfrüchte, Spargel, Tomate, Reis oder auch Kürbiskerne, gehören zu den Lebensmitteln, die leicht harntreibend wirken. Viele entwässernde Nahrungsmittel hemmen die Ausschüttung des Hormons ADH (Adiuretin), das die Harnproduktion reguliert. Normalerweise sorgt das antidiuretische Hormon (ADH) dafür, dass nachts die Harnproduktion reduziert wird. Bei Querschnittgelähmten ist diese Regulation jedoch häufig gestört (Fogelberg/Burns, 2015). Die Blase füllt sich und ggf. der Harndrang oder die Symptome der Autonomen Dysreflexie bei hohen Lähmungen wecken den Betroffenen auf.

Aus diesem Grund sollten bei Schlafstörungen abends auch keine harntreibenden Tees getrunken werden, die jedoch bei Harnwegsinfektion hilfreich sein können. Siehe auch: Tees bei Blasenproblemen.

Generell sollte man darauf achten, nicht zu spät zu Abend zu essen, sondern am besten drei Stunden vor dem zu Bett gehen eine leichte Mahlzeit einzunehmen, um die Verdauung nicht zu belasten. Und: Auf Alkohol als Schlummertrunk sollte man verzichten. Er macht zwar müde, führt aber auch zu einem unruhigen Schlaf und wirkt entwässernd.

Für eine Liste von Nahrungsmitteln, die schlaffördernd wirken können, siehe hier.