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Was moderne Gesellschaften heutzutage mancherorts nur schwerfällig auf die Reihe zu bekommen scheinen, war im antiken Griechenland wohl Gang und Gäbe: Der behindertengerechte Zugang zu (manchen) öffentlichen Gebäuden.

Laut Archäologen waren Gehbehinderungen in der Antike keine Seltenheit. Dies hatte eine Vielzahl von Gründen: angeborene Gehbehinderungen, Kriegsverletzungen oder eine eingeschränkte Gehfähigkeit aufgrund von Krankheiten (z. B. Arthritis) sind belegt. Offenbar war es daher so, das Tempel, vor allem jene von Gottheiten, die Heilung versprachen, über Rampen verfügten, die Menschen mit beeinträchtigter Gehfähigkeit den Zugang erleichtern sollten.

Menschen mit Behinderungen wurden von der Gesellschaft nicht ausgeschlossen. Sie waren Teil des öffentlichen  Lebens. Auch soll die Stadt Athen behinderten Bürgern, die sich nicht selbst versorgen konnten, eine Art tägliche Rente gezahlt haben.

Im ausführlichen Bericht auf www.wissenschaft.de heißt es:

„Auch wenn die antiken Griechen weder besonders progressiv waren noch spezielle Gesetze gegen Diskriminierung besaßen, war diese Form der Inklusion für sie offenbar selbstverständlich. „Wenn schon die Griechen diese Rücksichtnahme auf ihre behinderten Mitbürger zeigten, sollten wir das erst recht praktizieren“, konstatiert die Archäologin.“

Zum vollständigen Bericht geht es hier: Antike Tempel waren behindertengerecht