Organisation mit klarer Zielsetzung: Der Bund behinderter Auto-Besitzer

Der Bund behinderter Auto-Besitzer e.V. (BbAB) hat – wie der Name unschwer verrät – eine klare Zielsetzung: Er will sich „bundesweit um die Belange von behinderten Menschen in Bezug auf das Kfz- Wesen“ kümmern. Als größten Erfolg wertet der im Saarland beheimatete Verein, dass dank seines Engagements heutzutage Autohersteller behinderten Menschen beim Neuwagenkauf spezielle Rabatte gewähren.

Gegründet wurde der Verein 1994 von Achim Walter Neunzling, seit Geburt körperbehindert (GdB 90, Merkzeichen G) und Autofan. Ihm war aufgefallen, dass es in Deutschland „keine Informations- und Beratungsstellen gab, bei denen sich Körperbehinderte global über die Themen Führerschein, Fahrzeug, Zusatzausstattungen, Förderungen oder Zuschüsse usw. informieren konnten. Wer entsprechende Informationen benötigte, musste sich diese bei den Straßenverkehrsbehörden, Versorgungs- und Arbeitsämtern, Kfz-Umrüstern usw. einzeln besorgen“, so der BbAB in seiner (externer Link) Entstehungsgeschichte des BbAB. Außerdem fragte er sich, weshalb bestimmte Berufsgruppen beim Autokauf Rabatte erhielten – andere, wie zum Beispiel Körperbehinderte, jedoch nicht.

Neunzling jammerte und fackelte nicht lange, sondern gründete den BbAB, einen eingetragenen Verein, der als mildtätig anerkannt ist. Die überregionale „Spezialorganisation“ hatte von Anfang an zwei hauptsächliche Ziele: Kostenminimierung für Körperbehinderte, die ein Auto kaufen wollen und später unterhalten müssen, sowie die Information von Aktiv- und Passivfahrern, Kfz-Herstellern und Presse.

Im Vordergrund steht, so der Verein, der persönliche Dialog. Das (externer Link) Beratungs- und Informationsprinzip des BbAB beinhalte, dass die Ratsuchenden „auf ihre spezifischen Fragen bzw. zu ihren Problemen primär individuelle Auskünfte per Telefon“ erhalten.

Beratungsthemen beim BbAB: 

  • Fahrzeug-Auswahl, -Kauf und -Unterhaltung
  • Behindertenrabatt beim Neuwagenkauf
  • handicapbedingte Zusatzausstattungen
  • Kraftfahrzeughilfe-Verordnung (KfzHV) zur beruflichen Rehabilitation
  • sonstige Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung
  • Führerschein-Erwerb oder -Anpassung an Handicap.
  • Kfz-Steuerbefreiung
  • Parkausweise für Behinderte

Das Informations- und Beratungsangebot richtet sich anMenschen mit Behinderungen, deren Angehörige oder Betreuer, Autohäuser und Autohersteller, Verbände, Vereine, Institutionen, Ämter oder auch Selbsthilfegruppen.

Behindertenrabatt beim Neuwagenkauf

Der BbAB nimmt für sich in Anspruch, die offiziellen Herstellerrabatte für Behinderte beim Neuwagenkauf initiiert zu haben. Unter (externer Link) Behinderten-Rabatt beim Autokauf kann die entsprechende Rabatt-Liste abgerufen werden.


Der BbAB hat (Stand Nov. 2020) ca. 4.500 Mitglieder. Der Jahresbeitrag beträgt € 30,-.

Die telefonische Beratung ist auch für Nichtmitglieder grundsätzlich kostenlos. Kontakt über die Homepage oder unter der Rufnummer Telefon 06826 / 5782.