Jönköping in Schweden erhält Access City Award 2021 – Bremerhaven auf dem zweiten Platz

Die Stadt Jönköping in Südschweden hat gemeinsam mit Behindertenorganisationen ständige Verbesserungen in neuen Stadtgebieten sowie in der Altstadt erzielt. Die Stadt hat außerdem einen lokalen „Access City Award“ für Unternehmen oder Organisationen geschaffen, die mit ihren Kunden zusammengearbeitet haben, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Aus einer Gruppe von 50 Bewerbern wurde Jönköping bei der Online-Zeremonie am 1. Dezember zum Gewinner des 11. Access City Award erklärt.

Der Access City Award, den die Kommission gemeinsam mit dem Europäischen Behindertenforum auslobt, ist Teil der EU-Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen 2010–2020.

Der „Access City Award“ wird seit 2010 vergeben, um auf die Probleme von Behinderten aufmerksam zu machen und Initiativen zur Förderung der Barrierefreiheit in europäischen Städten mit mehr als 50 000 Einwohnern zu unterstützen. Bei dem Preis geht es um gleichberechtigten Zugang zum städtischen Leben für Menschen mit Behinderungen.

Den Access City Award erhalten Städte, die den Zugang zu grundlegenden Aspekten des städtischen Lebens erwiesenermaßen nachhaltig verbessert haben und konkrete Pläne für weitere Verbesserungen vorweisen können.

Der Access City Award wird auf der jährlichen Konferenz zum Europäischen Tag der Menschen mit Behinderungen verliehen.

Bisher ausgezeichnete Städte

2011 Avila (Spanien), 2012 Salzburg (Österreich), 2013 Berlin (Deutschland), 2014 Göteborg (Schweden), 2015 Boras (Schweden), 2016 Mailand (Italien), 2017 Chester (Vereinigtes Königreich), 2018 Lyon (Frankeich), 2019 Breda (Niederlande), 2020 Warschau (Polen) und neu 2021 Jönköping (Schweden).

Ehrung Jönköping

Bei der Vorstellung des Preisträgers erklärte Helena Dalli, EU-Kommissarin für Gleichstellung: „Bei der Schaffung eines barrierefreien Europas geht es um mehr als um Gebäude und Gehwege. Es geht um das Engagement für Veränderungen, damit die Lebensqualität der Menschen verbessert und Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht wird. Barrierefreiheit ist für alle wichtig, und für Menschen mit Behinderungen ist sie unverzichtbar. Ich werde dafür sorgen, dass dieses wichtige Thema weiterhin unser Handeln leitet. Die künftige Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2021-2030 wird unser wichtigstes Instrument sein, um alle Bereiche des Lebens von Menschen mit Behinderungen weiter zu verbessern.“

Bremerhaven (Deutschland) und Gdynia (Polen) erzielten den zweiten und dritten Platz beim Access City Award.

Posen (Poznań – Polen) erhielt wegen der Barrierefreiheit öffentlicher Dienstleistungen in Zeiten der Pandemie eine besondere Erwähnung von der Jury. Zwei weitere besondere Erwähnungen gab es für Komotini (Griechenland) für „Barrierefreiheit als Chance für die gesamte Stadt“ und für Florenz (Italien) für die „bauliche Umwelt“.