Fünf Hausmittel bei Erkältungen und ihre Wirkung

Die kalte Jahreszeit ist Hochsaison für Erkältungen. Verschiedene Hausmittel helfen die Symptome zu lindern und die Krankheit besser zu überstehen. Einige sind jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Welche Krankheit habe ich?

Im Corona-Winter 2020/21 ist es wichtiger denn je abklären zu lassen, ob es sich bei einem Infekt um eine Erkältung, um die Grippe oder um Covid19 (Corona) handelt (siehe auch: Querschnittlähmung und das Coronavirus).

Die Symptome sind auf den ersten Blick ähnlich: Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen und auch Fieber können Anzeichen aller drei Erkrankungen sein. Sollten derartige Symptome auftreten, sollten sie keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Nur ein Arzt kann über entsprechende Laboruntersuchungen diagnostizieren, welche Krankheit vorliegt und wie sie behandelt werden soll. Eine Erkältung ist meist nach drei bis sieben Tagen überstanden; eine Grippe dauert meist 14 Tage mit akuten Symptomen und bis zu mehreren Wochen der Rekonvaleszenz. Der Verlauf einer Infektion mit Covid19 ist so individuell verschieden, dass zur Dauer keine Angaben gemacht werden können.

Hausmittel gegen die Erkältung

Im Winter ist man häufiger erkältet, weil die Viren, die Erkältungen auslösen, ein leichteres Spiel mit der körpereigenen Immunabwehr haben, wenn man friert. Siehe hierzu: Erkältungen wegen Kälte? Ja. Nein. Vielleicht. Wenn eine Erkältung zugeschlagen hat, sollte man sich vor allem Ruhe gönnen und viel trinken. Mindestens zwei bis drei Liter braucht der Körper, um sich gegen den Infekt zu wehren und die Schleimhäute befeuchtet halten zu können.

Zusätzlich gibt es altbewährte Hausmittel, die helfen können, Erkältungsbeschwerden zu lindern. Das Schöne daran: Die Zutaten finden sich in fast jedem Kühl- und Vorratsschrank. 

  • Honig

Honig wird traditionell bei Halsschmerzen und Husten eingesetzt. Er soll antibaktereiell und entzündungshemmend wirken und einen schützenden Film über die Halswände legen. Schluckbeschwerden sollen so gemildert werden, und auch gegen Husten soll das Bienenprodukt helfen.

Unlängst wurden mehrere Studien im Fachmagazin „BMJ Evidence Based Medicine“ verglichen. Die Autoren schreiben: „Honig konnte die Erkältungssymptome effektiver lindern als die üblichen Medikamente, vor allem die Häufigkeit und Schwere von Husten.“

Darüber, in welcher Dosis, Honig verwendet werden soll, gibt es keine genauen Angaben. Da Honig allerdings – anders als so manches Mittel aus der Apotheke – keine Nebenwirkungen hat, kann man ihn in der Menge verwenden, die einem angenehm ist (SPON, 2020).

Wenn Honig in Flüssigkeit zu sich genommen wird, sollte man darauf achten, dass das Wasser, der Tee oder die Milch nicht wärmer als 40 Grad Celsius sind.

Zu einem Rezept für Thymian-Honig-Tee geht es z. B. hier.

  • Hühnersuppe

Hühnersuppe ist der Klassiker unter den Hausmitteln. Einen klaren Beweis gibt es nicht für die Wirksamkeit der Suppe, doch sollen die Proteine, Kohlehydrate und Mineralstoffe im Gemüse, das Immunsystem unterstützen. Zudem enthält Hühnerfleisch große Mengen der Aminosäure Tryptophan, die zur Serotoninbildung beiträgt und damit glücklich macht.

Ein weiterer hilfreicher Faktor könnte der warme Dampf sein, der aus der Suppenschüssel aufsteigt, und der beim Essen die Atemwege öffnet und befeuchtet und so dazu beiträgt, dass sie abschwellen, was das Atmen erleichtert.

Zu einem Rezept für Hühnersuppe geht es z. B. hier.

Für weitere Strategien zur Stärkung des Immunsystems siehe: Acht Maßnahmen, die das Immunsystem stärken und schützen

  • Ingwer-Zitronen-Knoblauchtee

Die Inhaltsstoffe des Ingwers sollen entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und durchblutungsfördernd wirken. Damit ist er nicht nur wohltuend bei Verdauungsbeschwerden (siehe: Ingwer – Wohltuende Schärfe), sondern hilft in der Kombination mit dem Vitamin C der Zitrone auch bei gleich mehren Erkältungssymptomen. Noch besser soll die Wirkung sein, wenn das Team Ingwer und Zitrone mit Knoblauch zu einem Trio erweitert wird, denn auch Knoblauch wirkt wie seine Cousine, die Zwiebel (siehe unten), entzündungshemmend und antibakteriell. 

Zu einem Rezept für Ingwer-Zitronentee geht es z. B. hier; zu einem Rezept für Ingwer-Zitrone-Knoblauch-Tee geht es z. B. hier.

  • Kochsalz

Nasenspülungen mit Kochsalzlösung machen die Nase frei und hilft bei Schnupfen,  indem sie Schleim, anderes Sekret und Krankheitserreger aus dem Nasenraum herausspült. Achtung: Man verwendet 0,9 Gramm Salz auf 100 ml Wasser – in höherer Konzentration kann die Salzlösung die Schleimhäute eher reizen.

Zu einer Anleitung, wie es richtig geht, geht es hier.

  • Zwiebel als Tee oder Sirup

Zwiebeln enthalten entzündungshemmende und antibakterielle Inhaltsstoffe (z. B schwefelhaltige Allicine und das Flavonoid Quercitin), die die Schleimhäute abschwellen und positiv bei Husten, Schnupfen und Halsschmerzen wirken können.

Zu einem Rezept für Zwiebeltee geht es z. B. hier, zu einem Rezept für Zwiebelsirup geht es z. B. hier.

Achtung: Ein Zuviel des Zwiebelsirups kann zu Verdauungsbeschwerden führen. Man verwendet zwar nur kleine Mengen des Sirups, in großen Mengen, bei Menschen mit Fruktoseintoleranz oder bei sehr empfindlichen Menschen, kann es zu Durchfällen kommen. Wer weiß, dass er auf Zwiebeln (auch wegen ihrer blähenden Eigenschaften) empfindlich reagiert, verzichtet lieber auf dieses Hausmittel.

Weitere Informationen

Gegen die Grippe (nicht gegen grippale Infekte) ist eine Schutzimpfung möglich und u. U. sinnvoll. Siehe hierzu: Grippeschutzimpfung für Menschen mit Querschnittlähmung


Dieser Text wurde mit größter Sorgfalt recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Die genannten Produkte, Therapien oder Mittel stellen keine Empfehlung der Redaktion dar und ersetzen in keinem Fall eine Beratung oder fachliche Prüfung des Einzelfalls durch Fachspezialisten wie z. B. Ärzte oder Apotheker.