Umsetzungsbegleitung BTHG: Informationsquelle und Fachdiskussionen

Gemeinsam vom Gesetz zur Praxis: Das ist das Ziel der „Umsetzungsbegleitung Bundesteilhabegesetz“ (BTHG). Das Projekt will die Inhalte des BTHG und die Konsequenzen der geänderten Gesetzeslage kommunizieren – bei Veranstaltungen, aber auch durch ein permanent wachsendes Internetportal. Eine prima Informationsquelle nicht nur für Fachleute, sondern für jeden behinderten Mensch.

Das Projekt begleitet Akteure, wenn es um komplexe, problematische oder anspruchsvolle Punkte in Bezug auf das BTGH geht.

Das Bundesteilhabegesetz mit seinen vier Reformstufen (2017, 2018, 2019 und letztmalig 2023, siehe auch Beitrag Der lange Weg zum Bundesteilhabegesetz) hat viele Rechtsbereiche umgekrempelt, die das Leben von behinderten Menschen maßgeblich beeinflussen.

Fokus auf Eingliederungshilfen

Doch das bestgemeinte Gesetz nutzt wenig, wenn die von ihm betroffenen Akteure es nicht in die Praxis umsetzen (können). Zunächst war es Ziel des Projekts „Umsetzungsbegleitung Bundesteilhabegesetz“, die Träger der Eingliederungshilfe bei der Umsetzung der gesetzlichen Neuregelungen zu unterstützen, zum Beispiel durch die Aufarbeitung fachlich relevanter Neuregelungen bei Veranstaltungen vor Ort. Angesprochen waren unter anderem Leitungskräfte und Verantwortungsträger im Bereich der Eingliederungshilfe und Hilfe zur Pflege sowie Erbringer von Leistungen für Menschen mit Behinderungen oder auch Organisationen von und für Menschen mit Behinderungen.

2020 wurde das Projekt verlängert und ausdrücklich auch Betreuungsbehörden, Betreuungsvereine, Berufs- sowie ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer als Zielgruppe mitaufgenommen.

Der Fokus des Projekts liegt auf Fragen rund um das Eingliederungshilferecht (Teil 2 SGB IX, für mehr Informationen zu diesem generalüberholten Gesetz siehe Beitrag Von Assistenz bis Zusatzurlaub: Das steht in SGB IX). Als mögliche Themen nennt die Projektseite u.a.:

Fragen und Standpunkte von Praktikern und Fachleuten

Viele dieser Themen werden bei Veranstaltungen vor Ort kommuniziert. Oder auch in „Fachdiskussionen“ im Netz. Und hier wird es interessant auch für Menschen mit Behinderung, die sich über die Änderungen, die das BTHG bringt und gebracht hat, informieren wollen.

Die Beiträge zu den Fachdiskussionen lassen sich im Netz nachlesen. Unter dem Reiter (externer Link) Beteiligen werden besonders komplexe, problematische oder anspruchsvolle Punkte thematisiert. Das Projekt ordnet die Anfragen, recherchiert und bereitet die relevanten Informationen so auf, dass Menschen, die beruflich von den Änderungen betroffen sind, sie in ihrem Berufsalltag nutzen und umsetzen können. Jeder Interessierte kann hier mitverfolgen, wie Praktiker und Fachleute einzelne Sachverhalte beurteilen und sich so einen Überblick über aktuelle Diskussionen und Argumentationen schaffen. Im Januar 2021 zum Beispiel waren drei aktuelle Fachdiskussionen online: „Einkommen und Vermögen in der Eingliederungshilfe“, „BTHG für Akteure des Betreuungswesens“ und „Ihre allgemeinen Beiträge und Fragen zum BTHG“.

Ist eine Fachdiskussion abgeschlossen, verschwinden die Beiträge und Informationen nicht im Nichts, sondern fließen in den bereits oben erwähnten (externer Link) BTHG-Kompass ein. In insgesamt zwölf Unterrubriken von „Bedarfsermittlung und ICF-Orientierung“ bis „Vernetzung von Beratungsangeboten“ finden sich hier zentrale Fragenstellungen, Fachbeiträge, gute Beispiele und Urteile.

Und schließlich punktet die Projektseite unter dem Reiter (externer Link) Service mit einer üppigen, nach Themen geordneten Seite mit Links und Materialien zu den Themen Teilhabe und BTHG.