Leitlinie soll „Qualität der Versorgung“ bei neu erworbener Querschnittlähmung verbessern

Individuelle Bedürfnissen, Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit: Eine neue Leitlinie zur „Ergebniserhebung in der Erstbehandlung nach neu erworbener Querschnittlähmung“ soll dazu beitragen, dass künftig Menschen mit frischer Querschnittlähmung noch besser versorgt werden.

Die neue Leitlinie soll helfen, diagnostische Maßnahmen und Assessments in der Erstversorgung zu standardisieren.

Querschnittlähmungen haben Veränderungen auf bio-psycho-sozialer Ebene und in der Funktionsfähigkeit der betroffenen Menschen zur Folge. „Zur Abbildung der Wirksamkeit einer Erstbehandlung und Rehabilitation sollten spezifische Ergebniserhebungen durchgeführt werden, die ein umfangreiches Bild der bio-psycho-sozialen Ebene und der Funktionsfähigkeit darstellen. Da es sich um eine ausgesprochen komplexe Erkrankung mit sehr großer individueller Ausgestaltung handelt, sind die diagnostischen Maßnahmen und Assessments komplex und sollten standardisiert erfolgen“ heißt es in der Begründung für die Themenwahl. 

Dementsprechend soll die Leitlinie Empfehlungen für klinische Untersuchungen und Assessments für die Beschreibung der Veränderungen auf bio-psycho-sozialer Ebene und in der Funktionsfähigkeit von Menschen mit einer Querschnittlähmung aufzeigen. Ziel sei es, die Qualität der Versorgung unter Berücksichtigung von individuellen Bedürfnissen, Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit zu verbessern.

Die Leitlinie wurde unter Federführung der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegiologie e.V. (DMGP) von zwölf Fachgesellschaften erarbeitet. Sie steht hier zum Download bereit.