Corona-Impfung: „Nicht Pflicht sondern Verpflichtung.“ Auch für Assistenzkräfte

Heinrich Buschmann, Vorsitzender der Organisation Mobil mit Behinderung e. V. (MMB), spricht sich gegenüber dem Magazin Pfalz Express für die Corona-Impfung aus. Er sieht sich als Mensch mit Assistenzbedarf besonders gefährdet und eine moralische Verpflichtung im Sinne der Allgemeinheit.

SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolat SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung (PTA). Maßstab: 100 nm. Quelle: Tobias Hoffmann, Michael Laue, Robert Koch-Institut (RKI), 2020. SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2, Isolate SARS-CoV-2/Italy-INMI1). Negative staining electron microscopy, PTA staining. Scale bar: 100 nm. Source: Tobias Hoffmann, Michael Laue, Robert Koch Institute (RKI), 2020. Quelldatei: #6532_04_SARS-CoV-2_DOG_PTA_CCD_33.tif

„Ich selbst bin schwerstbehindert, auf Assistenzkräfte angewiesen – deren Privatleben ich nicht unter Kontrolle habe und dennoch muss ich mich tagtäglich auf direkte Berührungen einlassen“, sagt Buschmann und ergänzt:

„Es ist ja nicht der einzelne Mensch, der sich neu infiziert – vielmehr ist es der „Multiplikator“ Mensch, der in der Lage ist, hunderte andere mit in diese tödliche Pandemie zu stürzen. Daher sehe ich die Möglichkeit sich impfen zu lassen nicht als Pflicht an, sondern als ´Verpflichtung´ im Sinne der Allgemeinheit. Wenn ich mir bewusst werde, dass ich als Überbringer vielleicht einigen hundert Menschen dem Tod näher bringe, muss die Impfung zu meiner Verpflichtung werden. Das eigene Wohl, die eigene Gesundheit steht klar im Vordergrund – aber über dem muss immer das Wohl aller stehen. Demgegenüber bin ich als mündiger Bürger dieses Landes verpflichtet.“

Zum Ausführlichen Bericht geht es hier: „Aus Verantwortung für alle Menschen“: Heinrich Buschmann (MMB) spricht sich nachdrücklich für Corona-Impfung aus